12 von 12 im März 2021

12 von 12, die Blogparade, die Frau Caro Kännchen seit Jahren treu auf ihrem Blog anbietet, ist wieder dran. Zwölf Fotos am/vom Zwölften. Los gehts mit einem Klassiker. Sieben Uhr. Der Blick aus dem Fenster. Er verheißt einen sonnigen Tag.

Nach dem Frühstück, eile ich zum Markt. Gestern gab es in der Nachbarstraße bittere Orangen zur Selbstbedienung. Ich beschloss, nochmal Konfitüre zu kochen und brauche dafür Bio-Orangen und Bio-Zitronen.

Auf dem Weg zum Markt laufe ich durch den fast menschenleeren Suquet. Ein Restaurateur hat einen ermutigenden Aushang. Wir wünschen uns alle sehnsüchtig, dass sie bald wieder geöffnet sein dürfen.

Mal eine weniger glamouröse Ansicht. Seitenstraße der Altstadt.

Auf dem Markt war ich schon lange nicht mehr, ich bekomme ja nun wöchentlich eine Gemüsekiste. Deshalb bin ich schockiert, den Markt wieder im Corona-Absperrungsmodus vorzufinden. Ich vergesse dann auch prompt, dort zu fotografieren.

Kaum zuhause, verschwindet Monsieur zu einem Termin, ich widme mich daher schnell dem täglichen Entrümpeln. Heute ist der 21. Tag der Fastenchallenge und bisher habe ich jeden Tag etwas „entrümpelt“, ausgesondert, geordnet, neu organisiert und VIEL weitergegeben und auch weggeworfen! Das größte Projekt war die Umgestaltung unseres Badezimmerschrankes, es hat mich eine Woche gekostet. Stolzer und erleichterter war ich lange nicht. Heute geht es nur um die T-Shirts. Ich habe meine und danach die von Monsieur angeschaut, in Windeseile die, die untragbar geworden sind oder schlicht nicht getragen werden, aussortiert, schnell mal sämtliche Regale im Kämmerchen geordnet und dabei einen nagelneuen schwarzen Winterpullover für Monsieur „gefunden“. Dann habe ich noch meine Strickjacken gecheckt und neu geordnet. Insgesamt ist ein ganzer Sack mit ausgesonderten Shirts und Jäckchen voll geworden! Der leider erst morgen in die Mülltonne kann, weil sie knallvoll ist mit den anderen Säcken der letzten Entrümpelungsaktionen (Schuhe, Socken, Bettwäsche) und erst morgen geleert wird.

Dann nehme ich mich dem Spinat aus der wöchentlichen Gemüselieferung an, aber Monsieur ist schon zurück und hat Hunger, mache ich die Tarte eben am Abend. Es gibt schnelles Hacksteak und Nudeln, dazu Salat und Käse und (gekaufte) Desserts.

Monsieur macht Sieste, ich tippe meinen täglichen Beitrag für die Fastenchallenge-Seite. Dann begleite ich Monsieur zu zwei weiteren Terminen. Es ist windig und nicht wirklich warm, aber toll blauer Himmel.

Gegen 16.30 Uhr sind wir zurück, wir trinken Tee, ich bin extrem genervt vom Nachbarn, der seit Tagen in seinem charmanten Vorgarten mit dem Presslufthammer arbeitet, meine Ohren quält und unser Haus zum Vibrieren bringt.

Ich kürze den Tee ab und schnippele in der Küche anderthalb Stunden die Orangen und Zitronen zu fine cut, Monsieur liest und schreibt, ungerührt vom Lärm.

Kaum bin ich mit den Orangen fertig, ist es schon Zeit, die Spinattarte zuzubereiten.

Ich vergesse sie dann aber fast im Ofen, weil ich auf dem Telefon herumtippe. Sie ist etwas stark gebacken, aber nicht verbrannt. Lecker ist sie auch.

Ich hätte einen Stapel Bügelwäsche, der auf mich wartet, aber ich bin müde und werde mich jetzt mit der Katze aufs Sofa kuscheln und irgendeinen schnulzigen Film schauen. Damit habe ich dann auch das 12. Foto. Kein 12 von 12 ohne Pepita.

So viel von hier. Bonne soirée! Schönes Wochenende! Wir sind (Sie hören mich seufzen) seit 18 Uhr schon wieder im Wochenendlockdown. Die anderen 12 von 12er finden Sie wie immer hier!

