and the winner is…

Haben Sie es gesehen? War nicht so doll rührend, oder? Ausser Maïwenn, die völlig ausser sich, schwer atmend irgendwann oh, la vache! ausrief… was etwas umgangsspraclich für „oh Mann“ oder „ach du liebe Güte“ stehen kann. Und hab ich’s nicht gesagt… kriegt ein Pälmchen, dieser Film, ok, war nicht wirklich eine Palme, ist der Prix du Jury. Mehr ein Trostpreis, aber immerhin!

Hier wird nun gegrübelt, ob Robert de Niro krank ist oder nur zu viel gefeiert hat, man hätte sich doch etwas mehr als den mühsam rausgepressten Namen des Preisträgers gewünscht.  

Die goldene Palme ging an Tree of Life, hm, ist jetzt nicht der erwartete Knaller, aber immerhin haben sie nicht wieder irgendeinen Film gewählt, der völlig aussen vor war, nur um zu überraschen.

Der israelische Film Footnote hat den Preis für das beste Drehbuch bekommen, überrascht und freut mich, ich hoffe, es ist nicht nur nur ein Preis, um Israel milde zu stimmen nach dem Lars von Trier-Debakel, und Kirsten Dunst bekam einen Preis als beste weibliche Darstellerin, womit indirekt Melancholia von Lars von Trier dennoch ausgezeichnet wurde, versöhnliches Ende, mehr oder weniger. Als bester männlicher Schauspieler wurde Jean Dujardin in The Artist geehrt. Den Rest schenke ich mir, wie gesagt, war alles nicht sooo aufregend oder rührend. Jane Fonda war schrecklich amerikanisch, Catherine Deneuve wird, ähm, immer fülliger, undsoweiterundsofort.

Nun isses vorbei, uff, les Cannois dürfen (wie jedes Jahr) morgen Abend den Film, der mit der Goldenen Palme prämiert wurde, ansehen, im Palais versteht sich, als kleines Schmankerl, damit die Bürger der Stadt mit einbezogen werden in das Spektakel und sich auch ein bisschen wichtig fühlen können. Und der Bürgermeister schüttelt einem (vermutlich Kaugummi kauend) tapfer die Hand. Wie schön.

Und jetzt auf zu anderen Themen…

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