La rentrée

Es ist soweit: Der Strand gehört am frühen Morgen wieder den Möwen, den Tauben und uns. Es ist la rentrée, alle sind zurückgekehrt an ihren Wohn- und Arbeitsort und fangen wieder an zu arbeiten, so die Firmen zwischenzeitlich nicht pleite gemacht haben. Wie ich gerade der Süddeutschen entnehme, soll das in Italien zumindest vorgekommen sein. Die Schulen aber sind noch da, ein paar Lehrer gibt es auch noch …

… und so hat der Unterricht heute wieder begonnen. Nach zwei Monaten Ferien waren die Kids richtig begierig endlich wieder zur Schule zu dürfen. Alles ist neu, die Schulsachen, der Schulranzen, der Klassenraum, die Lehrerin und neue Mitschüler gab es auch: stell dir vor, gaaanz viele Italiener haben wir, die sprechen gar kein Französisch! empörte sich kopfschüttelnd Emilie. Na, dann sprichst du italienisch mit ihnen, schlage ich vor, denn Emilie kann ganz viel italienisch, sie kann „ciao“ sagen und „buon giorno“ und „spaghetti“ und natürlich „un gelato al limon“, denn wir haben in den Bergen viele alte Vinylplatten von Paolo Conte gehört und leidenschaftlich „un gelato al limon“ und „ah, Sud America, Sud America, Sud America“ mitgeträllert. Aber so weit kommts noch, die sollen mal französisch reden, die Italiener, findet Emilie. Mich korrigieren die Kids auch immer stärker: „es heißt la souris, Christjann, das habe ich dir schon so oft gesagt“ heißt es streng, und ich weiß auch nicht wieso ich immer „der Maus“ sage, im deutschen ist die Maus ja auch weiblich.

Gerade habe ich einen alten Text von mir nachgelesen, den ich vor zwei Jahren über la rentrée verfasst habe, ich mache mal wieder Blog-Recycling und stelle ihn erneut hier rein, er ist immer noch oder auch immer wieder aktuell:

La rentrée

Es gibt ja so Tage im Jahr, wo man den festen Vorsatz hat, alles zu ändern. Oft ist es „morgen“. Ab morgen etwa will Monsieur weniger Wein trinken. Ein kleines, feines, schon häufig gehörtes Änderungsprojekt, letztlich aber schwierig in der Umsetzung. Mein großes Änderungsprojekt, das in viele Kleinprojekte unterteilt ziemlich oft „morgen“ beginnt, heißt „gesünder leben“. Die Unterprojekte „früher schlafen und früher aufstehen“, „mehr Yoga“, „weniger Schokolade“ gipfeln in „Fasten“, was als ganz großes Projekt für …ähm… sagen wir „nächstes Jahr“ vorgesehen ist. Große Änderungen beginnen ja oft „nächstes Jahr“. Der erste Januar eines neuen Jahres ist insbesondere für die Körper-Entgiftung ideal, denn da sind Kopf und Körper noch so schwer, dass außer zwei sprudelnden Aspirin gar nichts geht. Bester Tag also für den künftigen Wein-Entzug oder gleich der Übergang zu einer kleinen Fastenkur?!  Das von lauter guten Vorsätzen schon nicht mehr ganz so luftig-leichte neue Jahr ist im kalten dunklen Februar ohne Wein und Schokolade dann aber doch nicht zu ertragen und weg sind sie, die hehren Ziele. Daher hat der Franzose noch eine zweite Saison im Jahr erfunden, in der er kurz vor knapp noch einmal das Ruder herumreißen und alles anders werden kann: La rentrée.

Während sich das Jahr sanft dem Ende entgegen neigt, hier im Süden die Temperaturen erträglicher werden und das Licht milder, Anfang September nämlich, gibt es noch einmal eine Gelegenheit die eingemotteten Vorsätze wieder heraus zu kramen. Für la rentrée gibt es keine richtige Übersetzung, da es so etwas typisch französisches ist. „Wiederaufnahme der Geschäfte nach der Sommerpause“ heißt es nüchtern im Wörterbuch. Dazu muss man wissen, dass die Franzosen Frankreich im Sommer zumachen. Ich knalle mit dem Kopf an eine Glastür und während ich meine blutende Nase halte, lese ich das Schild, das etwa auf Bauchhöhe hängt: Zu. Weg. Metzger weg. Bäcker weg. Werkstatt zu. Sie wollen im Sommer ihr Auto ummelden? Vergessen Sie es. Sie brauchen jetzt einen Handwerker? Machen Sie sich nicht lächerlich. Und bekommen Sie im Sommer nur keinen Herzinfarkt. Es ist Sommerpause! Kein Arzt weit und breit. Spätestens im August wird die Sommerpause dann definitiv zum Sommerloch: alle Franzosen sind darin verschwunden. Sie sind weg. Die Städte sind verwaist. Rien ne va plus. Nichts geht mehr. Franzosen findet man dann nur noch auf dem Lande, etwa zum Boule spielen, oder sie stehen in Cannes am Strand. Strandstehen ist hier gerade sehr angesagt. Aber das ist ein anderes Thema.

