Über das Essen

Endlich!, sagen manche von Ihnen vielleicht, ich wurde hier und da schon angestuppst, wann schreibste denn endlich … haste doch versprochen … ok. Heute. Sie haben Recht, das Wochenendconfinement bietet sich geradezu hervorragend dafür an! Tatsächlich aber habe ich gar keine große Lust und kein Bedürfnis mehr, über das Essen zu schreiben, weil da nämlich schlicht kein Problem mehr ist. Boah! Lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen ;-) Wie habe ich das also gemacht? Einserseits bin ich versucht, Sie (nochmal) auf „Von hier hier bis ans Meer“ zu verweisen – wenn Sie es schon gelesen haben, braucht es vielleicht eine zweite vertiefende Lesart der betreffenden Kapitel. Und wenn Sie es noch nicht gelesen haben, finden Sie dort alles. Absolut ehrlich und authentisch. Ich habe auch geschrieben, was ich gemacht habe und bin fast versucht, nachzulesen, was ich geschrieben habe, damit ich nochmal in die richtige Stimmung komme.

Ich habe nämlich gar keine Lust mehr, mir die Zeit meiner Essstörung ins Gedächtnis zu rufen – die Zeit meiner Essstörung, sage ich, als wären das vielleicht zwei Monate gewesen, dabei hat sie fast mein ganzes Leben gedauert! Das ist wahr, das dürfen Sie mir glauben. Was habe ich also gemacht? Es war nicht mit einem Fingerschnipsen getan, und das „Intueat-Programm“ hat mir entscheidend geholfen, aber es war nur la cérise sur le gateau, um bildlich beim Essen zu bleiben, es war das letzte Ding, das gefehlt hat. Ich WOLLTE vor allem, dass es vorbei ist. Dieses aufs Essen und Nicht-Essen fixiert sein, dieses wie fremdgesteuert zum Schrank laufen, um ein Stück Schokolade zu essen und noch eins und noch eins, als sei ich am Ertrinken und nur die Schokolade könne mich retten. Ich wollte „das“ nicht mehr mit ins nächste (also das vergangene) Jahr nehmen. Und ich habe alles drangesetzt, dass ich das erreiche. Mir kam das Intueat-Programm wie gerufen. Meine Begeisterung dafür ist groß und ehrlich, und es war (und ist) mir dann auch egal, wenn Mareike etwas über-euphorisch rüberkommt, oder dass man mit Werbung für Zusatzprodukte zugemailt wird, es war mir hingegen lange nicht egal, dass in den Audios, die Mareike spricht, manches sprachlich nicht korrekt ist („was wünscht du dir, während du meiner Stimme lauscht?“ Herrjeh, ich wünschte mir ein „S“ und gleich noch eines) – aber ich ließ Milde und Gnade walten, denn die Botschaft funktionierte, auch ohne „S“. Und das war großartig. Dass diese Esstörung keine SUCHT ist, sondern eine GEWOHNHEIT, war für mich ein déclick. Jahrzehntelang dachte ich nämlich, ich könne daran nichts ändern, es sei eine Sucht (Der Satz in der Selbsthilfegruppe lautete: „Ich bin Christiane und ich bin esssüchtig„) und ich sei dem hilflos ausgeliefert. Mareike also sagt, hallo, es ist eine Gewohnheit, und Gewohnheiten kann man ändern! Man muss dazu seine Gedanken ändern, sein „Mindset“ wie es auf neudeutsch heißt. In ihrem Programm bekommen wir nicht nur Übungen, Phantasiereisen und viele Erläuterungen, sondern vor allem Audios (lange, kurze, sportliche oder zum Einschlafen), die man sich täglich anhört, um via Unterbewusstsein neuen positiven Gedanken den „Weg“ ins Hirn zu ermöglichen (ja, ich glaube, dass diese Audios, die das Unterbewusstsein positiv berieseln mit entscheidend sind). Das Problem für die Esstörung liegt ja oft tiefer. Das Essen oder Nicht-Essen ist nur ein Symptom für mangelnde Selbstliebe. Bei mir war es ausgeprägter Selbsthass. Ich verlinke Ihnen mal einen Beitrag von Januar 2018, da geht es um dies und das, aber eben auch um meinen Selbsthass und um den ersten Versuch, Frieden mit meinem Körper zu schließen. Ich war damals auf den (französischen) Podcast von Clotilde Dusolier gestoßen. Vor drei Jahren war das. Bei Clotilde hörte ich zum ersten Mal diesen Satz „du bist nicht deine Gedanken“, der mich positiv schockierte, wenn Sie so wollen. Ich denke diese Gedanken, aber ich bin nicht meine Gedanken. Ich kann mich über meine Gedanken stellen und ich kann meine Gedanken auch ändern! Das war sensationell! Ich muss nicht mehr immer das gleiche denken, nur weil ich das schon immer gedacht habe. Ich bin frei, etwas anderes zu denken! Ich muss kein Opfer mehr sein, ich kann mich für etwas anderes entscheiden! Kurz vorher hatte ich das erste Style-School-Seminar von Stasia gemacht. Darüber habe ich im Buch schon geschrieben, ich will das alles nicht wiederholen. Ich will nur sagen – das alles ist Arbeit und es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich meinen verhassten Körper annehmen konnte. Bis ich mich liebevoll im Spiegel ansehen, mit mir liebevoll sprechen und etwas anderes über mich denken konnte.

