Tag des Buches – La journée mondial du livre

Heute ist Welttag des Buches habe ich gerade im Radio gehört, c’est la journée mondial du livre, da will ich doch schnell auch meinen Beitrag leisten und mein erstes farbig geordnetes Bücherregal vorzeigen, je vous montre donc ma nouvelle bibliothèque classée par couleur. Es gäbe vielleicht noch farbliche Verfeinerungen vorzunehmen, aber das lassen wir für eben mal beiseite. Schön, oder? Joli, hein? Pas encore parfaitement classé, mais pour l’instant ça va. Aber ich habe eindeutig zu viel Rot und Schwarz.

Und zu wenig Gelb. C’est sur, que j’ai trop de livres en rouge et en noir, mais pas assez en jaune. Ich glaube, dass auf dem Bildchen, das ich schonmal veröffentlich hatte, ein bisschen getrickst wurde, um es farblich so frisch hinzukriegen. Insbesondere alle schon seit Jahrzehnten in meinem Besitz befindlichen Bücher haben nicht mehr diese frische Farbigkeit, sie stehen daher auch im anderen Regal und sehen weniger dekorativ aber natürlich sehr gediegen aus. Je ne comprends pas, comment ils ont pu faire cette photo?! Je me doute qu’ils ont triché! Car surtout mes livres anciens n’ont pas une coloris assez forte, du coup je les ai classés dans une autre bibliothèque moins décorative mais aussi érudite.

Man muss bei dieser bunten (Un)ordnung aushalten, dass beispielsweise Krimireihen auseinander gerissen werden.  Nur mal kurz zur Farbe Orange: Ein Band von Fred Vargas steht nun neben Massimo Carlotto und Andrea Camillieri, so weit so gut, bleibt noch im Genre, dann kommt aber gleich ein unsäglicher heiterer Peter Mayle, Erich Maria Remarque und ein London Reiseführer. Remarque wiederum steht neben Trauma-Heilung, der Gebrauchsanweisung für Südfrankreich und einem Meditationsbuch. Daraus könnte man wiederum ein Buch schreiben, oder? Il faut supporter que dans cette ordre de coloris des livres en série sont parfois séparés. Un tome de Fred Vargas se trouve maintenant seul avec les italiens Massimo Carlotto et Andrea Camillieri, pas encore trop grave, ça reste dans le genre.  A la suite on trouve un guide pour Londres, un roman de Erich Maria Remarque, un guide pour la France du Sud et un livre de Méditation. Ça donne de l’inspiration, n’est-ce pas? Grün vielleicht? Ein Roman von Christa Moog, Aus tausend grünen Spiegeln, in dem sie über ihre Umsiedlung in den Westen schreibt und gleichzeitig über Katherine Mansfield forscht (die Geschichte hat mich sehr berührt, weiß irgendjemand was aus Christa Moog geworden ist?) steht neben Alice Miller Du sollst nicht merken und David Sedaris Ich ein Tag sprechen hübsch. Passt auch irgendwie.

Warum gibt es eigentlich so wenige Bücher in Gelb? Oder habe nur ich so wenige? Ich muss zukünftig mal drauf achten, was es alles in Gelb gibt. Wenn ich zwischen zwei Büchern zu wählen habe, nehme ich zukünftig das Gelbe. Pourquoi est-ce qu’il y a tellement peu de livres en jaune? Où est-ce que c’est seulement moi qui n’en ai pas? Prochainement dans le doute j’achèterai un livre jaune! Im Zartgelben steht mein Lieblingsbuch von Birgit Vanderbeke Ich sehe was, was du nicht siehst gleich neben La vie amoureuse d’Adam et Eve von Jean Effel und logisch folgend steht neben dem Liebesleben der Kleine Erziehungsberater von Axel Hacke. Ich hoffe, ich kann mir diese Logik erarbeiten, sie ist irgendwie spielerisch und inspirierend. Nur, ob ich jemals das finde, was ich suche, bleibt dahin gestellt… J’espère que j’arriverai à rentrer cette ordre – qui est surtout amusant et inspirant  – dans ma tête…  pour trouver ce que je cherche, c’est autre chose…

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23 Antworten auf Tag des Buches – La journée mondial du livre

  1. skizzenblog sagt:

    gegen gelbmangel hift nur die reclam-bibliothek ;-)

    • dreher sagt:

      stimmt! weiß nicht, warum ich da außer einem Bändchen Loriot gar nix mehr habe…

  2. Christoph sagt:

    …und ich kann sogar mein Buch deutlich erkennen. Das ist ja klasse! :-)

    • dreher sagt:

      *lach* und es steht neben „eat, pray, love“ hihi ;)

      • Christoph sagt:

        Das wiederum habe ich nicht erkannt – ist wohl auch besser so…

        Was jetzt kommt, ahnst du wahrscheinlich schon: Meine Adleraugen haben gesucht und gesucht, aber mein Zweitwerk ist nicht zu sehen! Wie kommt das denn bitte schön, na? Es müsste in der braunen Ecke stehen! (DAS klingt ja jetzt mal so richtig schön missverständlich, o je…) Als einzige Ausrede lasse ich gelten: „Das Buch steht deswegen nicht im Regal, weil es auf meinem Nachttisch liegt, denn ich lese es gerade zum dritten Mal hintereinander!“ ;-)

        Lieben Gruß aus Nürnberg!
        Christoph

  3. Christoph sagt:

    Was gibt’s denn nicht zu verstehen? Ich hab nur das erste meiner beiden Bücher ausmachen können und „vermisse“ das neue, das du großartigerweise ja auch hattest kaufen wollen (und das einen eher braunen Rücken hat). Jetzt kapiert? Ich bin selbstredend weeeeeit davon entfernt, dich ärgern zu wollen, kennst mich doch… ;-)

    • dreher sagt:

      ok ok, dein Kommentar wurde nur bis „Adleraugen“ angezeigt, als ich ihn freigab, ich dachte, du wolltest mich auf literarische Qualität prüfen – dein Buch liegt aufm Klo… ;) da passt es farblich so schön ;)
      nee, gemach… habs noch nicht gekauft, Schätzchen, da ich immer ein paar deutsche Sächelchen zusammen bestelle, das Auslandsporto, du verstehst… aber es werden dringend noch ein paar gelbe Bücher benötigt, die Bestellung wird nicht mehr lang auf sich warten lassen (hast DU eigentlich mein Buch gekauft?) ;)

      • Christoph sagt:

        Ich hab mich tatsächlich damals erst mal nicht zu einem Kauf durchringen können, weil ich deinen Blog intensiv mitgelesen hatte und daher gedacht hab: Kenn ich dann ja alles schon. Aber ich hab’s dann doch mal zum Verschenken gekauft, von daher kann ich reinen Gewissens „Ja“ antworten! :-)

        Klo, pffft! Ich will ja nicht ins Detail gehen, aber der Buchumschlag ist eher in so einem rötlichen Braun (eigentlich bräunlichen Rot) gehalten, das mir zumindest in meiner Schüssel noch nicht untergekommen ist… :-DDD

        Zwei empfehlenswerte knallgelbe Bücher: Tex Rubinowitz / Jörg Metes: „Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen“ (in so nem komischen Kölner Verlag erschienen, den wir beide ganz gut kennen) und Jim Knipfel: „Blindfisch“. Ersteres ein einziger Kalauer, SEHR lustig, nach meinem Geschmack zumindest; Zweiteres ziemlich ungewöhnlich, ergreifend, stellenweise saukomisch und ganz schön heftig, wenn ich mich recht erinnere. (Und wer hat’s damals auf Amazon rezensiert…? Gott, auch schon wieder zehn Jahre her, der Wahnsinn.)

        Schöner Spaß, Buchempfehlungen nach Farben! :-)

        • dreher sagt:

          oh fein! thânks! ich wills nicht so doll vertiefen, wir sind ja hier öffentlich (ich wusste nicht mal, dass du meinen Blog gelesen hast, bzw. auch diesen anscheindend liest) – bräunliches Rot gibts hier schon manchmal, so alle vier Wochen, uärghs… irgendwann schreib ich mal über die beginnenden Wechseljahre, hihi…

          • Christoph sagt:

            Was mir gerade erst auffällt, bezüglich deines „Nix verstehen“-Posts: Du antwortest auf Kommentare, die du gar nicht bzw. von denen du nur die ersten zwei Zeilen gelesen hast??? Freischalten nach nur zwei Zeilen ist ja schön und gut, aber Antworten??? Ich kenne mich ja nicht so dolle aus mit den Gepflogenheiten in der Blogosphäre, aber ist das nicht, ähm, ein bisschen sinnlos? Fragt leicht irritiert:

            Christoph

          • dreher sagt:

            na lieber christoph, ich sah nur das und dachte das sei dein ganzer kommentar. daher dieses nicht verstehende «hä» – du erbsenzähler… :-*

  4. Olaf sagt:

    Schöne helle Bleibe…
    Das eine Regal spricht doch bestimmt schwedisch und heißt BILLY, oder nicht ?
    An die farbliche Sortierung kann ich mich allerdings nicht wirklich gewöhnen. Ich stelle mir gerade vor, ich gehe in einen Buchladen und sage: „Guten Tag, ich möchte gerne ein rotes Buch.“ Wahrscheinlich hat das Geschoß, das nach einem lauten Knall dann mit 800 m/ sec aus 1,5 m Entfernung auf mich zufliegt, einen Durchmesser von 9 mm…
    Und das aktuellste, was über Christa Moog zu finden war, war das hier (stammt allerdings aus 2008):

