301 oder Auf der Suche nach dem Verwöhnaroma

mahlenBohnenProduktionEspressi

Eigentlich hatte ich für den 300. Blogartikel etwas besonderes schreiben wollen. Erst 300 habe ich erstaunt gedacht, als ich in der Statistik darüber gestolpert bin, gefühlt habe ich schon 1000 geschrieben, aber nein, erst 300. In fünf Jahren macht das etwa sechzig Artikel pro Jahr, bedeutet, ich habe im Schnitt sogar mehr als einmal pro Woche geschrieben. Das ist ja dann doch nicht so schlecht. Pas mal. Ich habe dann aber doch nichts besonderes geschrieben für den 300. Eintrag, denn ich hatte es glatt wieder vergessen, ich habe es nicht so mit Zahlen und Statistik. Dies hier ist also der 301. Text und auch der wird nix besonderes, fürchte ich. Alles grad nicht so toll, pas terrible. Am Samstag hätte ich geschworen, ich habe einen Bandscheibenvorfall, so gequält war ich und nachdem ich die Symptome für Bandscheibenvorfall nachgelesen habe, war ich sicher, das ist es. Ich wusste nicht mehr, wie ich stehen, gehen, sitzen oder liegen sollte. Gut, ich mache es kurz, es ist nur ein Hexenschuss im Lendenwirbelbereich, Lumbago, und es wird besser. Die Handwerker aber sind immer noch da, und dank des Gerüsts hinter dem Haus, sehen mich quasi vor jedem Fenster mal Gesichter, mal Bauarbeiterstiefel an. Neulich waren sie gleichzeitig vor dem Badezimmerfenster UND vor dem Fenster der Gästetoilette. Das macht manche Dinge im kleinen Alltag etwas schwierig. Außerdem bin ich durch deren dauerhafte Präsenz völlig unkonzentriert. Laut ist es auch, denn gehämmert, gebohrt, gefräst und aufgestemmt wird auch immer wieder. Am ruhigen Wochenende hämmert dann der Nachbar von oben. Kein Wunder, dass ich einen Hexenschuss bekommen habe. Pas terrible das alles. Der Kaffee auch übrigens. Ich komme mir vor, wie die junge Frau in der Jacobs-Kaffee-Werbung, die der netten Nachbarin ihr Leid klagt: „Aber ich gebe mir doch so viel Mühe!“ „Mühe allein genügt nicht“, antwortet die allwissende Frau Sommer. Den Rest kennen Sie. An dieser Stelle möchte ich allen Menschen danken, die mir verraten haben, welchen Kaffee sie besonders lieben und wie sie ihn zubereiten, die mir Lieblingskaffee geschickt haben (der noch nicht daaaa ist, heul!) die mir erzählten, wie die spanische Schwägerin Kaffee macht oder mir Hinweise auf erhellende Fernsehsendungen gaben. Das wurde und wird hier alles beherzigt, probiert und gesehen!

