
Weil Ihnen die Mimosen in der Forcerie so gut gefallen haben, schicke ich Ihnen noch ein paar Mimosen aus der Natur hinterher. Die Fotos habe ich heute früh im Naturpark La Croix des Gardes oberhalb von Cannes aufgenommen. Heute bin ich einen anderen Weg als üblich gegangen und bin hier und da auch querfeldein auf den vom Regen ausgewaschenen (und teilweise noch schlammigen) Trampelpfaden gelaufen, die es überall gibt. So sah ich die weniger liebliche Seite des Naturparks mit Blick aufs Hinterland statt aufs Meer. Da waren deutlich weniger Menschen unterwegs.
Noch immer blühen manche Mimosen, doch viele der frühblühenden Mimosen sind schon verblüht oder vielleicht sogar erfroren.






Hier sieht man die wildwuchernden Mimosenschößlinge, die sich über die Wurzeln weitervermehren.
Unsere Mimose im Garten treibt keine weiteren Pflänzchen aus, weil sie extra für Gartenanpflanzung auf einen anderen Stamm aufgepfropft wurde – das erklärte mir zumindest der Herr aus der Forcerie.




Das letzte Bild in Blau und Gelb ist leider etwas unscharf, aber ich stelle es hier symbolisch für meine stete Unterstützung der Ukraine ein. Der Angriffskrieg Putins dauert jetzt schon vier Jahre an. Es ist unfassbar.
I stand with Ukraine! Slava Ukraini!













