C’est mauvais!

C’est mauvais!, sagt Monsieur und auch wenn Sie vielleicht kein Französisch sprechen, sähen Sie ihn, verstünden Sie ihn auch so, drückt doch seine ganze Mimik und Gestik diese abwertende, wenn nicht sogar verächtliche Haltung aus: C’est mauvais! Schlecht ist es. „Es“ ist in diesem Fall mein Haarschnitt. Nach wochenlanger Klausur und mich bis in meinen Schlaf verfolgender Angespanntheit und Konzentration, gefühlten hundert abgewimmelten Essenseinladungen

und Ausgehvorschlägen, war ich so weit, dass ich dachte, Christine schafft das mit dem Krimi mal einen Moment alleine und ich gönne mir einen Friseurbesuch, damit ich mich wieder leichter und jünger fühlen möge bei dieser Canicule, dieser etwas verfrühten Hitzewelle, die es sogar bis nach Deutschland geschafft hat, wenn ich die Einträge bei FB richtig deute.

Et maintenant les soldes? fragte mich der Friseur, nachdem er mir noch ein imaginäres Härchen weggeschnitten hat, denn hier hat der Ausverkauf schon begonnen, kaum, dass wir kalendarisch den Sommer erreicht haben und noch bevor ich überhaupt irgendwann mal in der sommerlichen Sonne am Strand gelegen hätte, und statt dass ich leicht dahin sage, ouais, bien sur, les soldes und gut ist es, nein, überfällt mich bei dem Wort „soldes“ wie immer diese Lähmung, all die Schwere meines deutschen Körpers wird mir bewusst, denn ich kann hier ja keine Klamotten einkaufen, darüber habe ich schon x-mal frustriert berichtet und verweise sie daher auf entprechende Artikel hier oder da. Außerdem ist es zehn vor Zwölf und ich muss sowieso nach Hause, um meinem schwer handwerkenden Mann ein liebevolles Mittagsmahl zuzubereiten. Ich hoffe, ich komme auf meinem Heimweg bei einem traiteur vorbei, dem ich heute der Einfachheit halber mal ein fertiges Essen abkaufen werde. „Nein“, sage ich also wahrheitsgemäß, „nix Ausverkauf“ und dann spare ich mir aber alle seufzenden Erklärungen, die der Friseur sowieso gar nicht hören will, es geht nur ums nette Plaudern.

Ich finde mich nicht so richtig flott mit dem heutigen Haarschnitt, eigentlich fühle ich mich selten wirklich flott, immer fühle ich mich ein bisschen trutschig, nur ganz selten gelingt dem Friseur an mir etwas, mit dem ich mich leicht und beschwingt fühle. Und selbst wenn ich beim nächsten Mal sage „das Gleiche wie letztes Mal bitte“ und sogar das gleiche Foto im Frisurenkatalog antippe, „hier, da, schauen Sie!“, wird es anders. So dass ich mir den kurzzeitig heißgeliebten Kurzhaarschnitt sofort wieder lang wachsen ließ, denn ich sah beim nächsten Mal damit aus wie alle Omis, die aus einem Reisebus quollen und mit mir in einer Rasthaustoilette anstanden. Ich sah mich im Spiegel umringt von diesem adretten Kurzhaarschnitt und bekam einen Anfall.

Ich komme also nur halb zufrieden nach Hause und drehe mich etwas unsicher vor Monsieur, der mit aller ihm mächtigen Verachtung sagt: c’est mauvais! Das Essen fand danach nur noch schweigend statt und auch der restliche Tag wurde nicht besser. Ein versöhnlich gemeintes on se fait un petit restau ce soir? zischte ich nur mit „bin nicht in Stimmung!“ weg. Tant pis, sagte Monsieur und stellte den Fernseher an.