La rentrée ist dann, wenn alle, wie durch ein Wunder, wieder da sind. In Deutschland gibt es so eine kollektive Anfangsstimmung höchstens zum Schul- oder Semesterbeginn. Stellen Sie sich dieses nervöse Gewusel von Erstklässlern oder Erstsemestern landesweit und in allen Bereichen vor und sie haben in etwa la rentrée. Das letzte Jahresdrittel kommt noch einmal jungfräulich und hoffnungsfroh daher. Alles ist neu, die Schulsachen, die Stundenpläne, die Mode. Wundern Sie sich nicht über Schülerinnen in rosafarbenen Daunenjacken Anfang September bei 26°C, c’est la rentrée. Aber auch sämtliche alten Vorsätze sind zur rentrée wieder da und fast wie neu: Schüler wollen jetzt aber doch fleißiger werden, Politiker wieder glaubwürdiger – kurzzeitig zumindest; alle sind in Aufbruchstimmung, so dass auch ich meine „früher-aufstehen-Yoga-machen-und-keine-Schokolade-Vorsätze“ wieder heraushole. Und Monsieur will jetzt aber wirklich kürzer treten mit dem Wein. […]

Wie gesagt, alles neu macht die rentrée, man kann es nochmal versuchen im September. Und ich habe zusätzlich einen nagelneuen guten Vorsatz: ich werde dieses Jahr noch einen Privatlehrer suchen, mit dem ich hoffe mein grammatikalisch holperiges Französisch aufzubessern, und nebenbei schaffe ich es vielleicht den Substantiven den richtigen Artikel zuzuordnen und dann das entsprechend richtig gebeugte Adjektiv anzuhängen la souris est grise, denn ohne Lernen komme ich nicht weiter, dafür ist das Sprachen-Zeitfenster in meinem Hirn schon zu weit geschlossen und alleine lerne ich einfach nix … Voilà, les nouvelles du jour, so viel von hier … ich werde berichten …

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16 Antworten auf La rentrée

  1. Hallo Christiane, auch ich habe mich nach den Ferien der Volkshochschule wieder angemeldet. Französisch A1/1. Zum x-ten Mal fange ich wieder von vorne an. Ich kann es mir nicht merken. Bis A1/3 war ich ja schon. Dann, 1 Jahr nicht in Frankreich gewesen, alles vergessen. Diese ganzen Konjugationen, kriege nur Kurzsätze mit 3 Wörtern zu Stande. Wie ein kleines Kind.
    Da können wir ja froh sein, dass nicht ganz Deutschland gleichzeitig in Urlaub geht. Immer schön nacheinander. Obwohl wir im Sommer es schon in unserer Krankenhaus Ambulanz merken. Viel mehr Patienten. “ Ich konnte ich zu meinem Arzt, der ist in Urlaub. Da bin ich gleich ins Krankenhaus gekommen“. Das hören wir dann täglich mehrere Male. Aber jetzt sind ja alle wieder rentree‘.

    Schöne Grüße
    Elli

    • dreher sagt:

      liebe Elli,
      mir hat gerade jemand babbel.com empfohlen, online-Sprachkurse, ich hab mich spontan eingeschrieben – nur die Vorsätze nicht verschleppen, dachte ich mir … es gibt da alle Niveaus und es ist nicht teuer (man ist jedoch, trotz Aussprachehilfe, allein) viel Erfolg uns beiden ;)
      und weißtu was, nicht nur die Ärzte geben dir Ende Juni schon (erst) Termine für „nach der Sommerpause“, also im September, auch die KH waren hier im Sommer leergefegt. Als meine Schwiegermutter sich den Ellbogen gebrochen hatte, gab es in der orthopädischen Klinik sowie in der Privatklinik keinen orthopädischen Chirurgen – alle zeitgleich in Urlaub – in der Privatklinik hieß es „Prof. X ist in Ferien“, als wir baten, in den Dienst seiner Vertretung zu kommen hieße es „der ist auch in Ferien“ – deswegen bekam meine Schwiegermutter einen Gips :( Als ich das über die abwesenden Ärzte in meinem (schon zwei Jahre alten Text) geschrieben hatte, war ich eigentlich nur ironisch, jetzt weiß ich, es ist tatsächlich so.
      liebe Grüße aus dem südfranzösischen Spätsommer
      Christiane

