Essen gehen

Ziemlich exakt vor drei Monaten waren wir das letzte Mal auswärts essen. Seit heute sind die Restaurants in Frankreich, zumindest in der überwiegenden „grünen“ Zone, wieder geöffnet. Dort, wo es noch „orange“ ist, in Paris etwa, darf man bislang auf den Terrassen konsumieren. Wir hatten einen Tisch im kleinen Lieblingsrestaurant reserviert, wir wollten das Restaurant unterstützen und uns etwas Gutes tun. Unterwegs nach Théoule sahen wir hier und da Menschen auf Terrassen an Tischchen sitzen, nicht so wahnsinnig viele, es wunderte mich, aber klar, es ist Dienstag. Die meisten Menschen arbeiten wieder, zumindest die, die Arbeit haben. Ich bin sicher, dass die Öffnung der Restaurants erst nach Pfingsten erfolgte, damit die Restaurants nicht sofort von den Pfingsturlaubern überrannt würden. Das kleine Restaurant in Théoule, in einer Seitenstraße und ohne Meerblick, hat auf der Terrasse an der Straße die Tische weit auseinandergezogen, durfte einen Lieferparkplatz vor dem Restaurant zusätzlich begrünen und dort Tische aufstellen, dadurch ist es richtig nett geworden. Wir waren drei Paare, zwei Paare draußen, ein Paar drinnen, nicht viel, aber ein Anfang. Sehr nette Atmosphäre, feines Essen, wie immer. Wir nahmen einen Apéro, dazu gab es geröstete Brotscheiben mit hausgemachter Tapenade. Als Hauptgang wählten wir Fisch (Barracuda und einen anderen, an dessen Namen ich mich schon nicht mehr erinnere), cremige Polenta und knackiges Gemüse. Als Dessert hatte ich karamellisierte Champagnerzabaione auf frischen Früchten, der Gatte aß Brioche perdu mit Aprikosensorbet. Es war leicht und köstlich!

ps: Und ich war gestern beim Friseur! Muss mich aber erst noch an das kurze, erblondete Haar gewöhnen ;-)

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19 Responses to Essen gehen

  1. Trulla sagt:

    Oh, Sie auch, Madame? Ich dachte immer, ich sei die Einzige, die nie, wirklich nie, glücklich aus dem Salon kommt. Am liebsten gleich für eine Woche unter die Bettdecke. Das geht natürlich nicht, also zu Hause erst mal Kopf unter Wasser und selbst zurechtzupfen. Irgendwann tritt zum Glück doch der Gewöhnungseffekt ein und es geht wieder. Muss ja!
    Leid tut mir immer meine Friseurin, die eigentlich (zu Recht) Begeisterung für ihre Mühe erwartet. Aber in meinem Gesicht kann man leider lesen. Dennoch, ich danke und benehme mich natürlich angemessen und bin froh, wenn ich raus bin.

    • dreher sagt:

      Ha! Das mache ich auch, Begeisterung heucheln, immerhin ist die Farbe der Strähnchen immer gelungen, die kann ich dann wirklich loben. Ich bin mit ihr grundsätzlich zufrieden, der Haarschnitt ist auch meistens gut, trotzdem sieht es doof aus, wenn ich rausgehe, nicht ich irgendwie. Aber sie ist die beste (leider auch die teuerste) Friseurin, die ich hier gefunden habe.