„C’est mauvais!“ Monsieur entstammt einem anderen Kulturkreis und außerdem einer anderen Generation, in der man noch nichts von weichgespülten, versöhnlich-liebevollen Gesprächsführungen à la „Ich bin ok. Du bist ok.“ gehört hat. Monsieur schickt gerne politisch völlig unkorrekte abwertende Du-Botschaften: „Du machst immer“ oder „Nie machst du“. Und jetzt eben „c’est mauvais!“ Danach streiten wir uns über zu hohe Friseurkosten, denn es ist nicht nur schlecht sondern auch zu teuer!, und ich solle doch einfach einen anderen Friseur suchen. „Einfach einen anderen Friseur!“ Es ist der vierte oder fünfte Friseur und es ist nirgends besser, denn der durchschnittliche Friseur (oder die Friseurin, hatten wir auch schon) sieht mich mit seinem oder ihrem südfranzösischen Auge. Ich werde gemessen an südfranzösischem Stil und Standard. Und er oder sie sieht mich nicht in all meiner pfiffigen Originalität, meinem Witz und Charme, meiner frechen Ironie, meiner jugendlichen Seele und ja auch meinem, zugegeben scheuen, Sex-Appeal, er sieht mich wie eine beliebige rundliche trutschige Omi (erzählen Sie nur nie Ihrem Friseur, dass Sie Enkel haben, seien Sie auch noch so angeheiratet!), die bei dieser Sommerhitze in verkrumpeltem Leinen rotgesichtig vor sich hin schwitzt.

Der Fotograf, der vor zwei Jahren von mir Fotos für den Verlagskatalog machte, drückte sein Missfallen über meine unglamourhafte Erscheinung für den Draußen-Foto-Shooting-Termin darin aus, in dem er fragte, wo ich mich schminken und umziehen wolle? „Wie schminken und umziehen? Ich bin geschminkt und ich bin extra angezogen“, gab ich verblüfft zurück. Ich warf dann aber doch noch einmal etwas Puder auf die Nase und zog das Lippgloss über die Lippen. „Das kriegen wir schon hin“, meint er dann. Wir verstanden uns nicht und er hat es „hingekriegt“, in dem er die Originalfotos, die gar nicht so schlecht waren,  extrem photoshopte, damit ich so ausehe, wie man hier auszusehen hat. Es kostete einige Anstrengung, ihm letztlich die unretuschierten Originalfotos rauszuleiern. Verstanden hat er das bis heute nicht. Ich könnte doch so hübsch sein … mit ein bisschen Retousche zumindest. Der Friseur hingegen will mich gar nicht retouschieren, er macht mir den Haarschnitt, der zu meiner Persönlichkeit passt. Die, die er mir abspürt zumindest. Eine gutmütige, rundliche, breithüftige Omi in understatigem Krumpelleinen. Dabei hatte ich nicht mal meine bequemen Birkis sondern meine superteuren Sandalen mit hohem Absatz an, die ich tapfer in einem der hiesigen Designerläden erstanden habe, ich war geschminkt und hatte mir großen afrikanischen Schmuck umgehängt. Ich fand mich schick. Geht hier so vermutlich gar nicht.

Herrgottnochmal, seit zehn Jahren lebe ich in Frankreich, und seit zehn Jahren spüre ich bei aller Anpassung, dass ich anders bin. Ich werde nie hierhergehören. Nie. Man wird mich nie so sehen, wie ich bin. Nie. Und man wird mich nie verstehen. Nie.

Fragen Sie mich also nicht, wie man das macht, mit dem Auswandern. Ich weiß es nicht. Man passt sich an, man lernt die Sprache und wichtiger noch, die Art der Kommunikation, man lernt staunend die do’s and don’t’s, man arbeitet, lernt Leute kennen, man verliebt sich und heiratet vielleicht. Und? Happy end? Ach was! Irgendwann sitzt man zwischen zwei Stühlen, verschwitzt, aufgeweicht, müde und empfindlich. Doppelt empfindlich: Ich  bin verletzt, wenn Deutsche Franzosen kritisieren und verletzt, wenn Franzosen Deutsche kritisieren. Neulich musste ich mal wieder in einem Gespräch die Beteuerung einer französischen Bekannten anhören, dass eine (nicht anwesende) deutsche Künstlerin wirklich nett sei. Aber wirklich nett! betonte sie noch einmal und strahlte mich an, als müsse mich das freuen, dass es so etwas gibt. „Ja“, antwortete ich etwas rotzig, „das soll ja hin und wieder vorkommen.“ Monsieur sah mich streng, die Dame irritiert an. Dieser Ton und diese Aussage wurden natürlich nicht verstanden. Ich hätte wie immer bei solchen Gelegenheiten reizend lächeln müssen und nicken und sagen „ja, ach, wie schön, eine nette Deutsche!“ Ich habe es so satt.