      • Marion Plantefol sagt:

        Liebe Christiane,
        hier in Marbella ist es ähnlich mit dem Gewussel der Madrider am Strand prompt 01.09. alles leergefegt, aber ich muss sagen es gibt Ersatzärzte ich finde dies solltest du mal in Cannes ansprechen das der mondäne Ort hi hi keinen Plan in diesem Bereich erstellt einen Chirurg im August zu haben. Dies sagt mein Mann auch immer die Franzosen sind leider alle im August unterwegs,keine Planung, er selbst als Franzose findet das unmöglich aber der hat ja auch 23 Jahre in Deutschland gelebt.
        Und hinsichtlich der franz. Sprache ich kann dir nur sagen die Franzosen hier bemühen sich absolut nicht spanisch zu sprechen und wenn können sie es sehr miserabel. Also mach dir keinen Kopf du bist super in französisch ich habe nie in Frankreich gelebt und so klingt auch mein französisch, ich verbessere gerade mein Englisch gehe in Kurse wegen der Grammatik habe so viel verlernt.
        Wünsche noch ein schöne Lernwoche
        saludos
        Marion Spain

  2. Marianne sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    also dieses Jahr ist bei uns „la rentrée“ auch zu merken, bzw.es sind noch Schulferien und erst am kommenden Montag beginnt hier in BW die Schule. Und da wir noch täglich erstaunliche Sommergrade haben, ist der Baggersee voll, wir grillen Abends und haben das Gefühl, der Sommer hätte erst gerade begonnen.
    Aber… ja auch wir merken noch, dass das Personal fehlt bei den Ärzten; meiner ist sogar noch bis Ende nächster Woche nicht da. Ein zweites Aber… mir geht es gut und ich muss nur schnell mal die Zeckenimpfung abholen.
    Oh franssssösisch iss auch für mich immer wieder nicht so leicht. Nun besuche ich seit ein paar Jahren „les amis francaise“ in Biberach und an den „rencontre“ -Abenden spricht man überwiegend französisch und erhält auch sprachliche Korrekturen, sofern gewünscht. Auch ein großes Plus- da Biberach mit Valence eine heftige „Jumelage“ betreibt, fahre ich dieses Jahr zum zweiten Mal für eine Woche dorthin. Das Programm ist immer erstaunlich und ich bitte darum, dass sie meine Sprachfehler korrigieren- manchmal haben sie sogar Erfolg – ha, ha.
    Ansonsten nehme ich es eher locker, selbst wenn es mich dann ärgert, wenn ich schon wieder denselben blöden Fehler mache – dennoch: tant pis.
    Vielleicht habe ich aber auch einfach nicht soviel Ehrgeiz (Hut ab Euch Beiden) mit der Lernerei.
    Da lerne ich erstaunlich schneller, wenn ich sozusagen abgekoppelt bin von meiner Muttersprache deutsch.
    Wünsche Euch viel Spaß und natürlich „grande succès“ mit Adjektiven, gebeugt oder nicht, Marianne

  3. dreher sagt:

    Danke ihr beiden Lieben für Eure Beiträge –
    nun, was die Sprachkenntnisse betrifft – es ist mir egal, ob die Frenchies im Ausland schlecht spanisch sprechen oder oder noch schlechter deutsch oder englisch mit grauenhaftem Akzent – Ich lebe seit acht Jahren hier und merke, dass ich außer dem Wortschatz (petit à petit) keine Fortschritte mehr mache. Die Grammatik flutscht nicht einfach so ins Hirn, schon gar nicht in mein schon teilweise ermüdetes Sprachzentrum. Ich wurschtel mich durch, mache einfacherer Sätze, wenn ichs anders nicht hinkriege, aber es nervt mich. Schon lange. Ich dachte, „wird schon, wenn ich nur lange genug hier lebe“, aber wie gesagt, es bewegt sich nix mehr. Daher wird jetzt gelernt: babbel.com gibts schon (danke Lothar!), die Lehrerin ist in Arbeit … schöne Grüße in alle Welt !

