Cannes – Le Festival

Es hat begonnen, Le Festival de Film de Cannes – zum 65. Mal! In Cannes, das wie jedes Jahr mit gigantischen Pressefotos geschmückt wurde: Cannes fait le mur heißt diese Open-Air-Ausstellung, sehen dieses Jahr Schauspieler und Regisseure, die Kino-Geschichte geschrieben haben, auf uns herab und lassen uns so die vergangenen fünfundsechzig Jahre Filmfestivalgeschichte wieder erleben.

Ich hatte noch keine Zeit mich flanierend durch die Stadt zu drängeln, um Romy aufzunehmen oder Ingrid Bergmann oder Annie Girardot, ich lichtete nur im Vorübergehen zwischen Markt und Bus, Herrn Hitchcock ab, der gewichtig am Rathaus hängt.

Nun, die Eröffnung war gestern Abend, mit dem schrägen Film  Moonrise Kingdom von Wes Anderson – heute erster Tag, erster Film der offiziellen Auswahl – mit Marion Cotillard (die man sicherlich noch als Edith Piaf in La Mome in Erinnerung hat), und Cannes jubelt über diesen starken Auftakt – De Rouille et d’Os (Ich übersetze das mal frei mit „Von Rost und Knochen“) boulverse la Croisette titelt begeistert der Figaro und mehrere Redakteure des Figaro gäben dem Film, in dem Marion Cotillard eine Beinamputierte spielt, sofort drei Palmen…

Mit Marilyn im Kino wär jetzt schön, aber auf meinem Schreibtisch läuft leider ein ganz anderer Film, so dass ich bislang keine live-Fotos posten kann, schnüff – keine Zeit mich durch die Stadt zu schieben – ich informiere mich auf der offiziellen Festival Seite bei facebook, die schön übersichtlich ist, und gebe Ihnen hier noch arte und die offizielle Website, dort können Sie zum Beispiel alle bandes-annonces, die Trailer auf gut deutsch, der offiziellen Filme sehen.

So sind Sie ganz bestimmt auf dem Laufenden, auch wenn ich zwischenzeitlich nicht so schrecklich aktuell sein sollte… immer vorausgesetzt, dass Sie dieses Cinema-Spektakel interessiert, natürlich nur…

Sollte ich wieder einen Fuß auf den roten Teppich setzen, werde ich berichten! Bestimmt! Und sollten Sie hier ganz neu sein, und das gar zu dürftig finden, was ich zum Festival zu berichten habe, können Sie zur Einstimmung ja gern nochmal meine Cannes-Berichte vom letzten Jahr lesen… klicken Sie einfach rechts  bei den Schlagwörtern auf „Filmfestival“ – man will sich ja nicht ständig wiederholen… ;)

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5 Antworten auf Cannes – Le Festival

  1. Käte Schaeffer sagt:

    Mit Ihrem Buch im Gepäck werde ich morgen nach Cannes fahren und morgen abend wohl schon über die Croisette wetzen, um meine Akkreditierung zu holen…. (dann klappt es bei mir hoffentlich mit dem Filmegucken.. Witzigerweise war ich ja im April ebenfalls in London und fand’s dort sehr schön, so höflich und entspannt. Nun hätte ich ja die konkrete Anfrage, ob’s was Neues in Cannes zum lecker Essen gibt??? Ansonsten hätte ich den Tip, mal in die Villa InrockS zu gehen, die anscheinend normalerweiler die Mediathek ist, denn dieses Jahr bekommen jeden Tag 400 Cannois eine Freikarte – zu Musik, Getränken und wunderschönem Garten….
    Über Cannes-Tipps würde ich mich sehr freuen!

    • dreher sagt:

      Ach Mensch, da wissen Sie schon mehr als ich – habe eben alarmiert ein Heftchen durchgeblättert – ja, stimmt die Mediathek (Villa Rothschild=Villa InRocks) ist zur Zeit der In-Ort schlechthin, gibt dort normalerweise after-work-parties und Jazzkonzerte hin und wieder (Villa und Garten, von Herrn Rothschild in dunkler Zeit gerne übernommen, sind überhaupt ein schöner Ort) – le Cannois und la Cannoise dürfen sich jetzt jeden Morgen ab 9 für Freikarten am gleichen Abend anstellen… wenn man das will, sage ich nur. Auf der Plage Macé gibts open-air Kino für alle, immer im Rahmen der verfügbaren Plätze (zur Zeit ist der Sand nass, hat den ganzen Tag geregnet), also rechtzeitig anstellen… aber das wissen Sie vermutlich alles besser als ich, wenn Sie akkreditiert sind und sich außerdem dafür interessieren – an mir gehts dieses Jahr irgendwie vorbei.
      Zum Essen – gibt immer mal kleine Buffets für die Cannois auf den Märkten, immer ab 11,30 Uhr: morgen (schaffen Sie das noch?) auf dem Marché Forville, am 24. Marché Gambetta, am 26. in La Bocca (weniger schön da, aber vielleicht auch weniger voll) –
      Es gibt einen der kleinen kiosque snack, der letztes Jahr leckere frisch gemachte und sehr üppige Salate anbot und sogar selbstgemachte Apfeltarte – der war letztes Jahr top, nicht teuer, aber nur wenige nicht sehr schöne Sitzplätze rund um den Kiosk, rauer Service ;) – gut für schnell zwischen zwei Filmen – aber ob es dieses Jahr der gleiche Betreiber ist weiß ich nicht – der Kiosk (die haben alle Nummern und Namen, aber die weiß ich leider nicht) liegt auf der Promenade de Pantiero, vor dem Hafen, den man gerade vor lauter weißen Zelten nicht sieht –
      um wirklich gut (und nicht zu teuer ein Menü) zu essen – Les Bons Enfants, im letzten Zipfel der Rue Meynadier, das ist leider schon kein Geheimtipp mehr –
      Ansonsten am Strand schön, recht gut aber teurer, mittags aber auch ein Plat du jour – aber man bezahlt dennoch das Strandambiente: liegt alles an der Plage du Midi, fußläufig zu machen: Blue Beach, Waikiki Beach, Riviera Beach – ich glaube, ich finde den in der Mitte am besten – weiß nicht, ob die Preise während des Festivals angezogen haben. Das ist alles nicht neu, aber bewährt!
      Viel Vergnügen!
      Mein Buch hat mit Cannes aber gar nix zu tun, freut mich trotzdem…

      Wenn es Austern sein sollen oder anderes Meeresgetier: Astoux et Brun hat schräg gegenüber einen kleinen (weniger teuren) Annex an der Ecke zum Marché Forville – und Bistro Gourmand könnte ich noch sagen, andere Ecke vom Marché Forville… teuer, sehr gut, unbedingt reservieren… uff...
      Und vor dem Pacific kann man jetzt auch ein bisschen draussen sitzen, ist nämlich jetzt Fußgängerzone, nicht sehr charmant, wie gehabt… neben einem Sexshop gegenüber des hässlichen Parkhauses am Bahnhof „L’encas“ (?!) – netter Besitzer, günstig, gar nicht schlecht… jetzt aber Schluss!

  2. dreher sagt:

    Liebe Käte, ich dachte mir gerade, dass Sie vielleicht Ausgehtipps suchten oder einen netten Laden oder was weiß ich – ehrlich, weiß ich nix. Ich lebe hier ein unglamouröses Leben: arbeite zu Hause, gehe hier einkaufen, kaufe meine Klamotten bei H&M in Nizza, gehe zum Yoga, ans Meer, zum Malen, manchmal Essen – ich kenne keine Clubs, keine In-Bars, keine Szene, keinen Besitzer einer Yacht, nicht den angesagten Laden etc. In Cannes gibt es meines Erachtens keine Überraschungen – keine alternative Nischenkultur – vielleicht in der arabischen Welt, aber da habe ich keinen Zugang. Insofern dümpelt die Kategorie „Tipps für Cannes“ auch vor sich hin auf meinem Blog: es gibt keine, zumindest keine, die ich nennenswert finde.
    Ich kann Ihnen meinen Friseur nennen, meinen Tierarzt, meinen Bäcker, meinen Optiker, meinen Augenarzt… Käse kaufe ich manchmal auf dem Marché Forville bei einem kleinen Stand in der Mitte gleich neben den Eiern, Gemüse gerne bei den Omis ebenfalls in der Mitte des Marktes, da kriegen Sie manchmal auch gutes Olivenöl, und 15 Euro pro Flasche sind ok. Ansonsten kaufe ich in große Supermärkten, wie alle… aber sonst?!

    Und zum Begriff „teuer“ das bezieht sich auf mein Portemonnaie – in Cannes gibt es nach oben ja kein Limit… und der aktuelleste Tipp: es regnet und stürmt gerade – aber da können Sie aber vor Ort bei den Mamadous einen Schirm kaufen, dann tun Sie ein gutes Werk nebenbei – das ist so ein Scheißjob!

    Dennoch, viel Vergnügen!

  3. Gerd Ziegler sagt:

    Es filmte ein Regisseur aus Vannes,
    sich selber nackelich in der Wann‘.
    Mit diesem Sch…
    gewann er ’nen Preis,
    bei den Filmfestspielen in Cannes.

    Nein – ich bin keine Kunstbanause (nur manchmal…)

    Ich wünsche besseres Wetter an die Côte d’Azur

  4. ichbins sagt:

    … wen interessieren schon die Filme —- aber die Kleider !!!