12 von 12 im September 2026

Jetzt aber schnell: Noch zwölf Bilder vom zwölften des Monats posten! So will es die Blogtradition und so machen es viele andere auch. Gesammelt werden die Bilder seit Jahr und Tag dankenswerterweise bei Caro Kännchen.

Wir sind in den Bergen. Eine kleine Auszeit von Cannes, das voll ist (es ist das Yachting-Wochenende), und in dem es immer noch super heiß und schwül ist (über 30 Grad im September sind kaum noch auszuhalten). Hier oben hingegen sind die Temperaturen angenehm spätsommerlich warm, die Sonne scheint und der Himmel ist blau. Die Nächte sind frisch – perfekt!

Frühstück.

Wir fahren nach Guillaumes zur Septemberfoire. Aber schon nach einem Kilomter halten wir an, es könnte sein, dass es Champignons gibt, meint Monsiur, und ist schon ausgeschwärmt. Die Ausbeute ist jedoch gering.

Leider können wir morgen nicht anderswo in die Pilze gehen, denn morgen ist Jagderöffnung. Die schon seit Tagen völlig aufgeregten Jäger haben gestern und heute schon ein bisschen herumgeknallt und die Hunde haben wild in ihren Zwingern gebellt. Beiden will und sollte man im Wald nicht begegnen.

In Guillaumes sind erstaunlich viele Menschen. Von der Foire habe ich nur sehr wenige Bilder gemacht, dafür aber umso mehr gequatscht – unter anderem mit Menschen, die ich aus meiner Zeit auf dem Hof kenne und schon sehr lange nicht mehr gesehen habe. Mit Jean-Marc habe ich eine Saison lang für die Mairie in Sauze gearbeitet und damals Straßenränder gemäht und verstopfte Gullis gesäubert und allerhand anderes. In diesem Zusammenhang erreichte mich Post von der Deutschen Rentenversicherung, die ich hier in meinem Briefkasten vorfand. Sie war noch an die Hof-Adresse in einem anderen Dorf adressiert, aber hier oben kennen einen die Postboten eben.

Alle kennen sich und alle wissen alles. Das ist manchmal nervig, aber heute fand ich es lustig: Als ich am Stand einer Freundin stand, wurde sie von der leicht dementen Dorfbewohnerin G. angerufen und gefragt, ob sie ihr vielleicht Brot mitbringen könne. Sie konnte nicht, da sie alleine an ihrem Stand war. Also fragte sie mich, ob ich der Nachbarin Brot mitbringen könnte. Ich hatte aber beim Bäcker schon einen anderen Nachbarn getroffen, der mir wiederum erzählte, dass er den Auftrag hatte, ein Brot für G. mitzubringen, weshalb er einen riesigen Laib Brot unter dem Arm trug. Ich wusste aber auch, dass dieser Nachbar erst noch bei seiner Schwester zu Mittag essen würde und nicht direkt wieder ins Dorf hinauffuhr. Hier fragt man sich gerne, wo man zu Mittag essen würde, und verabredet sich – in unserem Fall diesmal nicht. Das Essen an irgendeinem Stand oder in einem der Restaurants gehört auf jeden Fall zum Foire-Ambiente. Diese Information kann ich also weitergeben: Das Brot ist schon von C. gekauft und kommt erst nach dem Mittagessen im Dorf an. Die Freundin wiederholt es am Telefon für G. Lustig, oder?

Wir essen mit vielen anderen beim Stand der jungen Erzeuger, dort gibt es Gazpacho, vor Ort gegrilltes Lamm, ein Stück Gemüsetarte und Kartoffelsalat, dazu selbst gebackenes Brot und als Nachtisch einen üppigen Käseteller oder eine Auswahl an Desserts.

Eigentlich wollten wir auch eine Ausstellung im kleinen Museum zum Thema lokales und regionales Essen ansehen, aber leider ist das Museum zwischen 12 und 15 Uhr geschlossen. So lange wollen wir nicht mehr warten.

Ich kaufe mir an einem Stand noch eine selbstgetöpferte kleine Eule, der ich nicht wiederstehen konnte. Ich hatte früher mal eine Eulen-Sammlung, die ich eigentlich schon lange aufgelöst habe, aber manchmal überkommt es mich noch.

Süß oder?

Wir fahren wieder hoch und brauchen nach dem vielen Sozialisieren und üppigen Essen eine lange Sieste. Danach ist das Wetter ist immer noch grandios.

Ich nehme meinen Kaffee draußen in der Sonne.

Auf dem Markt habe ich nicht nur Käse und Brot gekauft, sondern auch frischen Mangold, den ich jetzt für unser Abendessen in eine Tarte (mit Feta und Pinienkernen) umwandele. Lecker!

Der Gatte hat das Puzzle, das ich neulich gekauft habe, geöffnet. Beim suchen und sortieren vergeht die Zeit wie im Flug. Jetzt ist er schon zu Bett gegangen und ich folge auch gleich.

Danke fürs Lesen und Anschauen und bonne nuit!

Und die anderen 12 von 12er wie immer hier.

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2 Responses to 12 von 12 im September 2026

  1. PaulineM sagt:

    Das Puzzle ist sehr schön, das würde ich auch machen. Und die Eule hätte ich auch genommen. Liebe Grüße aus Karlsruhe

    • Christjann sagt:

      Merci ☺️ das Puzzle ist super schön (ganz viele Goldtöne, sieht man gar nicht richtig) aber leider auch super schwierig und es fehlen (sehr wahrscheinlich) drei Teile vom Rand 😳🙄😬.
      Das Eulchen fühlt sich hingegen schon sehr wohl ☺️

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