Eine treue Leserin schickte mir vor einiger Zeit einen link zu der Auswanderer-Serie eines deutschen Boulevardfernsehsenders. Ich sehe das nun immer mal wieder via Internet und bin jedes Mal fassungslos. Bleiben Sie zuhause!, möchte ich allen zurufen. Wandern Sie nicht aus! Gehen Sie weder über Los noch über die Grenze! Vor allem wandern Sie nicht aus, weil es anderswo so schön ist. Never! Denn letzten Endes ist es nicht die Landschaft,  die Menschen sind es! Schauen Sie sich nicht das Wetter und die Palmen und das Meer oder den Lavendel an oder was immer Sie woanders anzieht. Schauen Sie sich die Menschen an, wie sie leben, essen, arbeiten, denken. Wie sie ticken. Mögen Sie das? Nein? Dann bleiben Sie zuhause, denn mit diesen Menschen müssen Sie sonst leben und arbeiten und sich verstehen. Ein hessischer Würstchenkönig in Marbella schimpfte neulich in einer dieser Sendungen, dass in einer spanischen Bank alle Angestellten ihre Kunden und die Arbeit stehen und liegenließen , „nur“ um in aller Ausführlichkeit das Neugeborene einer ehemaligen Kollegin zu bewundern. „Des gäbs in Deutschland net, des wär‘ en Kündischungsgrund!“, raunzte er unfreundlich. Er hat viel Geld in Marbella verdient, eine große Villa gebaut und macht Urlaub in Las Vegas. Ich bin trotzdem nicht sicher, ob das eine geglückte Auswanderung ist.

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Voilà, der Auftakt zu einer kleinen Textserie anlässlich meines sich nähernden zehnjährigen Leben-in-Südfrankreich-Geburtstags. Ich kriege das ja alles keinesfalls in einem einzigen Text unter :-)

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11 Antworten auf C’est mauvais!

  1. Friederike sagt:

    Wenn ich mir bitte etwas wünschen darf: ein aktuelles Foto mit *Frisur* auf der über-mich-Seite, aber husch, husch. Wir lachen auch bestimmt nicht. Und Danke für die Gedanken. Ich werde über meine Auswanderung jetzt nochmal nachdenken müssen.

    • dreher sagt:

      Wünschen dürfen Sie natürlich, liebe Frau Kroitzsch, aber ich glaube nicht, dass ich gerade jetzt ein Foto mit Frisur von mir veröffentlichen werde, dafür bin ich grundsätzlich und jetzt erst recht viel zu g’schamig :-)
      Ihre Auswanderung ist in meinen Augen doch völlig gelungen – natürlich darf man es auch schön finden, da wo man ist, aber es bedarf eben auch echter Kontakte mit den Einheimischen, aber die haben Sie doch, so weit ich das von so weit weg beurteilen kann. Und Sie haben Liebe für den Ort und die Menschen, wo Sie sind. Alles gut, also :-)
      Ich bin in Cannes einfach nicht am rechten Ort, das weiß ich auch. In den Bergen war und ist das alles anders. Da muss ich eben eines Tages wieder hin. In der Zwischenzeit schreibe ich bissige Texte und lese Ihren Blog ;-)

      • Friederike sagt:

        Nein, ich bin hier in der Fremde eine Fremde. Und werde es vermutlich immer bleiben. Aber zumindest eine, die es inzwischen (meistens) mit Humor nimmt. Oder: es versucht. Und als Journalistin die Rolle des Zaungastes gewöhnt ist. Die Einheimischen schätze (und beneide und „liebe“) ich dennoch, auch, wenn ihr Leben so ganz anders ist und nur sehr wenige Beziehungen entstanden sind. Wir fragen uns das oft im Zugereisten-Freundeskreis. Wäre es anderswo anders? Und wollten wir das überhaupt? Und warum sind wir uns selber nicht genug? Puh, alles nicht so einfach. Dann wünsche ich Ihnen mal, daß Sie im Bezug auf Ihren Lebensort die richtigen Entscheidungen treffen, irgendwann. ;-)

