12 von 12 im Juli

Monsieur zieht mich sehr früh aus dem Bett und so sind wir schon um Sieben am Strand. Ist fast noch keiner da. Tolle Stimmung.

Ich mache viele Fotos, eigentlich wollte ich damit an der Meeres-Blogparade teilnehmen, da sie meinen anderen Text, weil er vor dem Ausruf der Blogparade geschrieben wurde und daher zu „alt“ ist, nicht aufgenommen haben. Aber so richtig habe ich keinen Schwung für einen Blogparadentext. Zuhause stelle ich fest, dass der 12. ist, und ich entschließe mich daher mit den Fotos spontan bei 12 von 12 mitzumachen. Sie kennen es schon.

Bin sehr stolz auf die beiden Möwen im Vordergrund, auch wenn sie tiefenschärfemäßig nicht gut rauskommen. Geschwommen sind wir natürlich auch. Bis zur großen Boje. Das Wasser ist sehr lauwarm.

Am Strand. Wir sind zeitgleich mit der Müllbrigade da (nicht im Bild): Ich laufe hinter ihnen her und sammle das, was sie nicht sehen (wollen).

Capri-Sonne Multivitamin. Ich habe fast auf jedem Strand-Müll-Bild der Saison Capri-Sonne dabei. Was ich übrigens nicht mehr anfasse, sind zusammengeknäulte Tempotaschentücher. Die fette Glasscherbe der Vodkaflasche sieht man hier gar nicht.

Auf dem Rückweg an der Schule vorbei. Der „Enkel“ hat angeblich das Brevet geschafft (er steht auf der Liste!) den Abschluss vom Collège, obwohl er gar nicht mitgeschrieben hat. Er hatte nämlich Magen-Darm an den besagten Tagen und muss als Einziger seines Jahrgangs Anfang September nachschreiben. Dass er auf der Liste steht, ist ein „Verwaltungsfehler“.

Neun Uhr zu Hause. Zweiter Kaffee für mich und die Katze fordert ihre Streicheleinheiten ein. Hat sie, weil wir so schnell zum Strand mussten, beim ersten Kaffee nicht bekommen.

Danach Schreiben bis kurz nach Zwölf.

Ich mache Mittagessen. Der Ventilator wandert heute von der Schreibecke in die Küche und wieder zurück. Ohne geht gar nicht. Wir essen drin. Mit Ventilator. Draußen ist es zu heiß.

Nach und nach werden alle Fenster- und Fensterläden geschlossen. Im Prinzip geht es reihum. Immer da, wo die Sonne ist, wird zugemacht. In der Küche schon morgens früh.

Post! Aus Quebec! Nach dem Mittagessen Sieste. Sie wird (für mich) nur kurz. ich will eine Szene zu Ende schreiben. Denken Sie sich erneut das Computerbild. Bis 17 Uhr.

Punkt 17 Uhr klagt die Katze, die zwar nur schlapp herumliegt, ihr Zwischendurchfutter ein. Für mich gibts Grüntee (ohne Bild). Viel trinken muss man bei der Hitze.

Der Gatte handwerkt schon wieder fleißig und kommt nach Hause. Ich werfe schnell eine Maschine verschwitzter Männer(unter)wäsche in die Waschmaschine und hänge sie später auf. Das glamouröse Leben der Christiane D. Schnell noch zur Apotheke und danach den Vorgarten gießen. Ich gieße so lange, bis mir die Schnaken zu aufdringlich werden. Mache ein superschönes Schattenfoto, das bedauerlicherweise winzig klein wird. ich verstehe das nicht.

Daher versuche ich noch ein anderes Bild. Es ist das 13. wie ich gerade merke. Egal. Gegen 20 Uhr machen wir langsam alle Fenster und Fensterläden wieder auf. Es kommen etwas Luft, viel Lärm und viele Schnaken hinein. Abendessen. Danach liest Monsieur einen Roman. Ich weiß noch nicht was ich gleich mache. Nicht sichtbar die Cigales, die den ganzen Tag zirpen wie verrückt und die jetzt, kurz vor Zehn, verstummen. Jetzt quaken die Frösche. Es ist Sommer!