NachfüllkapselBohnenMahlgradeNespresso

Ich hätte mir ja gewünscht, irgendjemand hätte mir diese nachfüllbare Kapsel für die Nespressomaschine zum Test zur Verfügung gestellt. Tat aber keiner. Ich werde immer nur von Menschen angeschrieben, die zwar auf meinem wahnsinnig spannenden Blog hochwertige nicht gekennzeichnete Werbeartikel platzieren wollen, sich aber entweder schon mit meinem Namen oder dann mit dem Namen meines Blogs irren. So wird das nie was, Leute! Wir sind hier also nachwievor werbefrei und das ist auch gut so. Wenn ich irgendetwas oder irgendwen verlinke, dann aus freien Stücken und ohne, dass ich etwas davon habe. So, damit hätten wir das auch mal gesagt. Es gab also weder eine Umsonst-Kapsel, kein halbes Pfund Feine Milde geschweige denn eine vollautomatische Espressomaschine zum Test, und ich bin daher niemandem eine gute Kritik schuldig. Falls es Sie interessiert, im Internet auf youtube gibt’s jede Menge Filmchen, in denen Menschen minutiös aber relativ leidenschaftslos diese oder ähnliche Nachfüll-Kapseln (es gibt nämlich mehrere Modelle!) testen. Und die Crema vergleichen, zum Beispiel. Das Fazit ist überall gleich: Die Kapseln funktionieren! Vorausgesetzt man hat den richtigen Mahlgrad des Kaffees: Ist er zu fein, kommt nämlich das Wasser nicht mehr durch, ist er zu grob, hat man keinen Kaffee sondern einen jus de chausette, wie man hier sagt, also etwas, was aussieht, als habe man Wasser durch einen Socken laufen lassen. Man braucht also einen bestimmten Mahlgrad und entweder hat man einen netten Kaffeeverkäufer in der Nähe, der einem ein paar Pröbchen mahlt, bis man weiß, was man braucht (die Unterschiede zwischen dem, was geht und was schon nicht mehr, sind mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen, das muss man fühlen! Und so fängt’s an!) oder man schafft sich irgendwann selbst eine Kaffeemühle an. Ich habe jetzt eine. Ein in Hipsterkreisen angesagtes Einsteigermodell mit Kegelmahlwerk. 40 stufenlos einstellbare Mahlgrade, zwanzig hätten es aber auch getan, denn ab Stufe 20 aufwärts ist der Kaffee nur grob geschrotet, aber vielleicht gibt es irgendwo auf der Welt Menschen, die Kaffee mit geviertelten Kaffeebohnen machen, was weiß denn ich. Ich mahle mich so zwischen 9 und 12 durch. Und das mit nun wirklich x-verschiedenen Kaffeebohnen, klein, rund, groß, oval, blond, mittel oder Espressogeröstet, die ich, wie auch die Kaffeemühle, in der kleinen, sehr jungen und vermutlich sehr hippen Kaffeerösterei Sonntagmorgen bezogen habe. Der Name gefiel mir irgendwie. Alles bestens. Es riecht köstlich bei uns.

SonntagmorgenMahlgradeKrümel überalldegustation

Und es ist wirklich nett, all diese unterschiedlichen Bohnen aus unterschiedlichen Ländern und Anbaugebieten durch die Hände rieseln zu lassen, anzusehen, zu mahlen, zu riechen und ich verstehe plötzlich, dass man über Kaffee fachsimpeln kann wie über Wein. Aber so ist es ja mit allem, wenn man sich mal damit beschäftigt und genau hinschaut oder hineinschmeckt, ganz gleich ob Tomaten, Erdbeeren oder Käse.* Selbst Wasser ist nicht gleich Wasser. Toll soweit. Nur: Der Kaffee schmeckt nicht. Also mir nicht. Und Monsieur, der mir bislang noch erstaunlich willig folgt und nicht mal gemeckert hat, als ich diese große Kaffeemühle noch zwischen Toaster, Filterkaffeemaschine und Mixer gequetscht habe, Monsieur findet auch, dass der gemahlene Kaffee wunderbar riecht, das Ergebnis aber bislang meist pas terrible ist. Ich koche also jeden Tag mehrfach einen anderen Kaffee, teste Mahlgrade und Sorten und Zubereitungsart, ich fülle Kapseln und Siebbehälter und Filter und bei uns fliegen überall feine und feinste Kaffeekrümelchen herum, ich trinke ihn abwechselnd schwarz, mit Milch, mit Zucker, mache mehrere Kaffees gleichzeitig und dégustiere, bis meine Geschmacksnerven gesättigt sind, es ist ein echtes laboratoire café, aber das erwartete Verwöhnaroma bleibt aus. Was mache ich falsch? Vielleicht muss man den frisch gemahlenen Kaffee erst noch eine Weile „abhängen“ lassen, so wie Rindfleisch, das man ja auch nicht ganz frisch verzehrt? Oder ist unser Geschmack verdorben? Verdient das, was ich, was wir jahrzehntelang in mich/uns hineingeschüttet habe/n, überhaupt den Namen Kaffee? Und macht es Sinn, diesen Geschmack verzweifelt zu suchen? Schmeckt „richtiger“ Kaffee vielleicht ganz anders? Ich habe einmal vor vielen Jahren einen Nachtisch aus Himbeeren für ein junges Mädchen gemacht, weil sie Himbeeren so mochte, sagte sie zumindest. Aber sie war dann schrecklich enttäuscht von meinem Dessert, sie fand, es scheckte nach gar nichts. Ich fand dann heraus, dass der Himbeergeschmack, den sie liebte, der von künstlichem Himbeersirup war. Das meine ich. Vielleicht geht es uns mit dem Kaffee ähnlich? Nun, noch gibt es ein paar Kaffeesorten zu testen; hier vor Ort habe ich neben der altmodischen Rösterei am Markt auch einen nagelneuen modernen Hipsterladen in der Fußgängerzone entdeckt, den es noch zu erkunden gilt. Wir bleiben dran!