        • dreher sagt:

          ach … so wirkt es nicht (Kirchenchor! Konzertveranstaltung etc.), aber die Journalistinnenrolle ist ja auch besonders, man darf überall rein und Fragen stellen und bleibt doch draussen … meine Rolle in den Bergen ist auch die der Zugereisten, aber ich habe doch sehr viele „starke Momente“ mit den Leuten dort erlebt (die Cooperative, die Auberge, Hochzeit, Krankheit und Tod meines ersten Mannes … und meinen zweiten Mann habe ich auch dort bei einem Fest kennengelernt …) das hat das Dorf/die Einheimischen und mich zusammengeschweisst, das Weggehen war aber auch wichtig, um etwas Neues leben zu können, aber das immer wieder dorthin zurückkehren können ist schön … könnte ich noch viel zu sagen, wird in einem anderen Text sein. Gruesse aus dem schwülheissen Cannes!

  2. Toni sagt:

    Liebe Christiane,
    Du bist ja garnicht wieder zu erkennen.
    Frust lass nach.
    Ich dachte Du bist in Frankreich angekommen,
    während ich immer noch nicht sicher bin—was mich betrifft.
    Mindestens ein Deutscher in Marseille kann Dich gut Verstehen.
    TONI

    • dreher sagt:

      Ach lieber Toni, so ist es eben auch. Der Text ist nur eine Facette, aber eben auch eine Facette meines Lebens in Südfrankreich – und dass ich mit dieser Facette anfange, liegt daran, dass mir das gerade passiert ist. Mir geht es übrigens immer sofort besser, wenn ich es aufgeschrieben und losgeschickt habe :-)
      Liebe Grüße nach Marseille!

  3. Angelika Kurig sagt:

    HALLO LIEBE CHRISTIANE

    Ich muss u n b e d i n g t auf Deinen Bericht „c’est mauvais“ reagieren.
    Ich kann diese Situationen sehr gut nachempfinden. Ich spuere Verzweiflung und Machtlosigkeit daraus, und zur gleichen Zeit kann ich Dich wahnsinnig gut verstehen.

    DU BIST EINE PRIMA FRAU UND WAHNSINNIG KREATTIV DABEI . WAS JUCKT DICH DIE MEINUNG DER ANDEREN, UEBER DEINE FRISUR. ES SIND DEINE HAARE, ES IST D E I N KOPF, HAUPTSACHE DU HAST SPASS AN DIR SELBER!!!

    E S I S T S CH L I E S S L I C H D E I N L E B E N!!!

    Behalte Dir nur Deine Schlagfertigkeit und Deine Spontaanéitaet!!!!
    Kann es sein, dass manche neidisch sind auf Deinen Erfolg???
    damit muss eine erfolgreiche Autorin wohl leben muessen.

    hast Du mal an „Burn-out“ gedacht?

    auf jeden fall wuensche ich Dir, dass Du es schaffst, und Du Dir Dein Selbstbewustsein behaeltst und Deine Frische, und das Du Dir selber gefaellst. Aber damit tuen wir Frauen uns oft schwer, und erwarten von unseren maennlichen Lebensgefaehrten, dass sie uns dabei helfen, aber der Mann kann sich das nicht vorstellen, dass die Frau nicht auch so narzistisch ist wie er selber.(Narcis war schliesslich ein Mann)

    Mit vielen lieben freundschaftlichen Gruessen und Kuessen Deine ausgewanderte Leidensgefaehrtin Angelika (viele Gruesse auch von Toni)

    • dreher sagt:

