Advent, Advent

Ich bin eifersüchtig auf die Nachfolger der Auberge. Sie sind gerade mal vier Monate im Dorf und sind schon so was von integriert und dick befreundet mit dem harten Kern der ganzjährig hier lebenden Dorfbevölkerung, es ist unglaublich. Ich muss offen zugeben, dass ihre Art vermutlich besser hier ins Dorf passt als die von Patrick und mir. Sie sind laut und gesellig, immer heiter, haben immer Lust jede Menge Leute um sich zu haben, gemeinsam zu trinken und zu essen, Karten zu spielen oder Boule oder einfach nur zu quatschen. Patrick war ja auch durchaus gesellig und geschwätzig, aber er und ich sind an unseren freien Tagen doch gern mal allein zu zweit geblieben, weggefahren, gewandert und suchten selbst die Ruhe, die wir den Gästen vermittelten. Nach einem durchgearbeiteten und durchgequatschten Wochenende war und ist mein Bedürfnis nach Geselligkeit gut gesättigt und ich geh nicht noch zu den Nachbarn Karten spielen, um mich zu entspannen. Aber hier ist das Leben einfach geselliger und die neuen Aubergisten passen da, wie gesagt, ganz gut rein. Den Leuten hier gefällt das und die Aubergisten haben vom ersten Tag an eine Unterstützung, die mich sprachlos macht. Wer hier jetzt alles und vor allem immer wieder essen geht, Freunde und Familie in die Auberge einlädt, auch tagsüber immer mal viel Zeit in der Auberge verbringt ist verblüffend.

Ich will hier niemanden absägen, aber am Essen allein kanns nicht liegen – meines Erachtens ist es vielmehr die einladende Atmosphäre, die so anziehend ist. Eine überschwängliche Offenherzigkeit kommt dazu, und jedes Wochenende langmähnige Freundinnen in typischer Côte d’Azur Manier gekleidet, lange Beine in engen Hosen und oberschenkelhohe Stiefel mit hohem Absatz – sex sells. So ist es eben. Was mich irritiert ist, dass alle Männer, jung wie alt, auch die, die ich durchaus schätze, mit hechelnder Zunge in die Auberge eilen. Und dass auch die bislang verstocktesten Männer plötzlich Filzklötzchen auf Stuhlbeine hämmern oder eifrig Papiertischdecken zuschneiden, um nur ja zu helfen, man weiß ja nie, wann mal noch was anderes gebraucht wird. Neben so viel geballter Weiblichkeit mit großem Hang zur Hilflosigkeit werde ich ja immer ganz spröde. Ich bin ja eher so eine, die erstmal versucht einen Wohnzimmerschrank alleine die Wendeltreppe hochzutragen, bevor sie nach Hilfe ruft. Und angesichts der Lage, würd ich auch die Waschmaschine noch drauf packen und die Zähne zusammen beißen bevor ich nach Hilfe japse. Ist doof, vermutlich, aber so bin ich. Ich mag dieses Weibchengetue nicht.

So, jetzt übergangslos zum Adventszauber, danach verbinden wir die beiden Fäden. Treue LeserInnen wissen, dass ich hier in den vergangenen Jahren den Advent vermisste. Ich sah aber schon lange vor meinem geistigen Auge auf dem kleinen Dorfplatz mit dem Brunnen in der Mitte einen Weihnachtsmarkt entstehen. Oder auch einen Handwerkermarkt im Frühjahr. Ganz klein und fein, von hier und für hier, sprich mit Basteleien von uns und Produkten von ansässigen TöpferInnen, ImkerInnen, KorbflechterInnen und das alles nicht für auswärtige Touristen sondern eben für die Leute von hier. Inspiriert hat mich der Ort und das Museum auf dem Otzberg im Hessischen, wo im Jahreslauf mehrere Feste rund um die Burg organisiert werden. Das waren anfangs wunderschöne stimmungsvolle Veranstaltungen, die, eines Tages überregional inseriert, zu einem gigantischen Massenauflauf wurden, den ich von da an mied. So etwas in der Art wollte ich gern hier schaffen, aber für uns und eben genau nicht für die Menschen der Côte d’Azur mit Hang zur Landlust.

