Und schon ist wieder der 12. des Monats und es gibt 12 Bilder vom Tag!

Derzeit falle ich direkt vom Bett auf den Heimtrainer und strampele eine halbe Stunde (Tendenz aufsteigend). Dabei lese ich das Internet leer. Heute sehr schöne Fotos (schon seit ein paar Tagen, um ehrlich zu sein) vom platten Land, Nebel und neugeborenen Schafen beim täglich bloggenden Herrn B. Haben Sie vermutlich schon selbst gesehen.

Frühstück mit Magnesium und Blutdrucktablette.
Erst dann denke ich an den Blick aus dem Fenster. Heute ist das Wetter die meiste Zeit unentschieden: Sonne und dunkle Wolken, manchmal ist es vorne hell und hinten gewittrig dunkel. Regnet aber den ganzen Tag nicht.

Wir holen am Vormittag Monsieurs Tochter aus dem Krankenhaus ab. Klinik vielmehr, ich bin nicht sicher, ob die Einteilung in Deutschland dieselbe ist. Kliniken sind private Krankenhäuser, in denen man den Arzt/Ärztin und den Eingriff zahlt. Krankenhäuser sind staatlich und und hier zahlt das französische Gesundheitssystem. Die Klinik Arnaud Tzanck in St Laurent du Var hat einen guten Ruf, den Spezialisten, den die Tochter braucht, gibt es auch nur hier. Es ist dennoch ein abgewirtschafteter hässlicher Gebäudekomplex, es finden umfassende Bauarbeiten bei laufendem Betrieb statt.

Die Tochter will nicht unterwegs Mittagessen, sondern so schnell wie möglich nach Hause und dort wieder ins Bett, wir kaufen unterwegs frische Ravioli und es gibt ein schnelles Mittagessen mit frischen Artischocken (es wird Frühling!), Ravioli mit Rindfleischfüllung (“Daube”, sehr lecker) nur mit etwas zerlassener Butter und Reibekäse. Danach Käse und die Reste einer Apfeltarte, die ich, weil es im Kühlschrank keinen Platz mehr gab, auf der Terrasse gelagert hatte. Im Karton haben sich schon die erste Ameisen, noch winzig klein, eingefunden. Auch das ein Zeichen des Frühlings!


Sieste. Muss.

Danach arbeite ich ein bisschen an etwas, das ich heute auch fertig bekomme, hurrah!

Um 16 Uhr bin ich mit einer Freundin zum Spazierengehen in der Croix des Gardes verabredet. Wir laufen anderthalb Stunden kreuz und quer, es ist sehr grün (der frühe Frühling ist hier sehr regenreich dieses Jahr!) die Wege sind manchmal matschig, aber die Sonne scheint jetzt wunderbar!

Die Mimosenblüte ist endgültig vorüber, aber es wachsen wilde Fresien hier, das Eselpaar, das den Naturpark peu à peu abgrast, hat ein junges struppiges Eselchen bekommen, aber sie sind alle drei fotoscheu und laufen ans Ende des umzäunten Geländes, und sie sind im Schatten nicht mehr zu sehen. Dafür stolpern wir zufällig in die Fütterung der frei lebenden Katzen (alle üppig und mit unglaublich gepflegtem Fell), es gibt einen Verein, der sich um die Katzen hier kümmert, erfahren wir.



Später schreibe ich eine wichtige Mail, telefoniere mit einer anderen Freundin und dann mache ich schon Abendessen: es gibt Reste von mittags, ohne Foto. Ich würde gerne die Serie “Quelq’un devrait interdire les dimanches après-midi”, sehen, aber der Gatte will lieber in den Schlechtigkeiten der Welt versinken und schaut Nachrichten.
Das wars schon. Danke fürs Lesen und Schauen! Die anderen 12 von 12er wie immer und dankenswerterweise bei Caro!