      Liebe Angelika,
      von Herzen Dank für deinen lieben, langen, sich sorgenden und unterstützenden Kommentar. Ich bin jetzt etwas erschüttert, dass mein Text so „heftig“ wirkt, das war mir selbst nicht bewusst. Wie ich Toni schon schrieb, es ist nur eine Facette, aber eben auch eine Facette meines Lebens hier. Es geht mir an vielen Tagen gut und an manchen eben nicht. An manchen Tagen ist das „doppelte“ Leben bereichernd und schön, an anderen nervig und anstrengend. Gestern war es anstrengend und ich war frustriert. Und heute morgen hatte ich diesen Text im Kopf. Schreiben ist für mich wie ein Ventil, es musste einfach raus, der Überdruck ist weg und schon geht es mir besser. Mach dir keine Sorgen, bitte! Ich werde sicher bald einen (hoffentlich) positiveren Text schreiben.
      Danke für deine/eure Freundschaft und liebe Grüße zurück nach Marseille!

  4. Evelyn Kerry sagt:

    Oups! Mir geht es manchmal auch so,und das nach 34 Jahren hier oben. Allerdings habe ich nicht die geringsten Ambitionen, in einer Stadt zu leben und irgendwo ‚dazu zugehören’oder akzeptiert zu werden, dazu bin ich nicht hierher gekommen und da ich in meinem Berg-Wolkenkuckucksheim nicht mit solchen ‚mondänen‘ Dingen konfrontiert bin, klappts auch meistens ganz gut. Allerdings könnte über eine ganze Menge Dinge vermutlich ein Buch füllen, aber ich bin vermutlich selbst dran Schuld, da meine Verschmelzungbereitschaft zur Population sich ziemlich in Grenzen hält. Für manche der Dorfbewohner (gottsseidank nicht für alle) bin ich ein durchgeknallter Hippie und nur dem akademische Erfolg meiner Kinderschar (tja, wie kann das bei solchen Eltern nur möglich sein?), rettet mich davor, mich als völlig unzurechnungsfähig abzustempeln. Wie haben sie die Hände über den Köpfen (sinnbildlich) zusammengeschlagen, als meine ebenso hippiemäßig angehauchte Tochter den Preis des besten Lehrling Frankreichs in ihrer Disziplin gewann, als die Kids beim Abbi die Mention ‚bien‘ und ‚très bien‘ einheimsten. Wie entgeistert haben sie mich angestarrt, als sie einen neuen Salle de Fête brauchten und ich ihnen vorschlug, ihn von meinem Sohn bauen zu lassen, der schon seit Jahren ein erfolgreicher Architekt ist. (Das Monstrum, was jetzt im Dorf steht und wie ein Geier unter Tauben wirkt,finden sie schön, naja, was Verbauteres hab ich bis jetzt noch nicht zu Gesicht bekommen. Um in die Damentoilette zu gelangen muss man ohne Sichtschutz am Männerpissoire vorbei und dort ist auch das einzige Handwaschbecken. Mir ist sowas ja egal, aber es hat schon zu einigen echt lustigen Zwischenfällen geführt, nur so am Rande! Die Akustik ist so grottenschlecht, dass man, wenn man hinten im Saal sitzt kein Wort von dem versteht, was auf der Bühne ins Mikro geredet wird, man vernimmt nur knisterndes Rauschen. Aber hä, dein Sohn ist ein echter Archtitekt,(vielleicht im Kraal bei den Negerlein oder in Katmandu?) nee, nicht? Was nicht sein kann, darf nicht sein.
    Also lebe ich nach dem Motto: Pour vivons heureux, vivons caché, und freu mich über das völlig ungetrübte freundschaftliche Verhältnis zu unser einzigen Nachbarin. Einer vorurteilsfreien Französin, die mit all diesen Sachen einfach nix am Hut hat und sage mir: wat geit mick det an, was ein paar reaktionäre FNWähler von mir denken! Vermutlich ginge es mir in einem konservativen deutschen Dorf genauso? Vorurteile gibt’s einfach überall, egal, wo man lebt.Wenn man ein bisschen anders ist, ist man immer ein bunter Hund. Bof, (Achselzucken) also steh ich zu meiner Andersartigkeit und denk mir meinen Teil! Ach,und die Haar schneide ich mir sicherheitshalber selber! Gros Bisous!! Und lass Dich nicht unterkriegen!