Bei le nachbar habe ich übrigens diesen Beitrag entdeckt, der erklärt, warum der französische Kaffee überwiegend aus der Robusta-Bohne gemacht wird.

EspressiBohnenKrümel überallProduktion

ps: Ich habe (dank einer E-Mail, die ich heute erhielt) gemerkt, dass in meinem Text nicht wirklich deutlich wird, dass ich eine der Ersatzkapseln erworben und getestet habe. Meine persönlichen Erfahrungen mit dieser einen Kapsel in Verbindung mit (m)einer (N)Espressomaschine stehen in einem der letzten Kommentare zu diesem Text (siehe unten). In Kürze: Das Ergebnis ist nicht umwerfend. Ich finde es auch bezeichnend, dass in den meisten Tests, die man auf Youtube sehen kann, die Crema und die produzierte Kaffeemenge diskutiert wird, aber nur selten der Geschmack!


* In einer bretonisch-hamburgischen Crêperie hat man sich beispielsweise Gedanken zum Geschmack von Käse und Schinken gemacht UND zum Mahlgrad und Geschmack von (Buchweizen-)Mehl! Spannend zu lesen wie immer bei Was machen die da? Merci! dahin gewunken!

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18 Kommentare zu 301 oder Auf der Suche nach dem Verwöhnaroma

  1. Friederike sagt:

    Wir sind ja inzwischen bei der alten Siebträgermaschine gelandet und haben auch damit erstmal Wochen gebraucht, den richtigen Kaffee zu finden. Schlußendlich haben wir uns in einer Rösterei beraten lassen, die freundliche Dame erklärte allerlei zu Mahlgraden und Röstverfahren, erwog dieses und jenes, machte uns Probepäckchen zurecht, entschied, verwarf und überlegte neu, bis wir erwähnten, daß wir im Odenwald wohnen. Darauf stutzte sie: „Im Odenwald?? Dann vergessen Sie alles, was ich gesagt habe!“ Das Wasser war tatsächlich der entscheidende Faktor, unseres hier ist so gut und kalkfrei, daß sie wieder ganz von vorne anfing nachzudenken und zu beraten. Mit Erfolg. Jetzt haben wir den leckersten Kaffee landauf, landab. ;-)

    • dreher sagt:

      Das Wasser, genau! Ich habe den Wasserfilter auch wieder rausgekramt und re-aktiviert, wir haben jetzt auch wirklich keinen Platz mehr in der Küche. Es tröstet mich, dass Sie auch Wochen brauchten, um Ihren Kaffee zu finden und wie schön, dass Sie jetzt leckeren Kaffee zu Hause haben (dann ist es ja auch nicht mehr schlimm, dass die Espresso-Bars im Odenwald nicht so zahlreich vertreten sind, oder?) Und vielleicht muss ich mich auch mal beraten lassen. Und ich trinke zunächst mal Probekaffee in den angeschlossenen Cafés der hiesigen Röstereien. Ich frage mich natürlich nur, warum es in 50 Km Entfernung, im lieblichen Italien, wirklich in jeder Klitsche und selbst im letzten Dorf immer einen guten Kaffee gibt. Die betreiben bestimmt nicht alle so einen Aufwand mit gefiltertem Wasser und XY-Röstung und Mahlgrad …

  2. Eva sagt:

    Liebe Christjann,
    als erstes gute Besserung. Gegen Hexenschuss hilft am Besten Schmerzmittel. Richtig dosiert. Da wäre ich ganz unkompliziert.
    Das mit dem Kaffee klingt deutlich komplizierter. Und dann ist die Post so langsam….manno. Ich hab aber bevor das Aroma verfliegen kann, noch eine Tüte drum gemacht!
    Also, mit allem: nur Geduld, wird schon werden!
    Herzlich grüßt nach einem anstrengenden Tag,
    Eva (die sich gefreut hat, einen neuen Beitrag zu lesen)

    • dreher sagt:

      Ja, danke Eva, Schmerzmittel habe ich und einen guten Krankengymnasten (der, der auch schon mein Knie in seinen Händen hatte) – ich wusste nicht, ob du dich öffentlich erwähnt sehen wolltest, insofern habe ich deinen Namen verschwiegen. Ich finds echt doof mit der Post! Manchmal geht es so flott und dann ist wieder der Wurm drin, man weiß es nie! Ich freue mich auf jeden Fall auf den Kaffee und werde dir berichten! Liebe Grüße und eine gute Nacht!

