Corona Tagebuch – Tag 37

Herzlichen Dank für Ihre Auberginen-Rezepte, ich habe heute dann mutig und motiviert zwei Auberginen erstanden, der Gatte ist hoch erfreut und dankt ebenso! Mal sehen, was ich morgen daraus mache. Ich werde berichten. Ich freue mich, dass es hier so lebendig ist, auch wenn ich nicht auf alles antworte, ich lese, lache und beherzige. Dass ich We’ll meet again nicht kannte, hat mich betrübt. Monsieur kennt es auch nicht, er ist schon ein Nachkriegskind, vielleicht liegt es daran. Aber tatsächlich wurde es kürzlich wieder gespielt, nach der Ansprache der Queen nämlich und ich habe mir heute mehrere Versionen angehört und auch die Informationen dazu gelesen. Und hier das Original.

Wir warten hier ja auf unsere erste Maske, die der Bürgermeister für alle Einwohner hat anfertigen lassen, und die gerade ausgeliefert werden, und mit der wie dann am 4. Mai (das wurde ausgelost) irgendwo die zweite Maske abholen können. Hier ging es neulich auch um Preise von Masken: uns wurden heute von einem Unterwäschehersteller, der auf Masken umgestellt hat, welche angeboten. Wir können sie als „gute Kunden“ vorbestellen: 5 für den Preis von 40 Euro! Es sind diese selbstgenähten, mehrfach gefältelten Masken, für die es von Anfang an Anleitungen im Internet gab. Wir haben keine Farbwahl (gezeigt wurden welche in Rosa!) und geliefert wird (ohne Gewähr) irgendwann im Mai. Ich habe jetzt mal unsere Freitags-Nathalie gefragt, die auch gerade näht, ob sie sie zu diesem Preis herstellen kann. Oder welcher Preis ihr vorschwebt. Als ich ganz am Anfang mit den Masken von der schwäbischen Alb für etwa 10 Euro das Stück liebäugelte, tippte sich Monsieur an die Stirn. Das dürfe nicht mehr als ein paar Pfennige kosten, sagte er und verbat mir, diesen Wucher zu unterstützen. Jetzt, Wochen später, ohne die mindeste Maske, sind wir dann auch bereit 8 Euro für ein rosa Stoffläppchen zu zahlen. Dabei sagte die WHO heute, dass generelles Maskentragen kontraproduktiv sei, auch wenn ich den Beitrag gerade nicht mehr finde. Herr Bonelli hat auch Bedenken und spricht über die Psychologie der Maske.

Heute morgen bekam ich einen Beitrag zugeschickt, der (leider) auf Französisch ist, ich finde ihn aber so interessant, dass ich ihn hier trotzdem einstelle : Und wenn sich alle getäuscht hätten?!, lautet die Überschrift. Nein, es ist keine weitere Verschwörungstheorie, Ärzte haben nur festgestellt, dass 9 von 10 Patienten, die man beatmet, trotzdem sterben, (und der eine, der überlebt, in einem sehr schlechten Zustand ist) weil es sich ursächlich gar nicht um eine virale Lungenentzündung handele, sondern um eine Art Embolie, also um kleine Gefäßverstopfungen in den Blutbahnen, das heißt, es macht keinen Sinn, die Lunge zu beatmen, weil das Blut gar nicht erst in der Lunge ankommt. Also, das ist bisher alles nicht im großen Stil erwiesen, genausowenig wie die Studie mit dem Chloroxyne, aber es scheint, wenn man den Patienten Blutgerinnungsmittel und macrolide (?) Antibiotika verabreicht, geht es ihnen deutlich besser und sie können das Krankenhaus zumindest auf ihren Beinen stehend wieder verlassen. Ich bin keine Ärztin, ich weiß auch nicht, was macrolide Antibiotika sind, ich gebe es Ihnen mal so weiter, der Ansatz scheint Sinn zu machen und im Moment weiß ja keiner was genaues für gar nichts, scheint es.

Das ist ja heute sehr Corona-lastig, eigentlich wollte ich etwas über Müllmänner schreiben, aber was ich mir morgens überlege ist, bis ich abends dann wirklich schreibe, etwas komplett anderes geworden. Daher jetzt einen kleinen Schwenker zu etwas Positivem: Es gab Post heute! Hipphipphurrah! Handgeschriebene Briefe und vegane Glücksgummiherzen, wie toll! Danke! Und es gab den edlen Hochglanzkatalog des monegassischen Deutsch-Internationalen Clubs mit dem Jahresbericht und allen Veranstaltungen des letzten Jahres. Und ich mittendrin! Danke auch dafür!

Noch ein paar Tulpen aus Amsterdam …

Und noch etwas Ballett …

Jetzt soll hier schnell noch Abendessen gezaubert werden. Bis morgen! Machen Sie, was Sie wollen, aber passen Sie auf sich auf!