Letztes Jahr haben ein paar Frauen hier im Dorf einen kleinen Verein gegründet, les écureuils en marche, die marschierenden Eichhörnchen, vor allem um gemeinsam Gymnastik zu machen, zu wandern, einen Leseabend zu veranstalten und um einfach die Frauen des Dorfes ein bisschen zusammen zu holen. Der harte Kern sind vier Frauen (eine davon bin ich, klar, oder?), und wir sind alle nicht von hier aber nur ich bin wirklich von ganz woanders. Ich schlug vor, hier an einem Adventswochenende einen Weihnachtsmarkt zu organisieren, und alle waren Feuer und Flamme. Auch drei weitere Frauen (von hier) konnte ich überzeugen, und fegte ihre Einwände „Wer wird denn hierher kommen? Wer aus dem Dorf wird hier was kaufen wollen? Ich hab noch nie irgendwas hier im Dorf verkauft! Und bei Schnee kommt schon gleich gar keiner mehr…“ hinweg und dachte, „dass du hier nichts verkaufst liegt vermutlich an deinem streitbaren Charakter“ und sagte, „Hauptsache uns machts Spaß!“ Der Bürgermeister, der so etwas ja absegnen muss, war auch ganz angetan. Tolle Idee, das Dorf kurz vor dem Winterschlaf zu beleben. Wir einigen uns auf das Nikolaus-Wochenende, weil da sowieso das Dorffest ist, und demzufolge letztmals viele Menschen ins Dorf kommen, die ansonsten den kalten Winter an der Côte d’Azur verbringen. Ich hatte ebenso die Idee, 24 Fenster des Dorfes wie einen großen Adventskalender zu dekorieren. Begeisterung bei meinen Frauen. Aber auch Angst. Wie soll das aussehen? Wie macht man so was? Wer gibt uns dafür überhaupt sein Fenster? Werden die Leute selbst dekorieren? Ich hab so was ja auch noch nie gemacht, geschweige denn einen Weihnachtsmarkt organisiert, aber ich komme ja aus dem Weihnachtsmarkt- und Adventskalenderland und war ganz zuversichtlich. Ich würde ich mal sagen, dass ist das französische Flair, dass ich mir hier zutraue, so etwas auf die Beine zu stellen, ist doch alles nicht so schwierig, locker bleiben…
Es war dann leicht und auch wieder nicht, viel Basisarbeit insbesondere für die Fenster war nötig: Wozu soll das denn gut sein? Das haben wir ja noch nie gemacht! Und die Fensterläden bleiben dann offen? Um Himmels Willen! Und wenn es schneit? Ihr könnt mein Fenster haben, aber ich dekoriere es nicht, war der beste Kompromiss, den ich zu hören bekam.
Manch einem musste auch der Adventskalender an sich erklärt werden, der hat hier eben wirklich keine Tradition. Fragen, ähnlich unsicher wie bei der alljährlichen Zeitumstellung: Und wir machen dann alle Fenster gleichzeitig auf? Ach nein?
Am Anfang haben wir alle unsere eigenen Fenster in die Liste eingetragen, weil die Leute so zögerlich waren, aber jetzt, nachdem die Leute sehen, dass es hübsch wird und wir die Fensterläden auf Wunsch auch wieder schließen, haben wir so viele Fenster zur Verfügung gestellt bekommen, dass wir an manchen Tagen sogar zwei öffnen können, die nebeneinander liegen. Nur dekorieren tun die wenigsten. Aus Angst, dass es nicht richtig sein könnte, oder nicht schön genug, oder weil sie gar keine Idee haben, was sie machen sollen. Dann dekorieren wir die Fenster. Heißt in der Realität, 21 von 24 Fenstern dekorieren wir.