  3. Eva sagt:

    Ja, dir trotz „Rücken“ auch eine gute Nacht, so hast Du ja was zum Dich darauf freuen :-)

  4. Marion sagt:

    Inspiriert von Dir habe ich mir „Das Kaffeebuch“ aus dem DK-Verlag bestellt, aber bisher nur ein bisschen geblättert. Der bessere Kaffee ist immer gleich soviel teurer, deshalb werden meiner Neugier gleich Grenzen gesetzt. Schade, hätte schon Lust, meinem Vollautomaten mal was richtig Feines zum Mahlen zu gönnen. Ich selbst schmecke die Unterschiede ja (noch) nicht, Kaffee-Cretin der ich bin. Deine Mühle sieht toll aus, viel Spaß weiterhin im Kaffeelabor.
    Und gegen den Lumbago hilft ebenfalls Wärme und Beine hochlegen im 90°-Winkel, aber das weißt Du bestimmt auch selber. Weiterhin gute Besserung!

    • dreher sagt:

      Ja, danke Marion! Na, weißt du, wenn dir dein Kaffee schmeckt, ist doch alles in Ordnung. Wenn der Kapselkaffee für mich nicht so fragwürdig geworden wäre, würde ich den immer noch trinken, keine Frage. Und du hast doch schon einen Vollautomaten, das ist doch schon High-End! (von dem ich noch träume, aber das würde Monsieur glaube ich nicht mehr verstehen)

      • Marion sagt:

        Ach, gönn‘ Dir doch einfach mal was, besonders wenn Du schon auf Cafébesuche verzichtest. Die Anschaffung meines Automaten war eine sehr gute Entscheidung, ich genieße jede Tasse Kaffee daraus und erfreue mich immer noch an dem schönen Design, und mein Modell (die Saeco Odea) ist ein günstiges und war nochmals reduziert, sonst hätte ich mir das auch nicht leisten können. Du bist doch jetzt Bestsellerautorin, da kann man sich auch mal eine Freude machen und wenn Du die Filtermaschine und die Mühle wegpackst hast Du auch Platz für einen Automaten.

  5. Karin Pfeiffer sagt:

    Liebe Christiane,
    Zum Kaffee: das Wasser ist wichtig, vor allem der Wasserdruck, deshalb ist der Unterschied zwischen Filterkaffee und Espresso so groß. Je höher der Druck, desto mehr Crema, desto weniger Säure und Bitterstoffe im Kaffee, die sich beim langsamen Durchsickern lösen. Deshalb ist Espresso auch gesünder.
    Natürlich ist die Röstung wichtig. Verbrannte Bohnen ruinieren eine ganze Packung, was mir sogar bei Illy-Kaffee schon passiert ist.
    Die Mischung von Arabica und Robusto (ca. 9:1) ist für einen Espresso am besten.
    Ich habe den besten Kaffee meines Lebens in Peru getrunken. Leider bekommt man die Bohnen (Tunki-Kaffee) bei uns nicht.
    Alles Gute gegen deine Hexe!
    Der Countdown deines neuen Krimis ist spannend.
    Ganz liebe Grüße auch von Alexander

    • dreher sagt:

      Liebe Karin,
      das sind ja schöne klare Aussagen, vielen Dank!
      Nun, ich wollte den Ersatz-Kapselmarkt auch nicht sofort zum Einbrechen bringen, und ich habe ja immerhin auch nur eine Kapsel (wie gesagt, es gibt mehrere Modelle und mehrere Ansätze) mit meiner Nespresso-Maschine getestet, kann und will das nicht pauschal sagen, aber der Wasserdruck ist (in meinem Fall) genau das Problem. Zu schwach (bei dieser Maschine). Und gleichzeitig zu wenig Kaffee in der Kapsel: Sie ist dickwandiger und es passt so weniger Kaffee rein. Das Ding funktioniert, aber macht selbst mit dem richtig gemahlenen „Lieblingskaffeepulver“ einen zu dünnen, wässrigen Kaffee. Für mich zumindest.
      Und das ist vermutlich das Problem bei allen anderen getesteten Varianten, mir ist der Kaffee zu wässrig. Das Schraubkännchen funktioniert noch am besten, dort ist der Druck zwar noch niedriger, aber es ist entsprechend mehr Kaffeepulver im Siebbehälter drin.
      Nespresso hat, da kann man sagen, was man will, ein ziemlich ausgeklügeltes Ding erfunden, um unterschiedliche, immer wohlschmeckende Kaffees zu machen, in einem für den Anwender supereinfachen System, ohne dass der das ganze Prozedere selbst denken, geschweige denn bei jede Tasse Kaffee neu basteln muss.
      Ja, wir, (Christine und ich) finden auch, dass es diesmal lange dauert, bis der Krimi endlich erscheint …
      Liebe Grüße!