  4. Vici Daniel sagt:

    ach, da geht es dir wie mir… und Julien hat sich nun zum Vorsatz gemacht, nur noch französisch mit mir zu sprechen… und das schon seit Anfang Juli, hat noch nicht einmal bis zum rentrée gewartet oder aber mir seit Januar Zeit gelassen?? … nun quäle ich mich, empfinde die Verbesserungen teilweise hinderlich, denn ich kann es mir einfach nicht merken und so mancher Redefluß wichtiger (vielleicht nur für mich) Informationen wird mehrfach unterbrochen, so dass ich dann schon nicht mehr weiß, was ich eigentlich sagen wollte… dabei schauen wir auch lauter Serien entweder auf französisch oder auf englisch mit franz. Untertiteln und ich kann dem Gezeigten folgen, aber fehlerfrei sprechen oder GAR fehlerfrei SCHREIBEN nöööööö… es spricht sich aber leichter nach dem Apéro, also vielleicht übernehme ich den Wein von deinem Monsieur, dann ist uns beiden geholfen… liebe Grüße von rechts nach links und ich freue mich immer wieder , von dir zu lesen

    • dreher sagt:

      ouh, ganz übel, arme Vici, Verbesserungen von Monsieur kann ich ganz schlecht haben – das geht dauerhaft auf die Beziehung, finde ich – auch wenn ich den Ansatz von Julien verstehen kann und grundsätzlich gut finde – aber ihr habt eben eine lange deutsche Vergangenheit, jetzt französisch miteinander zu sprechen, auch wenn man jetzt in Frankreich lebt, fände ich auch schwierig … ich hüpfe mal probweise (für einen Monat zunächst) auf der homepage von babbel.com rum – ich stell mal den link hier rein http://lp.babbel.com/d/DEU_index.html?l2=FRA vielleicht ist das was für dich? liebe Grüße zurück nach leicht linksoben, bises!

    • Wolfram sagt:

      Si je peux me permettre… ;)
      Englisch mit französischen Untertiteln zu gucken unterstützt nur die Englischkenntnisse. Guck es auf französisch, oder laß es. Und laß den ganzen Tag das Radio laufen, am besten auf irgendwelchen Babbel- und Sabbelsendern wie RTL, oder wenn du es kulturell magst, France-Culture. Oder wenn du es katholisch magst, RCF. Hauptsache, die quasseln den lieben langen Tag. Das fördert. Man soll es nicht glauben, aber damit lernt man die Sprache. Und weil man es da immer richtig hört, macht man weniger Fehler – jedenfalls, solange man nicht nachdenkt. Drüber nachdenken bedeutet zweifeln, und das bedeutet Fehler machen.
      Mein Kollege – und er und ich haben ja nun einen Beruf, der sehr eng mit der Sprache verbunden ist – ist Amerikaner von Geburt. Seit Jahren naturalisiert, aber sein Französisch ist grauenhaft. Und doch, es geht bestens, er ist in leitenden Gremien unserer Kirche und beliebt in der Gemeinde.
      Also: nur Mut, und wie BAP (glaube ich) mal sagte: Arsch huh und Zing üssenand! ;)

      • dreher sagt:

        Merci für die Ermutigung – ich quassel schon auch den lieben langen Tag, auch in einer gewissen Schnelligkeit, keine Sorge – aber es ist gemessen an meinen deutschen Fähigkeiten eben sehr „simple“und „avanciert“ nicht so richtig flott – und was das Radio angeht – ich bin Verfechterin der Stille. Ich kann Radio nur ertragen, wenn ich zuhöre, und wenn ich arbeite (schreiben/übersetzen), kann ich nicht Radio hören. Radio höre ich vorzugsweise im Auto, nur so schrecklich viel bin ich auch nicht unterwegs hier. Und TV schaue/höre ich ausschließlich en francais (pardon, pas de cedille). Trotz alledem, trotz alledem … ce n’est pas parfait, niescht schlimm, isch weiß, stört auch niemanden aus meinem Umfeld wirklich, nur mich!