Bevor ich nach Deutschland fuhr, hatten wir schon ein bisschen Salzteiganhänger und Kerzenständer gebastelt und in mehreren öffentlichen Versammlungen auch alle Dorfbewohner eingeladen und unsere Projekte vorgestellt und viel geredet und erklärt. So richtig aktiv aber wurde außer den marschierenden Eichhörnchen niemand. Die bastelten aber während meiner Abwesenheit wie wild Windlichter, Anhänger, Schmuck, Kerzenständer, und sie strickten Handytaschen, Puppenmützen und Pulswärmer.
Als ich aus Deutschland zurück kam, waren es nur noch knapp drei Wochen bis zum Markt und wie schon erwähnt, alles stürzte auf mich ein. Ich wollte eigentlich Lebkuchen backen und Christstollen und Plätzchen, aber irgendwie lief mir bei all der Bastelei und Organisiererei die Zeit davon, denn arbeiten musste ich ja auch noch. Und ich war abends so müde. Als ich dann endlich endlich und viel zu spät den Christstollen backen wollte, ging der verfluchte Hefeteig nicht auf und ich stellte die Plastikschüssel wegen der Wärme auf den kleinen Petroleumofen, und es kam, wie es kommen musste, der Schüsselboden schmolz durch, und als ich, durch den Geruch alarmiert, die Schüssel wegnehmen wollte, ergossen sich grünes geschmolzenes Plastik und Hefeteig auf Ofen und Fußboden. Ich konnte nicht mal weinen, ich stand nur mit hängenden Armen da und war fassungslos. Christstollen gab es also nicht am Weihnachtsmarkt.

Zunächst mussten aber noch ein paar Tannenbäumchen aufgestellt werden. Ich dachte mir ein paar Bäumchen in Eimern auf dem Platz verteilt, damit es dort ein bisschen weihnachtlicher aussähe, gar nicht mal dekoriert, einfach ein paar kleine Bäumchen. Dekoriert sah ich nur den stattlichen Weihnachtsbaum in der Mitte des Platzes. Kommunikation, das haben wir alle irgendwann mal gelernt, ist nicht nur das, was ich sage, sondern auch, das, was ich nicht sage sondern nur denke, das, was der andere hört, versteht und was der andere denkt. Weshalb man bei Partnergesprächen immer nachfragen soll „bei mir ist angekommen, dass…“ oder „habe ich richtig verstanden, dass…“. So findet Kommunikation hier ja aber nicht statt, so dass ich mit einem der älteren Nachbarn zum exzessiven Baumschlagen fuhr, eine Woche lang machten wir fast nichts anderes als Bäume im Wald schlagen und aufstellen, bis wir alle die Bäume zusammen hatten, die es seiner Vorstellung nach brauchte. Wenn schon, denn schon, sagte er, und ich weiß immerhin schon, dass ich seinen Eifer nicht bremsen darf, denn sonst ist er gleich ganz gebremst. Also stellen wir Bäume auf. An den strategisch wichtigen Orten: Dorfeingang, Dorfende, vor der Kirche, vor der Mairie, auf dem Platz, aber natürlich auch hier und da und vor allem bei ihm und bei seinen Freunden. Ich sage, wir dürfen das restliche Dorf nicht vergessen, wenn wir hier so viele Bäume aufstellen und unten nichts, gibt das Ärger. „Je m’en fous, ils se démerdent!