    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/eine-schriftstellerin-fuehrt-berlins-erstes-literaturhotel-buecher-zum-fruehstueck,10810590,10540636.html

    Von ‚ambourg nach Kann
    von
    Olaf

    • dreher sagt:

      *lach* da machst du Monsieur aber sauer, das Regal ist massgefertigt, drei Meter hoch und heisst wenn überhaupt so wie Monsieur… nicht täuschen, das schöne helle zweite Foto ist nur ein Deko-Bildchen!
      Das ist heute bestimmt nicht mehr so schlimm, wenn man ein rotes Buch verlangt… heute wirst du bestimmt gefragt, zu was es denn passen soll… zu meiner Zeit war es vielleicht noch arrogant und elitär im Buchladen, aber das ist heute alles anders ;)
      Allerherzlichsten Dank fuer den link zum Literaturhotel! Superschön!

  5. Gerd Ziegler sagt:

    Hm. Ich stelle mir soeben vor, dass eines Tages das eBook seinen Siegesmarsch durch „die Regale“ machen wird. Verkaufsregale meine ich, denn das Bücherregal würde es nur noch als nostalgischen Akzent geben. 3000 Bücher in einem dünnen 90 g schweren Kästchen, gegenüber 1.800 Kg Pappe und Papier bzw. 7.560 kWh/kg an Brandlast (gem. DIN 18 230 Teil 3).

    Geliebäugelt habe ich schon mit einem eBook. Zumal man keine Lesebrille mehr braucht, da die Einstellung der Schriftgröße unproblematisch ist. Das „eingebaute“ Lesezeichen ist auch praktisch sowie die Möglichkeit, Textabschnitte reversibel zu markieren. Die Blätterfunktionen sind unterschiedlich. Entweder betätigt man völlig ungewöhnlich wie bei echten Büchern eine Taste, oder man vollführt eine Geste vor dem Display (was manchmal recht ulkig aussieht, wenn man eBook-Leser beobachtet). Letztendlich ist mir das gedruckte Buch doch lieber.

    Denn – lästige Fliegen sollte man mit dem eBook nicht erschlagen. Das wäre sozusagen ein schlagendes Argument für das Printmedium.

  6. Fabulatoria sagt:

    Ich könnt das ja nicht. Ich lese so Buchreihen, wo jedes Buch einer Serie eine andere Farbe hat. Das wäre gruselig die auseinander zu reissen, also Respekt zu diesem Mut. Und ein Lob an Monsieur hat er gut gefertigt das Regal.

    Liebe Grüße, Carmen

    • dreher sagt:

      ja, was lange währt… ich musste ziemlich drängeln für die Regale (sind mehrere), jetzt ist er aber auch ganz stolz ;)
      und das mit den Farben, naja, war so ne Schnapsidee… pourquoi pas?!

  7. Eleonore Braun-Folta sagt:

    Wo sind denn die großen Bücher? Auch nach Farbe sortiert? Davon habe ich nämlich sehr viele. Das wird schwierig. Zu meinen gelben Büchern zählen: Ayurveda Handbuch, Der Biogarten, Homöopathische Notfall- Apotheke, Medizin der Erde, Genial kochen mit Jamie Oliver und ein Reiseführer Provence& Cote D’Azur. Also eher alles Ratgeber. Das wird ein ganz schönes Durcheinander, wenn ich alles nach Farben ordne. Schwarz habe ich auch sehr viel. Das sind eher Krimis. Serie von Agatha Christie oder die Eifel- Krimis.
    Schöne Grüße Elli

    • dreher sagt:

      alles in anderen Regalen, da stehen ein paar Meter BD’s, Bildbände, Kinderbücher, Lexika, Garten, Gesundheit, Uni, jede Menge Kisten mit Fotos, Briefen, Erinnerungen und alles, was es sonst noch gibt – dort eher sachlich geordnet – ein Meter Kochbücher steht in der Küche, neben dem Bett ist ein kleines Möbel voller Bücher und Zeitungen, die ich lese oder lesen will… ich habe mich beim endgültigen Umzug nach Frankreich ja von so viel getrennt – aber ein Zimmer voller Kram ist es immer noch: mein Zimmer! :)

  8. barbara sagt:

    oh bei mir ist das alles kunterbunt durcheinander…also weder nach Farben noch nach Grösse noch nach Autor noch nach Genres organisiert….im Zweifelsfall wenn ich aufräume, dann organisiere ich nach Grösse. Das mit dem nach Farben sortieren hab ich auf den diversen Design-Blogs schonmal gesehen und sieht wirklich toll aus! Und auch Dein Regal sieht richtig toll aus! Zou Bisou…