Was schön war : Rausgehen

Dann sieht man unter anderem die letzten Mimosen in der Nachbarschaft.

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Unter den „Was schön war-Bloggern“ sind ja eher poetische Alltagsgeschichten üblich, will mir scheinen – eine Begegnung an der Supermarktkasse oder in der Stadtbibliothek, oder ein Lächeln in der Kirche. Ich bin eher so eine pragmatische „was-schön-war“-Aufschreiberin. Erwarten Sie also nicht zu viel.

Aber noch viel mehr war (immerhin) schön: Dass ich mich gestern aufraffen konnte zum Schwimmen (im Hallenbad, fürs Meer bin ich noch nicht soweit) – das hat gut getan, wenn auch die Müdigkeit, die mich nachmittags überfallen hat und der heutige Muskelkater eher erschütternd sind.

K800_IMG_20170226_104834[1]Dann war zweimal wundervoll-liebe Briefpost schön: gute und wohltuende Nachrichten zwischen Werbung und Rechnungen, tatsächlich! Von Herzen Dank!

Es gab auch schöne Mailpost und ein schönes, langes Telefongespräch: Schön, schön!

Und dann hat mich Monsieur heute in aller Frühe zum Radfahren gedrängt und als wir auf die Promenade kommen, ist sie, wie jeden letzten Sonntag im Monat, man muss es nur wissen, für Radfahrer und Läufer und Fußgänger gesperrt: wie toll! Keine Autoschlange, die einen permanent lärmend überholt und bedrängt. Man kann endlich mal gemütlich nebeneinander herfahren und hört sogar das Meer rauschen. Gut, nur ein paar wenige Kilometer, aber wir haben die Strecke mehrfach zurückgelegt, so wie man im Schwimmbad Bahnen schwimmt, nicht sehr aufregend, aber angenehm. Da wir noch früh sind, ist die Strecke auch wirklich noch leer, später kommen alle auf Rollern und Rädchen, auf Skatern und zu Fuß, mit Kinderwagen und Stöcken und was weiß ich. Das ist aber grundsätzlich auch schön, zu sehen, dass diese Autofreie-Aktion der Stadt so angenommen wird. Dann ein Kaffeepäuschen am ersten geöffneten Kiosk. Hey! Rausgehen ist so schön!

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Schönen Sonntag allerseits!

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13 Antworten auf Was schön war : Rausgehen

  1. Marion sagt:

    Wirklich schön! Mensch Christiane, Du wirst noch ein „early bird“? Wie schön ein früher Morgen und seine Ruhe sein können. Schwimmen gehe ich möglichst jeden Sonntag, aber es ist zu wenig, spüre deutlich meine schlechte Konstitution. Heute kann ich nicht gehen, es ist Karneval, alles hat zu (außerdem bin ich krank, Pollenallergie, dadurch schlimmer Husten). Heilige Feiertage im Rheinland. Dabei sind seit gestern Heizung und Warmwasser ausgefallen und die Dusche im Schwimmbad hätte mir gerade heute gute Dienste leisten können. Tant pis. Hier ein Link zum Thema Natur- bzw. Eisschwimmen. Die Filmchen haben mich absolut begeistert, ich finde sie total inspirierend, gar spirituell, und habe mich gefragt, ob ich das könnte, aber nein, obwohl ich gerne schwimme, die erhabene Natur nötigt mir vermutlich zuviel Respekt ab, als dass ich mich auf diese Art und Weise mit ihr würde messen wollen.
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/schwimmen-im-winter-waermerausch-in-eisiger-wildnis-a-1121174.html

    • dreher sagt:

      Oh, wow, was für ein toller Link, danke Marion! Vielleicht tröstet dich, zu hören, dass gestern die Duschen im Schwimmbad KALT waren, brrrr. Ich bin ja mit Schwimmen in Seen und Baggerseen groß geworden und bin früher auch (fast) zu jeder Jahreszeit schwimmen gegangen, ich kann das in gewisser Weise noch nachspüren, was die Frauen in kalten Bergseen erleben. Nicht allerdings so lange Schwimmstrecken, dafür schwimme ich zu schlecht.
      Ich habe ähnliche Erlebnisse mit Sauna und Schnee in Norwegen gehabt, die Kälte ist fast wie Bewusstseinserweiterung, so sehr pusht das. Es gibt auch extreme Kälteerlebnisse, die depressiven Menschen helfen soll (und wohl auch tut): Kryotherapie.
      In der Zwischenzeit bin ich aber zu verweichlicht, ich brauche immer länger, um ins Wasser zu gehen und es darf nicht mehr allzu kalt sein.
      Gute Besserung! Klingt nicht so, als hättest du Lust auf Karneval?! Halte durch!