“ ist sein einziger Kommentar. Eine vulgäre Form von „mir egal, sollen selber sehen, wie sie klarkommen“. Klar gibt das Ärger. „Wer hat überhaupt  entschieden, dass so viele Bäume aufgestellt werden, das hatten wir ja noch nie?!“ Und hier ist der Ärger ja asterixmäßig immer gleich sehr laut und die Frauen kreischen so schnell. Oh, Mann. Ich fahre also Freitags abends noch mal zum Baumschlagen für das untere Dorf. „Und wer dekoriert jetzt all die Bäume?“ ist die nächste vorwurfsvoll und laut gestellte Frage. „Keine Ahnung, ich auf jeden Fall nicht, die können doch auch so bleiben, oder?“, sage ich. Aber ich hab sie hingestellt, ich bin die Angestellte der Mairie und ich bin sozusagen Projektleiterin Weihnachtsmarkt, und hier gibt es keine ungeschmückten Bäume. Also doch ich. Ich fahre noch mal nach Nizza um Baumschmuck nachzukaufen und mache dann tagelang nichts anderes als bei Minustemperaturen auf Leitern rumzuklettern und Kugeln und Girlanden und Lichterketten in die Bäume zu dekorieren, ich habe entzündete Hände von den pieksigen Nadeln und es wird alles sehr schön, aber ich bin ein bisschen gesättigt, was das Dekorieren angeht.
Nur der große Weihnachtsbaum auf dem Platz, den wir mit einem kleinen Bagger aufgestellt haben, weil zwei Mann und eine Frau alleine ihn nicht halten konnten, wird von mehreren Leuten und mit allen Kindern geschmückt. Eigentlich wollten wir das am ersten Adventssonntag machen, aber auch hier ging es nicht ohne Gemecker, „wer hat überhaupt entschieden, dass das der Sonntag sein soll, der Baum kann doch jederzeit geschmückt werden, oder?“ Ich sage, „aber es ist der erste Adventssonntag. Deshalb.“ „Ach so? Und da dekoriert man?“ Na gut, letztlich wurde es eh der Samstag, weil für den Sonntag Schnee angesagt war.
Es schneite, es schneeregnete, es regnete, es fror. Freitags vor dem Nikolauswochenende hatten wir Glatteis. Und kein Salz, keinen Sand, keinen Schotter. Einen läppischen Sack Salz fand ich in der Garage der mairie. Zwischen meinen beiden meckernden alten Nachbarn, die ich hier Statler und Waldorf nennen will, so meckrig sind sie nämlich, hin- und hergezerrt, zwischen „du nimmst zu viel Salz, für morgen haben wir gar nichts mehr“ und „du nimmst zu wenig, ich musste überall nachsalzen“, rufe ich den Bürgermeister an und der organisiert, dass ich ausnahmsweise unten im Tal beim Straßendienst Salz abholen kann. Ich schlittere also mit dem Pick-up runter und komme mit 900 Kilo losem Salz wieder hoch. Ich salze alle strategisch wichtigen Punkte, vor allem den steilen Dorfeingang, die Treppen, die Stellen unter den leckenden Dachrinnen und den Platz, ich will ja nicht, dass sich irgendwer den Fuß bricht am Nikolaustag. Der Rest muss jetzt schnell noch irgendwohin geschaufelt werden, wo es vor allem trocken ist. 900 Kilo sag ich nur!