  5. Vici Daniel sagt:

    oh merci (eines der wenigen Worte, die ich fehlerfrei schreiben kann), ich hab den festen Vorsatz, mich darüber herzumachen, wenn ich Mitte Oktober aus Berlin wieder da bin, denn ich muß mir ja nun hier nächstes Jahr eine Arbeit suchen und bin auf ein besseres französisch angewiesen… GsD reicht mir ein kleines Salaire, so dass mein französisch noch nicht perfekt sein muss… Bisous und weiterhin viel Spaß bei allem, was du so treibst und treiben darfst

  6. Karin sagt:

    Oh ja, ein genervtes „Aber Mama!“ mit gefühlten zehn Ausrufezeichen kann ich mir oft anhören, wenn ich mal wieder den falschen accord zwischen Substantiv und Adjektiv gemacht habe. Dabei habe ich’s richtig gewusst, nur irgendwie ist das Hirn immer langsamer als die Zunge und realisiert den Fehler gerade als der mir schon über die Lippen gekommen ist – frustrierend!!! Anfangs war ich noch stolz, dass es mit dem Lernen so gut voran ging, jetzt ist auch bei mir eine gewisse Stagnation zu bemerken. Und die ganzen Nasallaute werde ich wohl nie mehr drauf bekommen! Da lacht sich Fronsiskaaaa (ja, ich weiss, den Namen hätte ich mir im frankophonen Genf verkneifen sollen, wird nie richtig ausgesprochen) immer scheckig! Und mir glaubt sie gar nichts im Französischen, auch wenn ich’s richtig weiss. Sie meint halt, die schlechte Aussprache ist gleichbedeutend mit „Nix-Können“. Dabei hab‘ ich einen relativ guten Wortschatz – verglichen mit ihr, der Quasi-Muttersprachlerin. Menno!!!
    Cordialement,
    Karin

    • dreher sagt:

      Genau! ich werde hier auch gern unterschätzt, nur weil ich nicht gut spreche, dass ich in meiner Muttersprache als Autorin unterwegs bin verwundert viele, tsss – und mir glauben die Kids auch nur wenig, muss meine Aussagen quasi immer von Monsieur bestätigen lassen … :(
      solidarische Grüße!

  7. Marion sagt:

    Was ebenfalls unsagbar ärgerlich ist, ist wenn trotz Sprachberuf die Sprachkompetenz angezweifelt wird. Was ich mir da schon habe gefallen lassen müssen… Zum Glück kann man sich dann bei Übersetzer-Kollegen ausheulen… Natürlich müssen wir auch überlegen und Wörter nachschlagen und sind keine lebenden Lexika. Auch wir (zumindest die Übersetzer) sprechen die Sprache nicht immer „fließend“, was auch immer das heißen soll.
    Der „Laie“ hat für die Unterschiede in Sachen Sprachkompetenz und Spracharbeit kein Gefühl. Es gibt eben unterschiedliche Formen der Sprachbeherrschung. Für den Unreflektierten zählt nur das „fließend sprechen“, egal auf welchem Niveau. Was ein Übersetzer leistet, wird überhaupt nicht begriffen. Die Leute kennen noch nicht mal den Unterschied zwischen einem Übersetzer und einem Dolmetscher. Dumm nur, wenn man solche Dumpfbacken als Vorgesetzte hat… und die auch noch glauben, sie wüssten es besser. Also halt‘ durch Christjann….
    LG
    Marion

  8. Heike sagt:

    Hallo liebe Christiane,
    ich habe mit großem Vergnügen dein Buch „Zwischen Boule und Bettenmachen“ gelesen und jetzt auch deinen Blog. Deine Gegend, das Hinterland der Côte d’Azur, kenne ich seit Jahren sehr gut. Seit einem Jahr besitzten mein Mann und ich aus großer Liebe zu Frankreichs Süden bei Nîmes ein Häuschen. In Deutschland lerne ich seit ca 10 Jahren erst Französich. Ich bin etwa so alt wie du, habe erst als Erwachsene angefangen. Es klappt sehr gut, wenn die Motivation da ist. Ich telefoniere viel mit Franzosen, was mir derzeit noch den Angstschweiß ins Gesicht treibt. Ansonsten lese ich französiche Romane und Krimis. Das hilft auch sehr. Ich finde deine Geschichte und dein Leben sehr spannend. Es ist bewundernswert, wie du alles gemeistert hast.
    chapeau!!
    Viele Grüße aus dem verregneten Deutschland
    J’attends ton prochain livre!
    amicalement Heike