Land-Art

Und schon geht’s weiter … auf einer der kleinen Inseln vor Cannes, der Ile St. Marguerite, ist zur Zeit eine (kleine) Land-Art-Ausstellung. Französische und lappländische Künstler haben dort ephemere Natur-Kunst installiert. Ich bin ein großer Fan von Andy Goldsworthy (googeln Sie mal seinen Namen unter Bilder, wenn Sie ihn nicht kennen, großartig!) und war gespannt darauf, was ich zu sehen bekäme. Hmpf. Nennen wir es mal médiocre, mittelmäßig, um freundlich zu sein. Ganz ehrlich, die Natur auf der Insel schafft, ohne sich groß anzustrengen, eindrucksvollere Kunst, als das, was dort geschaffen wurde. Ist natürlich nur meine unmaßgebliche Meinung. Anbei ein paar Fotos zur Dokumentation.

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10 Kommentare zu Land-Art

  1. Christiane sagt:

    Aahh, wie schön, dass es wieder Nachrichten und Fotos aus Cannes und „Umzu“ gibt! Vielen Dank für die Einblicke in die Ausstellung – die Fotos sind ja trotzdem schön, auch wenn die Werke tatsächlich nicht sensationell sind. Umso mehr die spektakuläre „Natur-Kunst“ von Goldsworthy – danke auch für diese inspirierende Anregung.
    Herzliche Grüße aus dem Norden Deutschlands, wo inzwischen der Frühling endlich auch eingezogen ist!
    Christiane

    • dreher sagt:

      hmmm merci :)
      ich dachte, vielleicht wird nicht ganz klar, dass nur die ersten fünf Fotos „Ausstellung“ sind (und da habe ich noch nur die schönsten Werke genommen) der Rest ist vorgefundene Natur-Kunst ;)
      Es gab ein „Kunstwerk“ aus kleinen vertrockneten, weil herausgerissenen Bäumchen, das hieß „nature morte“ – das konnte ich nicht mal fotografieren, so schlecht finde ich das. Und das auf dem Plakat abgebildete Kunstwerk habe ich leider nicht gefunden, dabei habe ich zweimal die Runde gemacht.

  2. Gerd Ziegler sagt:

    …Andy Goldsworthy (googeln Sie mal seinen Namen unter Bilder, wenn Sie ihn nicht kennen, großartig!)…

    Habe ich gemacht und muss sagen, dass mir seine Arbeiten sehr gefallen. Das ist Kunst, die sogar ein Kunstbanause wie ich einer bin versteht.
    Und wenn sich Zeit, Wind und Wellen die Werke Goldsworthys zurückholen, braucht sich auch niemand Gedanken wegen Kunstraub machen (ich denke dabei an Edvard Munchs Gemälde „Skrik“, welches man besser mit einer Briefmarke als Rückporto ausstatten sollte…).

    Grüße aus dem Bergischen Land
    Gerd

    • dreher sagt:

      Freut mich, aber Kunst ist ja sehr subjektiv – Goldsworthy ist manch einem vielleicht schon zu banal, zu glatt, zu schön – der Schrei „gefällt“ zwar nicht so leicht, lässt einen aber auch nicht mehr los.

  3. Marianne sagt:

    Hallo Christjann,
    ich schließe mich dem vorher gesagten insofern an, dass diese Ausstellung leider wenig mit Land-Art zu tun hat. Deswegen auch die etwas na ja, wie soll ich es ausdrücken, ich will ja auch niemand beleidigen, hausbacken „gehäkelten“ Arbeiten. Ich hätte mit den Materialien vor Ort versucht zu arbeiten. Natürlich liegt die Schönheit immer im Auge des Betrachters und deshalb ist auch für jeden Geschmack etwas zu finden. Und natürlich gibt es immer wieder geniale „Jahrhundert-Würfe“, die fast JedeR kennt und die einen nicht so schnell loslassen.
    Die Arbeiten von Andy Goldsworthy kenn ich schon sehr lange und freue mich immer wieder darüber, habe auch 5 Bücher davon; Sommerschnee ist unglaublich genial.
    Dagegen sind die Arbeiten der Land-Art Ausstellung schon sehr „flach“.
    Sehr viel mehr freuten mich Deine Fotos, vor allem das mit der Bucht und dem langen kahlen Stamm, (daran hätte ich gerne Land Art daraus gemacht), obwohl es ja auch einfach so vorgefunden doch schon toll ist.

    Und ich finde es sehr schön, dass Du trotz Zeitmangel uns immer wieder an Deinem Leben teil haben lässt. Ein Brief an Dich ist unterwegs, Du weißt ja, dass ich immer noch am Liebsten per Hand etwas verfasse.