  6. Bertram Diehl sagt:

    Christiane!
    Mein Kaffee ist von Carte Noir. Bestimmt nichts moralisch Wertvolles im Sinne von Fairtrade und so. Ich brauche morgens eine (eine) Tasse Kaffee, die funktioniert. Den Tag über tun’s auch die gelegentlichen What-else-Kapseln. Morgens und überhaupt eigentlich habe ich keine Lust auf technisches Gefummel, Maschinen, die man zusammenschrauben muß und danach reinigen. Tasse, Filter drauf, Kaffee rein, Wasser drüber, fertig. Drei Minuten. Der Kaffee, der so funktioniert, mit dem lokalen Leitungswasser zudem und ungefiltert (zu den Filtern gibt es meines Wissens auch gesundheitliche Einwände, Rückstände, Mikrobenpopulation), ist, glaube ich, ein Espresso Kaffee, eine 8,473 : 1,526 Arabica-Robusta-Mischung. Oder so. Vielleicht. Zumindest heißt er so: Espresso Intense. Gibt es manchmal sogar im Intermarché nebenan.
    Bises,
    Bertram

    • dreher sagt:

      Bertram!
      Kniefälligsten Dank für diese Ausführungen, das fehlende Hundertstel unbestimmter Bohne hinter dem Komma wird es sein, das diesen Kaffee so besonders macht, aufgegossen mit bestem Leitungswasser aus verrosteten Bleirohrsystemen. Aber ich weiß Sie ja medizinisch in guten Händen, insofern mache ich mir keine Sorgen.
      Grüße und ein Emoticon Ihrer Wahl!
      Christiane

      • Christiane!
        Ich kann meine besserwisserische, rechthaberische Veranlagung hier nicht zurückhalten. Erstens: Blei rostet nicht. Zweitens: Es handelt sich um ein fehlendes Tausendstel. Rückstande aus der Spülmaschine zum Beispiel. Angetrocknete Spuren von Nudeln mit Tomatensoße von gestern Abend vielleicht.
        Gruß zum Wochenende,
        Bertram

        • dreher sagt:

          Bertram!
          Genau, Sie legen den Finger auf das verkalkte Hirn, äh Bleirohr, genau das habe ich mich gefragt so im Nachhinein, ob Blei eigentlich rostet, aber irgendwas war doch mit dem Blei, was nur … Verblödung! Hahaha, der ist gut, was? Sorry, das ist nicht von mir, schaustu hier http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/blei-im-leitungswasser-bleirohre-sind-ein-ernsthaftes-problem-a-1001041.html
          Und ich hatte schon auch Zweifel bei der dritten Stelle hinter dem Komma, aber nicht, weil es hier auch verblödende Bleirohre gäbe, ich habe Dyskalkulie. Schon immer. Ist aber vielleicht in Frankreich schlimmer geworden. Blöde Bleirohre eben.
          Grüße!
          C.

          • Dyskalkulie. Kein Wunder, daß sich die Symptomatik in Frankreich verschärft. Liegt sicher nicht nur am Blei im Altbau. Die Kinder brauchen Jahre, um mit vier-zwanzig-zehn-sieben und so rechnen zu lernen.
            Gruß
            Bertram

          • dreher sagt:

            Genau. Ganz schlimm. Mein Lieblingssport war lange Zeit Telefonnummern am Telefon zu verstehen. Schön ist auch, wenn man (an der Kasse, Sie wissen es vielleicht nicht, aber ich habe schon so Manches gemacht in F) sagt „Sie bekommen noch soixante-dix cents, Madame“ und dann sucht man in der Kasse und findet nur ein 50 und ein 20 cents pièce. Das ist aber sicher dem Deutschsein-und-gleichzeitig Dyskalkulie-haben-Problem geschuldet.

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