Freitags nachmittags hacken wir die letzten Eisreste vom Platz, denn wir wollen kleine Zelte für die Stände aufstellen, wir sind am Anfang drei Frauen, dann fünf immerhin, die Männer des Dorfes sind alle unauffindbar. Später weiß ich, dass sie alle im Einsatz für die Auberge waren. Wir haben die Zelte trotzdem aufgebaut bekommen. Dann fordert Mr. Statler, atemlos auf dem Platz angekommen, mindestens ein Zelt für die Auberge, denn bei diesem Wetter können die nicht ohne Unterstand sein (am Nikolaustag findet das Essen im Festsaal mit einer notfürftig installierten Außenküche statt); das sind so Augenblicke, die mir wehtun, denn uns hat man seinerzeit nie ein Zelt zur Verfügung gestellt – das sage ich auch, ernte aber nur Schulterzucken, nicht sein Problem, jetzt brauchts jedenfalls ein Zelt. Wir stellen ein Zelt weniger auf, ich trage es runter zum Festsaal und denke, aufgebaut kriegen sie es hoffentlich alleine, kriegen sie auch, einer der Männer des Dorfes ist natürlich bereit das zu tun. Ich fange langsam an Hasspunkte zu sammeln.

Samstag, Weihnachtsmarkt. Ich, als Gemeindeausrufer mit Trommel, laufe rufend und trommelnd durch das Dorf. Fünf Jahre Kölner Karneval machen sich bezahlt, ich hab vor keiner Lächerlichkeit mehr Angst. Und es kommt keiner. Das ist schon ein bisschen komisch. Später kommen sie so nach und nach aus den Häusern gekrochen, aber sie kucken nur ein bisschen, kaufen nichts und gehen wieder heim. Super. Ein paar Zweitwohnsitzfrauen geben einen geschlossenen, aber uninteressierten Block auf dem Platz, irgendwas läuft schief. Die Kinder finden alles klasse, wir bislang auch noch, ich rufe und trommele. Nachmittags wird es ein bisschen lebendiger, denn jetzt kommen ein paar aus den anderen Dörfern, eigentlich zum Kartenspielwettbewerb, aber sie sind erstaunt und erfreut über den Weihnachtsmarkt auf dem Platz, kaufen ein paar Sachen, trinken Glühwein und loben unseren Einsatz. Wenigstens etwas. Auch ein paar Eltern mit Kindern von benachbarten Dörfern kommen, und finden es toll. Puh! Viel mehr passiert nicht. Abends sind wir ausgefroren und zumindest ich demoralisiert. Die Frage, ob wir den Markt am nächsten Tag wieder eröffnen, hat sich erledigt.

Dann ist Messe in der Kirche, danach Essen im Festsaal, organisiert von der Auberge. Es ist voll, die Leute sind gut gelaunt, der Saal ist nicht geschmückt, aber fürs Auge, zumindest das der Herren, gibt es ja die langbeinigen Freundinnen. Das Essen ist mit Ach und Krach korrekt. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich bin superenttäuscht, frage mich, ob ich die Einzige bin, die das so sieht. Denn alle anderen amüsieren sich anscheinend großartig und scherzen mit den Damen. Danach gibt’s Tanz, die Musik ist nicht schlecht immerhin. Ich kucke mich im Saal um, sehe die aufgekratzte Menge und bin total enttäuscht, verletzt, traurig. Und in mir nagt dieses Eifersuchtsteufelchen, dass sagt, wir haben viel bessere Arbeit gemacht, aber viel weniger Erfolg gehabt. Das zu sehen, tut mir weh. Ich setze mich draußen auf die Mauer, rauche, weine und halte Zwiesprache mit Patrick. Und wer kommt und nimmt mich in den Arm? Ausgerechnet die Aubergistin, die sagt, „das muss alles ganz schrecklich für dich sein, oder Christjann? Du bist sehr stark, Christjann, ich bewundere dich!“
Ja, das ist alles vielleicht nicht gerade schrecklich, aber tatsächlich nicht so leicht zu ertragen.
Ma foi…. il faut vivre avec, um mal mit einer der floskelhaften Phrasen, zu sprechen, die hier an der Tagesordnung sind. Damit muss ich leben, da muss ich durch.

Keiner der Einwohner in diesem geschwätzigen Dorf, wo alles zigmal durchgekaut wird, sagte auch nur pieps zu unserem Weihnachtsmarkt. War da was am Samstag? Was war es? Das Fremde? Dass es von uns Dorffremden organisiert wurde? Keine Ahnung. Die kritische Mitstreiterin sagte nur „hab ich dir gleich gesagt, dass hier keiner was kauft“ und ich nicke seufzend. Aber warum? Marthe, die alte Schäferin, deren rustikale Körbe wir verkaufen wollten, sagte, „dachte ich mir, dass das nichts wird, Markt muss man im Sommer machen“. Ich sage „aber es sollte ein Weihnachtsmarkt sein, der ist nun mal im Winter.“ Aber sie zuckte nur die Achseln. Unser Lokalreporter immerhin fand den Weihnachtsmarkt gelungen, er hat eine nette kleine Diashow auf seiner Website gemacht, der Bürgermeister ebenso: „Langsam anfangen, Christjann, sagte er, und sich beharrlich steigern, ist besser als total toll einschlagen. Nächstes Jahr macht ihr das wieder und du wirst sehen, das wird…“ Ich sag noch nicht ja. Und Gottseidank sind noch ein paar Monate dazwischen, denn mir reichts grad völlig mit dem Advent.

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