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8 Kommentare zu Corona Tagebuch – Tag 37

  1. Reiner Wadel sagt:

    Cher Madame,
    zum Problem des Maskentragens finde ich den Beitrag von Herrn Bonelli (und vor allem seiner Unterstützer) viel zu hoch gehängt. Man muss in Deutschland eine Maske tragen im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Das war’s. Niemand verlangt, sich den ganzen Tag über mit einer Maske zu verkleiden, und wer mehrere Stunden eine Maske trägt sollte sich fragen, ob er im falschen Zug sitzt oder beim Einkauf zu sehr trödelt. Niemand weiß auch zur Zeit genau, ob er infiziert ist oder nicht. Die Maske bietet einen kleinen Schutz davor, seine Infektion weiterzugeben. So viel Rücksicht wird man erwarten können.
    Mit Gruß aus dem bald maskenpflichtigen Hessen! R.Wadel

  2. Eleonore Braun-Folta sagt:

    Ab Montag ist in Niedersachsen auch Maskenpflicht in Bus und Bahn und im Supermarkt.Finde ich gut. Es schützt ja die anderen vor meinen Tröpfchen und mich dann vor den Tröpfchen anderer. Habe mir vorgestern eine Maske genäht, die mit den Falten. Die Schrägstreifen zum Binden an der Seite kosten schon für eine Maske ca. 2 Euro, dazu der Stoff. Wer keine Stoffreste hat muss ihn schließlich kaufen. Kostet auch ca 1 Euro. Und ich habe 3/4 Std gebraucht für eine Maske, ich finde also 8 euro okay.
    Dann guten Appetit mit den neuen Aubergine Rezepten. , Elli

  3. Trulla sagt:

    Liebe Christine, Sie sehen mich verwundert. Monsieur verbot (?) Ihnen, diesen (vermeintlichen) Wucher zu unterstützen? Ich gehe doch vermutlich recht in der Annahme, dass er noch nie an einer Nähmaschine saß oder sich per Hand mit Nadel und Faden vergnügte? Es wird Zeit und Material verbraucht, der Begriff Stundenlohn ist überall bekannt.
    Ich staune übrigens öfter, auch in anderen Zusammenhängen, wie gering die Arbeit anderer geschätzt wird, nur weil sie anders gelagert ist als die eigene.

    Nichts für ungut und bleiben Sie beide gesund!

    • dreher sagt:

      Liebe Trulla,

      Es war zu Beginn der Krise, als Monsieur noch davon ausging (ex Apotheker, nein er hat noch nie genäht, aber immer Papiermasken ohne Probleme bekommen), dass wir, wie von der Regierung angekündigt, Papiermasken zum Einmalgebrauch für 14cent/Stück bekommen würden, früher oder später. Er denkt, dass waschbare und wiederverwendbare Masken eher ein Problem sind, weil sie eben nicht (oft genug/heiß genug/gar nicht) gewaschen werden. Nur wiederverwendet. Ich hätte die Masken trotzdem bestellt (ich lasse mir nix verbieten), aber sie werden nicht nach D geliefert.
      In der Zwischenzeit (sechs Wochen später) gibt es für die Normalbevoelkerung immer noch keine Papiermasken, aber alle Naehbetriebe fangen an, welche zu naehen. Weniger performant als die „deutschen“ Masken, die ich im Internet sehe, Stofflaeppchen wie gesagt. Monsieur würde gerne auf Papiermasken warten,irgendwann wird es sie wieder geben, aber ich bestelle jetzt, en attendant, Stoffmasken.
      Liebe Grüße!

  4. poupou sagt:

    die beste auberginenverwendung ist für mich eine parmigiana di melanzane: https://www.chefkoch.de/rezepte/545381152023279/Parmigiana-di-Melanzane.html ich liebe auberginen in jeder form, mein mann mag sie gar nicht – die parmigiana hat ihm auch gut geschmeckt.

    liebe grüße
    poupou

  5. Christiane H. sagt:

    à vos masques, près, partir! ;-)
    seit ein paar Tagen nähe ich auch Stoffmasken, die erste war etwas krumm, etwas knubbelig, danach wurden sie immer besser, sogar richtig schön. Ich habe so viele schöne Stoffreste ( aber fast keine Näherfahrung), aussen und innen habe ich einen verschiedenen Stoff genommen, wenn schon Maske, dann auch chic. Es braucht seine Zeit und Gummis also élastique ist fast so kostbar wie Gold und nicht mehr zu finden.
    Ich bedanke mich sehr für den Artikel über Covid 19. sehr, sehr interessant, ( werde ihn weiterverbreiten) hoffentlich lässt sich dieser Ansatz im “ Grossen“ beweisen und wird von vielen Ärzten untermauert. Es scheint sehr einleuchtend zu sein.
    prenez soin de vous
    Christiane

  6. Karin Penteker sagt:

    Ich habe gestern einen Viererpack einfachste Stoffmasken in crème (gibt nix anderes) bestellt, 10 Franken pro Stück. Im Kiosk nebenan werden die einfachen Papiermasken für 2.40 Franken verkauft, das finde ich allerdings Wucher!
    Aber vielleicht geht’s ja wie mit Klopapier und Nudeln, nach einiger Zeit waren die auch wieder zu haben. Wir hoffen das Beste!
    Liebe Grüsse aus Genf
    Karin

  7. Marion sagt:

    Danke für das super Ballett-Video!