    Grüße an Alle im jetzt doch auch bei uns so tollem Frühling (…….läßt sein blaues Band……..), das hat Eduard Mörike ca. knappe 10 km von hier in dem Dörfchen Pflummern kreiert und das passt doch jetzt haargenau.

    Frühling läßt sein blaues Band
    Wieder flattern durch die Lüfte
    Süße, wohlbekannte Düfte
    Streifen ahnungsvoll das Land
    Veilchen träumen schon,
    Wollen balde kommen
    Horch, von fern ein leiser Harfenton!
    Frühling, ja du bist’s!
    Dich hab ich vernommen!

    Eduard Mörike

    Damit die schwungvollsten Frühlingstage für Alle.
    Grüße auch an Thierry und an Dich
    Marianne

    • dreher sagt:

      Danke, liebes Marijannchen,
      es gab gestern schon eine Diskussion auf Facebook zu eben diesem nicht durchgängig eingehaltenen Arbeiten mit vorgefundenem Material und dem Befriff „ephemer“. Die fehlt natürlich hier.
      Ich finde auch, dass das alles ja aussieht wie „selbst gehäkelt“, banal irgendwie. Es gab noch eine Skulptur, die mir vorkam wie für einen Kindergarten gemacht, mt bunten Holzklötzchen an den Ästen, dann ein kleines Saurierskelett aus Steinen und in einen Stamm wurde ein winziges Bänkchen für Verliebte gehauen. Naja. So schön, so unoriginell. Am Schlimmsten aber fand ich wie gesagt „nature morte“.
      Aber der Baumstamm ist toll, der lang da einfach so. Großartig. Mehr braucht es nicht, finde ich. Die Wurzeln im Wasser finde ich auch schön. Die Insel ist einfach toll, so wie sie ist.
      Danke für Mörike – hier ist es heute (!) sonnig, endlich, aber ich bin krank. Der Gegenschlag nach zu viel Druck.
      Freu mich auf deine Post
      bises
      C*

  4. Ilse sagt:

    endlich kann man wieder die wunder der natur erleben und genießen. frühling ist für mich die schönste jahreszeit.
    die „kunststücke“ – vor allem der ziegenkopf – der ausstellung erinnern mich etwas an eine zeitschrift mit dem titel „landlust“, dort ist auch vieles selbstgehäkelt – oder gartenausstellungen, die von „homes and gardens“ und ähnlichen zeitschriften veranstaltet werden. dort kann man dann von der verrosteten gartenpforte bis hin zur kaffeemaschine alles erdenkliche teuer erwerben. man muss sich wundern, womit die leute heutzutage ihr geld verdienen.
    ich wünsche dir gute besserung. gegen stress helfen mir morgens nach dem aufstehen ein paar yoga-übungen. bewegung ist auf jeden fall hilfreich.
    lg
    ilse

    • dreher sagt:

      Danke, Ilse, ja, es mangelte vor allem an Bewegung die letzten Wochen …
      Ich war sogar eine Zeitlang Abonnentin von Landlust – aber irgendwann war es gut mit der romantisierten Landwelt für Städter ;)
      der Frühling lässt sich hier noch sehr bitten … so einen zähen Winter und einen zögerlichen Frühling gab es hier auch lange nicht –
      grüszchen
      C*

  5. Marion sagt:

    Hi Christiane,
    nichts zum Thema Land-Art, sondern Geld-Art…. Gerade entdeckt:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/korruption-in-cannes-die-stadt-der-millionaere-und-ihre-politiker-a-900026.html
    Von dem Bürgermeister hattest Du ja auch schon mal berichtet…
    Für einen Bericht vom Festival hast Du vermutlich dieses Jahr keine Zeit? Oder keine Lust? :-)
    Liebe Grüße (das Wetter hier ist auch nach den Eisheiligen nicht schöner oder wärmer, trotzdem habe ich mir vorgenommen, bald mal ins Freibad zu gehen)
    Marion

    • dreher sagt:

      Danke für diesen Artikel, Marion, genau so ist es – ich könnte noch x-Zusätze machen – das ist es auch, was das Leben hier so eklig macht, finde ich, trotz der Palmen, der Sonne und dem Meer – es sei denn man kann es ausklammern – als Urlauber oder wenn man mit dem Bürgermeister in einem Kistchen sitzt und Champagner süppelt … es wird nix dabei herauskommen, glaub mir, die Arme der Korruption sind lang!
      Ich hab zur Zeit viel zu tun, lag außerdem bei schönstem Sonnenschein hier eine Woche flach und jetzt MUSS ich arbeiten, Halsweh hin oder her, und ich würde supergern noch einen Artikel schreiben, dochdoch, weiß nur nicht, ob ich es schaffe. Hier regnet es in Strömen, wie jedes Jahr zum Festival …
      Grüße aus dem Sumpf
      C*

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