Die anderen 12 von 12er wie immer hier! Und siehe da, da sind sie nicht … der Juli fehlt.  Na gut. Trotzdem mitgemacht :D

ps: bei Micha vom Salzkornblog gelesen, dass Caro vom Kännchen-Blog im KH sei. Ich habe das nirgends gefunden, wünsche aber von Herzen gute Besserung!

pps: ich bin gerade verwirrt, weil Vanessa Giese auch einen Kännchen-Blog hat – ich dachte lange, es handele sich um die gleiche Dame – Missverständnisse kommen daher …

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10 Kommentare zu 12 von 12 im Juli

  1. Ursula Weber sagt:

    Freut mich, von dir zu lesen.
    Vielen Dank für den interessanten Bericht mit den schönen Bildern. Liebe Grüße

  2. Franziska sagt:

    Also, ich habe mich grad sehr über den 12von12-Beitrag gefreut, auch wenn ich mir diesen Monat anhand der Juni-Liste die Blogs raussuchen muß. Es ist kurz vor 0330, es ist warm auch hier in Bonn, und gibt wohl gleich Frühstück. (Macht man doch so, wenn man noch nicht im Bett war, oder?)

    Einen schönen Freitagmorgen-Gruß von

    Franziska

  3. dreher sagt:

    Danke Franziska! Um kurz vor halb Vier! Mitten in der Nacht Frühstück?! *Augenaufreiß-Smiley* Einen guten und ausgeschlafenen Freitag nach Bonn!

  4. Caroline Bahri sagt:

    Bonsoir ma belle,

    ich wähnte dich in den kühlen Bergen. Unsere Nachbarn sind heute nach Valberg aufgebrochen und wir überlegen, ihrer Einladung zu folgen. Es ist hier so warm. Stell dir vor, gestern haben wir 1 Stunde gebraucht, um bei Carrefour vom Parkplatz zu kommen!
    Danke für deine schönen Fotos und verbringt eine kühle Nacht,

    Bisous Caro

    • dreher sagt:

      Jaja, die Berge, die sehe ich nur im aller-retour dieses Jahr. Es ist das erste Jahr, dass ich nicht oben bin im Sommer, aber so höre ich erstmals die Cigales in Cannes, das ist ja auch was. Und ich habe neulich bei Leclerc nicht mal einen Parkplatz bekommen … Sommer in der Stadt …seufz

  5. Marion sagt:

    Oh, kein Durchatmen in den Bergen? Und des Arbeitsplatzes beraubt? Das scheint eine noch härtere Sommersaison zu werden. Puh. Ich persönlich merke, dass ich immer unflexibler werde, in vielerlei Hinsicht, was einerseits bestimmt normal ist (das Alter?), und andererseits sehr hemmend. Vielleicht ist es ja auch nur eine Entschuldigung, um manche Dinge nicht zu ändern, auch im Kleinen.
    Hast Du mal dran gedacht, Pepita auf Diät zu setzen? ;-)

    • dreher sagt:

      Das Leben in einem anderen Land und in einer kulturell anders funktionierenden Gesellschaft und Familie ist eine stete Herausforderung an die eigene Flexibilität- Ich bin sehr stolz darauf, hier dazugelernt zu haben, gebe aber zu, dass es manchmal grenzwertig ist. Dieser Sommer ist sehr grenzwertig aus vielerlei Gründen.
      Pepita bekommt 50 Gramm Diabetiker-Trockenfutter in 5 kleinen Portionen über den Tag verteilt, weil sie es sich nicht selbst einteilen kann. Das ist die vom Tierarzt verschriebene Menge.

      • Marion sagt:

        Ja ich weiß, was es heißt, in einem anderen Land und einer anderen Kultur zu leben. Darauf bin ich ebenfalls stolz. Aber ich wiederhole mich. Dachte allerdings, das wäre irgendwann mal angekommen. Ich glaube, manches ist mehr eine Frage des Charakters als der Nationalität, wobei kulturelle Unterschiede sicher eine Rolle spielen (können).

    • dreher sagt:

      Das Leben in einem anderen Land und in einer kulturell anders funktionierenden Gesellschaft und Familie ist eine stete Herausforderung an die eigene Flexibilität- Ich bin sehr stolz darauf, hier dazugelernt zu haben, gebe aber zu, dass es manchmal grenzwertig ist. Dieser Sommer ist sehr grenzwertig aus vielerlei Gründen.
      Pepita bekommt 50 Gramm Diabetiker-Trockenfutter in 5 kleinen Portionen über den Tag verteilt, weil sie es sich nicht selbst einteilen kann. Das ist die vom Tierarzt verschriebene Menge.

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