in Ewigkeit

Von einem ganz anderen und vermutlich eher unbekannten Friedhof Cannes habe ich sprechen hören, lange wollte ich hin, aber bis manche Projekte reifen, vergehen Monate und so kam ich zu spät. Es gibt ihn nicht mehr, eine riesige Baugrube war an seine Stelle getreten für ein neues schickes Appartmenthaus.

Nur eine Mauer zeugt noch vom privaten Hundefriedhof Ihrer Majestät von England, die zu einer Zeit mit ihrer Familie den Sommer (oder den Winter?) im Hotel Le Pavillon verbrachte und im Hotelgarten ihren verstorbenen Lieblingen eine letzte Ruhestätte einrichtete. Aristokratie galt damals noch was!

Ich habe leider bis heute nichts über das ehemalige Hotel Le Pavillon gefunden, und auch keine Abbildung des kompletten privaten Hundefriedhofs. Wer immer da etwas weiss… mich würds interessieren!

Beim Schlendern über das private Gelände (das Hotel wurde irgendwann umgewandelt in Eigentumswohnungen) stiess ich auf einen kleinen Wuschel tibetanischer (?) Herkunft, samt Frauchen, ihnen kam ich näher und stelle hier eine Nachfahrin der Pavillon-Hundearistokratie vor:

Enchanté, Mademoiselle Coquille, ganzjährig ansässig!

Ich wollte, seit ich in Cannes lebe, einen Text über Hunde schreiben. Und über ihre Besitzer. Ich müsste aber mit mehr Liebe ausgestattet sein, um all diese Menschen und ihre Vierbeiner, die mir hier tagtäglich begegnen, vorurteilsfrei und liebevoll zu porträtieren. Zur Zeit bin ich mit dieser Liebe nicht ausgestattet, und mir tun die meisten Hunde hier sehr leid. Vielleicht müssten mir auch die Menschen leid tun… vielleicht auch nicht… aber dafür müsste ich mich ihnen nähern und das ist bislang doch nicht mein Ding. Chapeau für diese Gabe an Smilla von „anders anziehen“!

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