      • Marion sagt:

        Muss ja gar nicht mal so kalt und ausdauernd sein, aber vielleicht kann das Mittelmeer, da es schon vor der Haustür ist, ja ein paar sinnliche „was schön war“-Momente bieten. Man kann soviel am und im Wasser unternehmen (sagt die Richtige, die damals am Meer weder geschnorchelt ist, noch gesegelt, noch getaucht und auch für die neuesten Trends – Stand Up Paddling oder gar Schwimmwandern- wäre ich wohl zu träge). Und wenn ich ehrlich bin hätte ich vor diesen grandiosen und einsamen Schwimmerlebnissen wie im Video im offenen Meer wohl auch zuviel Angst. Ich bleibe da dann doch lieber in Ufernähe. Aber sich inspirieren lassen und träumen kann man ja trotzdem.

        • dreher sagt:

          Mir ist das auch zu einsam, mal abgesehen von zu kalt – aber es hat was!
          Ja, das Meer. Das wird dann so alltäglich, dass man nicht mehr hingeht. Blöd eigentlich. Stand Up-Paddeln reizt mich ja schon lange, ich scheue nur, mich der Lächerlichkeit preiszugeben, weil ich befürchte, runterzufallen.

  2. ArGueveur sagt:

    Danke fürs Verlinken. Und Danke auch für den regelmäßigen Blick auf das politische Geschehen in einem Land, das ich liebe, aber immer weniger verstehe. Und natürlich für Meer und Mimosen. Hach…

    • dreher sagt:

      Liebe Frau Finistère, aber bitte gerne – ich habe Sie über Herrn Buddenbohm gefunden, wie so viele(s). Aber ich war überzeugt, Sie seien ein Mann: Ar Gueveur klang für mich so männlich, bärtig und rau. Als ich eben ein bisschen weiter las, kam die „in“-Endung zum Tragen, ach was, eine Autor-in! Schöne Grüße nach B bei K.

  3. Uschi sagt:

    Vielen Dank für die schönen Fotos.
    Liebe Grüße und eine gute neue Woche!

  4. Caroline Bahri sagt:

    Nix rausgehen heute. Sind in Braunschweig bei lieben Freunden und die Stadt war dicht heute wegen Karneval. Aber ich bringe es nicht über mich, „Helau“ zu rufen. Für mich nur „Alaaf“. Deshalb lieber eine Kniffel-Runde nach der nächsten. Außerdem war es grau und kalt und ich habe mit Sehnsucht die Fotos aus Cannes geguckt. Die Sonne fehlt mir so!

    Na, noch ein paar Wochen und ich bin wieder zu Hause in Antibes… Und in der Sonne

    Bis ganz bald grüßt dich Caro

  5. Friederike sagt:

    Ich bin sehr neidisch. Bei uns hiesse das derzeit “Was nass und scheusslich war: rausgehen“. Ich muss ja leider, halbwegs regelmäßig. Oder vielleicht auch: gottlob. Liebe Grüsse aus dem Wald!

    • dreher sagt:

      Ach, das tut mir leid. Also, dass es scheußlich ist und nass. Hier ist es seit gestern auch wieder gräulich und nieselnd, falls das trösten kann. Ich winke vom aufgewühlten Meer zurück!

  6. Eva sagt:

    Ach, wie schön!
    Vielleicht müssen wir das mit dem Stand-up-Paddeln zusammen versuchen? Ich finde das auch verlockend, hab aber den A… noch nicht hochgekriegt .
    Vielen Dank für die schönen Mimosen, es wird!
    Eva