Der 23. Februar ist in meiner Stadt ein Gedenktag . 1945 kamen hier 18.000 Menschen innerhalb von 20 Minuten in einem Feuersturm um, durch einen englischen Bombenangriff. Wir waren wieder viele 2022 bei der Gedenkfeier am Mahnmal auf dem Friedhof und legten weiße Rosen auf die Gräber wie jedes Jahr. Nie wieder Krieg… Am nächsten Tag, dem 24. Februar begann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Und die Welt war fassungslos und ist es bis heute. Morgen gehe ich wieder zur Gedenkfeier, bei der übrigens auch der Sohn eines englischen Bomberpiloten anwesend ist. Und der 24. Februar ist für mich ein unauslöschliches Datum.
Stay with Ukraine…
Liebe Grüße aus dem Nordschwarzwald von Beate
Danke Beate!
Dank Crocos Kommentar habe ich “Feuersturm Pforzheim” gegoogelt – das wusste ich bislang noch nicht
Ja, Pforzheim. Die sehr schöne und damals wohlhabende Stadt wurde im Zentrum völlig zerstört und gilt daher bis heute als hässlich. Ist sie aber nicht, es gibt an den Hängen noch sehr schöne alte Villen und Stadthäuser. Das Haus, in dem ich wohne, Baujahr 1934, war nicht betroffen, aber der Erbauer und seine 2 Söhne fielen im Krieg. Im Übrigen haben wir eine sehr reizvolle Umgebung und ich einen Blick auf die Stadt. Man muss halt die vielen schönen Plätze aufsuchen, denn die gibt es sehr wohl. Danke für dein Interesse und auch CROCO vielen Dank. Friedvolle Grüße aus Pforzheim, Beate
🫶🏼🕊️
Beate, das war Pforzheim? Meine Mutter hat immer wieder erzählt, wie sie das Feuer der brennenden Stadt am Himmel leuchten sahen, aus über 50 km. Etfernung. Und wie eine dieser Phosphorbomben in ihrem Dorf landete. Es muss ganz schrecklich gewesen sein. Phosphor kann man nicht löschen
Danke, liebe Croco, für dein Interesse. Ja, es muss ein Inferno gewesen sein. Ich war damals noch nicht geboren, aber hier kennt natürlich jeder Einwohner die Geschichte, und die Gräber auf dem prächtigen Hauptfriedhof sprechen ein deutliche Sprache. Der jährliche Gedenktag wird stets von rechten Gruppen missbraucht, alljährlich eine Schande. Es sind heute wieder Hundertschaften der Polizei vor Ort, um die Gruppen auf Distanz zu halten. Viele friedvolle Grüße auch an dich von Beate
Furchtbar, dass so ein schreckliches Ereignis so missbraucht wird. Soweit ich weiß, hat heute Pforzheim einen hohen Wähleranteil für die Rechten. Die Saat geht wohl auf.
Liebe Grüße zurück
Wie bei 9/11 wissen wohl viele noch, wo sie am 24.02.22 waren. Ich war bei der Physiotherapie, als mein sehr junger Physiotherapeut sagte: “Wir haben Krieg”. Stand with Ukraine! Wie geht es Tetiana und ihrer Familie?
Danke, dass du fragst, Marion. Im Prinzip geht es ihnen gut. Sie sind alle zusammen und gesund. Sie haben eine Wohnung, auch wenn sie nur stundenweise geheizt ist (es ist sehr kalt!). Tetiana und ihr Mann arbeiten weiterhin im Theater, geben Kindern und Jugendlichen Schauspielunterricht und führen Stücke auf – Die Vorstellungen finden mit sehr wenig Licht, manchmal auch nur mit Kerzenlicht statt. Man wurstelt sich durch und organisiert den Alltag. Alles funktioniert irgendwie, man gewöhnt sich auch an die Sirenenalarme, aber natürlich verstört der Krieg und die vielen Toten, die ständige Trauer – vor allem die Kinder.
Christjann, welch wunderschöne Fotos. Ich freue mich jedes Jahr darüber. U d balu und gelb, ja, die Farben der Solidarität.
Was machen die Menschen da bloß mit. Sie wollen nicht in russische Hände fallen und kämpfen um ihr Leben, in jeder Hinsicht.
In der Talkshow von Markus Lanz wurde über den Kriegsanfang geredet und dass damals niemanden den Ukrainern zugetraut hat, den Russen zu widerstehen.
Erst nach den Massakern ist man aufgewacht. Es waren Gäste da, die alle unmittelbar damit zu tun hatten.
Wenn Du von Frankreich aus darauf zugreifen kannst, es lohnt sich.
https://www.zdf.de/play/talk/markus-lanz-114/markus-lanz-vom-19-februar-2026-102
Danke dir Croco! Freue mich, wenn du die Mimosenfotos magst! Danke dir auch noch fürs Verlinken, ich habe versucht, bei dir auf dem Blog zu antworten, das hat irgendwie nicht geklappt …
Danke für den Link zu Lanz, kann ich ansehen und tue es auch gerade! Das, was Katrin Eigendorf berichtet, entspricht dem, was ich so auch weiß.
Ich schäme mich so, dass wir (in Europa) nicht mehr tun. Und ich bin es leid, dass sogar in meinem engen Umfeld so viel Desinteresse und geradzu “Wurstigkeit” herrscht und sogar russische Desinformation in Köpfen existiert.
Die Putinpropaganda wirkt leider.
Dabei verhindert die Ukraine, dass Putin durchmarschiert. Er will ja die baltischen Staaten, Polen und die anderen Länder wieder holen, die früher unter dem Kuratell der Sowjetrussen standen.
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Danke, danke für die vielen wunderschönen Fotos mit den Erinnerungen, die auch schmerzlich sind, da für immer vergangen.
Ja, der Feuersturm….schlimm. Kassel brannte genauso, und man konnte von uns aus -auf den höchsten Höhen stehend- den Feuerschein in Thüringen sehen, so erzählten meine Mutter und Großmutter. Von Dresden ganz zu schweigen. Und nun der Krieg so nah an uns. War das nicht Jahrzehnte lang unvorstellbar? Man kann es alles nicht mehr fassen. Herzlichste Grüße, Sunni
Sehr gerne liebe Sunni.
Ja, es ist unfassbar wie nah dieser Krieg ist und wie nah er mir (uns) geht, und wie lange er dauert, und wie unendlich tapfer die UkrainerInnen sind
💔❤️🩹💪🏼💛💙
Alles Liebe zu Ihnen 💛🌿
Christiane
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So schöne Fotos, danke dir!
Und genauso freue ich mich über das Update zu deiner ukrainischen Familie. Wo leben sie denn, in welcher Stadt?
Heute war ich beim Augenarzt, und hinterher habe ich gesehen, dass er aus der Ukraine stammt, aber wohl schon viele Jahre in D ist. Mir ist das einfach alles unbegreiflich mit diesem Krieg, dass es das heute noch gibt, ich hätte es niemals für möglich gehalten.
Liebe Grüße
Manuela
Liebe Manuela,
die kleine Familie lebt in Ternopil, das ist im Westen, nicht so dramatisch umkämpft und zerstört wie etwa Kharkiv, aber auch dort wurde ein Wohnhaus zerbombt, gibt es Sirenenalarm und die Kinder müssen während des Schulunterrichts oft in den Lutschutzkeller ausweichen.
Ja, es ist ganz unfassbar, vor allem, dass niemand Putin Einhalt gebieten kann.
LG