2021

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14 Responses to 12 von 12 im März 2021

  1. Das hört sich nach einem sehr erfolgreichen, aber auch schönen Tag an. Orangenmarmelade ist eine hervorragende Idee!
    Das werde ich auch machen in der nächsten Woche!

    • dreher sagt:

      Danke Silke! Es war ein guter Tag, ich freue mich auf die Orangenmarmelade, so spät im Jahr habe ich sie noch nie gemacht, manche sagen, die Orangen verloeren das Pektin, wenn sie zu „reif“ seien. On verra! Gutes Gelingen!

  2. Tina Kolbeck sagt:

    Ich werde einen schmutzigen Fulm schauen, habe ich zuerst gelesen. 😂

  3. Kapa sagt:

    Ein schönes Wochenende zu Ihnen .
    Ich habe es gerne wieder gelesen, was Sie zu berichten hatten. Es wirkt wirklich befreiend, wenn man Mal wieder die Schränke von überflüssigen Dingen ausleert.Das habe ich auch Mal wieder vor.
    Leider ist es bei uns sehr windig und kalt, so dass man lieber drinnen bleibt. Ich hoffe, das sind die letzten Ausläufer vom Winter.
    Machen Sie es weiterhin gut und liebe Grüße aus dem Schwabenländle

    • dreher sagt:

      Lieben Dank! Es ist absolut befreiend, zu entrümpeln! Da wir heute drinbleiben müssen, passt es auch gut, einfach weiterzumachen.
      Vielleicht auch eine Idee fürs Drinbleiben bei schlechtem Wetter?
      Liebe Grüße!

  4. Kapa sagt:

    Leider nein, 😉 heute kommen nach langer Zeit Mal wieder unsere Kinder und Enkel aus München. Mein Mann hatte letzte Woche Geburtstag und wir wollen etwas feiern. Vielleicht gehe ich es nächste Woche an. Liebe Grüße zurück! Ich werde berichten.

  5. Kapa sagt:

    Danke! Bis bald.

  6. Mumbai sagt:

    Es trieb mir Schamroete ins Gesicht als Sie mich wieder an die Entruempelungsaktion
    erinnerten. Nicht ein Stueck noch habe ich geschafft aber bei dem sonnigen doch auch
    hier kuehlen Wetter war ich lieber draussen unterwegs. Aber es kommen sicher noch
    ein paar Regentage um Geplantes nachzuholen. Marmelade kochen waere auch eine
    Notwendigkeit zumal wir jetzt die suesse Orangenzeit haben. Bald sind sie bitter .

    • dreher sagt:

      Ach je, Sie müssen sich doch weder schämen noch rechtfertigen. Ich bin stolz und zufrieden, dass ich es jeden Tag (außer Sonntags) mache. Aber ohne den täglichen Impuls und ohne die anderen Entrümplerinnen (lauter Frauen, ein männliches Skelett) wäre es nicht so mitreißend.
      Liebe Grüße, genießen Sie das Gute Wetter und das Draußen sein!

      • Mumbai sagt:

        oh nicht „ach je“….das mit der Schamroete war spassig gemeint.
        Auf jeden Fall danke fuer Ihre Empathie. Auf bald und eine gute
        Woche.

  7. Manuela sagt:

    Wie schön, dass Sie wieder bei 12von12 dabei sind:-)
    Das mit dem Presslufthammer kann ich soooo gut nachvollziehen! Grauenhaft, ich könnte da absolut nichts mehr machen. Wir hatten dieses Vergnügen in den letzten Monaten auch mehrfach von unserem Nachbarn. Es war zwar nie den ganzen Tag lang, dafür hat er ein Talent für den richtigen Moment (zB ein Tag vor Heilig Abend, als ich besinnlich den Baum schmücken wollte, oder auf meinem Geburtstag, als wir uns gerade an die gedeckte Tafel setzen wollte und auf einmal alles gewackelt hat… grrr). Ich wünsche Ihnen gute Nerven und gute Kopfhörer!
    Super, dass es mit dem Entrümpeln so prima klappt! Ich finde das auch sehr befreiend. Letzte Woche war mein Bücherregal dran, das ich bestimmt 4 Jahre nicht mehr aufgeräumt hatte. Erstaunlich, was sich alles anfindet.
    Beste Grüße nach Cannes!
    Manuela