Blau und Gelb

Das Wochenende war überwiegend blau und gelb. Samstags wars blau. Blau kennen Sie ja schon zur Genüge, aber ich kann nicht anders. Die aufgeblähten Segel fand ich zu hübsch. Klicken Sie drauf, dann sieht man’s besser!

Der Sonntag war dann überwiegend gelb. Fete du Citron in Menton.

Muss man das gesehen haben? Hm. Einmal vielleicht. Schrauben Sie die Erwartungen runter, es ist nicht so, dass Sie vor Begeisterung in Ohnmacht fallen würden. Aber, falls Sie zu der Zeit grade in der Nähe sind, fahren Sie ruhig hin. Menton ist ja sehr hübsch und hat seit letztem Jahr zusätzlich ein modernes Museum, das Musée Jean Cocteau, mit einem hübschen, aus Kieselsteinen gepflasterten Platz davor und einem Museums-Ableger in der kleinen Bastion. Das Museum ist, tja, auch nicht gerade zum Atem anhalten vor Staunen, weder von der Architektur noch von der Sammlung, aber alles in allem ist es eine nette Ergänzung zum zitronigen Bundesgartenschau-Karneval-Ambiente.

Dann habe ich immerhin Zitronen gekauft, um den hier allgegenwärtigen Limoncello selbst zu machen. Sie können ihn natürlich auch fertig kaufen, das ist aber, glauben Sie mir, nicht dasselbe. Ich mochte Limoncello früher nicht so gerne, aber selbst gemacht ist er wirklich ein Genuß, wenn man eisgekühlten zitronig-zuckrigen-Likör mag, natürlich nur. Heute morgen habe ich die Zesten von 9 Zitronen in Alkohol eingelegt und die Wohnung und meine Hände riechen noch sagenhaft zitronig. Möchten Sie das Rezept? Geht ganz einfach, wirklich! Sie können natürlich auch Tarte au Citron machen, da habe ich ein gutes Rezept, das aber schon als „délicat“ gilt, nicht ganz einfach, um es mal so zu sagen. Sagen Sie mir, ob Sie das interessiert, dann liefere ich die Rezepte nach.

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6 Kommentare zu Blau und Gelb

  1. Lothar Wiesweg sagt:

    Diese Bilder, … diese Farben, … dieser Text, … hier scheint zwar nun endlich auch die Sonne, aber – alles nix gegen deine, in diesem Ambiente! Ich gestehe: ich bin total neidisch, will ich deins auch alles sehen und genießen! Und bitte auch Rezept von „tarte au citron“ … Mit Limoncello und Tarte au Citron kann ich mir das dann alles (noch) besser vorstellen. Danke.

    • dreher sagt:

      :) danke, lieber Lothar … ok, Rezept folgt – ja, Menton ist schön, man könnte zu Fuß nach Italien laufen übrigens und wir haben ein sehr leckeres Risotto mit Meeresfrüchten gegessen, aber glaub mir, es war total drängelig in der Stadt, im Zug und vor allem beim Zitronenspektakel, das ist anstrengend, und soo toll ist Big Ben in Zitronenform auch wieder nicht … bei Herrn Cocteau war’s dagegen erholsam und ruhig, dramatische Stummfilmszenen mit Sarah Bernhardt und heldenhafte Posen von Jean Marais wollte gestern fast niemand sehen :)

  2. Simone Heller sagt:

    Natürlich interessieren wir uns für die Zitronentarte, das ist doch keine Frage.
    Vielen Dank für die herrlichen Eindrücke.
    Liebe Grüße
    Simone Heller

  3. Petra sagt:

    Oh my God, so lecker! Vielen, vielen Dank für das Rezept. Zesten sind wohl die Schalen? Muss man natürlich unbehandelte kaufen. Auf das Rezept der Tarte de Limon bin ich auch scharf, habe schon eine fertige Lemon Tart hier gekauft, aber selbstgemacht ist bestimmt sehr fein.

    • dreher sagt:

      yes Dear, Zesten sind die Schalen, aber sie werden in winzigen Streifchen ohne das Weiße!!! von der Zitrone abgekratzt, es gibt extra einen Zestenschäler dafür – sieht man auf einem der Fotos (klick mal das Foto links neben den Limoncello-Flaschen an, vorletzte Reihe, dann wird es groß und du kannst es gut sehen) – braucht man das? Hm – zwei, dreimal im Jahr, wenn man Zitronentarte macht und Limoncello – sonst eher nicht, kostet aber nicht die Welt.

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