Und kaum war mir das gelungen, habe ich mich quasi selbst sabotiert und zugenommen und ich konnte mich wieder nicht leiden und war erneut frustriert. Ich habe das Style-School-Seminar mit einer vor Liebe überbordenden Community im Herbst/Winter 2019 zum zweiten Mal gemacht. Ich habe auch das Programm von Intueat noch ein zweites Mal durchlaufen (und bin daher wohlweislich in den Club eingetreten (die Art wie sie einem die Clubmitgliedschaft verkauft haben ist ärgerlich, aber ich habe es genauso wie die fehlenden „S“ einfach überhört, die Botschaft zählt!), denn ich wusste, dass ich mich alleine wieder verlieren würde); denn ja – es ist, als sei da etwas in mir, das nicht will, dass ich es schaffe. Da ist die gehässige Stimme, die sagt „schaffst du eh nicht“, „siehste, schon wieder zugenommen, fette Kuh“, „Versagerin“. Und gegen diese Hass-Sätze, die in mir tief verankert sind, musste ich hart arbeiten. Es gibt verschiedene Übungen, um diese negativen Glaubenssätze in positive umzuwandeln, mir hat die Übung, die als „The Work“ von Byron Katie bekannt ist, viel geholfen. Mareike stellt sie in ihrem Seminar auch vor.

Intueat dauert wie lange? Etwa drei Monate dauert der Kurs, das kommt ein bisschen auf seine eigene Schnelligkeit an, aber die Audios jedes Kursteils sollen mindestens eine oder zwei Wochen wiederholt bzw. gehört werden, bevor man weitergeht. Die Übungen sind auf einander aufgebaut und schalten sich erst frei, wenn man die vorigen abgeschlossen hat. Das erste Mal bin ich geradezu atemlos durchgerauscht und wollte SOFORT Ergebnisse! Frei sein vom Essensdrang und Abnehmen! Schnell schnell, alles gleich und sofort. Ich war anfangs euphorisiert, weil es so gut funktionierte, dass ich endlich ENDLICH auf meinen körperlichen Hunger hören konnte und mein Essverhalten nicht mehr vom Kopf gesteuert war. Das war und ist großartig! Abgenommen habe ich aber nichts und das hat mich frustriert (vor allem die jungen Frauen in der Facebookgruppe nerven da etwas, die das Programm als Abnehmprogramm sehen (so wird es leider auch verkauft) und ihre Erfolge verkünden). Ich habe auch beim zweiten Durchlauf nicht wirklich abgenommen, es war mir aber plötzlich nicht mehr so wichtig, denn dieses befreit sein vom Essensdrang ist so wahnsinnig erleichternd und wohltuend, das kann aber vermutlich nur jemand verstehen, der so lange unter einer Esstörung gelitten hat wie ich. Abgenommen habe ich dann im laufenden Jahr und zwar einfach so. Auch keine Wahnsinnszahlen, sechs Kilo, aber die sind weg, und die kommen auch nicht mehr. Das ist das wirklich großartige! Der Kurs dauert also drei Monate, aber ausnahmsweise lernen wir hier wirklich etwas für das ganze restliche Leben!

Ich wurde gefragt, ob es persönliche Gespräche in diesem Programm gäbe – njein – man kann bei Sorgen und auch bei technischen Problemen mit dem Team in Kontakt treten, sie versuchen zu helfen, es gibt viele Tipps, Hinweise auf Videos, Audios und auf Mareikes Podcast oder den Hinweis auf weiterführende Therapien. Das Team ist sehr jung und auch wenn der Ton immer sehr lieb („Hallo du Liebe!“) und unterstützend ist, meine jahrzehntelang dauernde Ess-Geschichte ist viel krasser und zerstörender als das, was die meisten jungen Frauen im Team dort kennen, zumindest ist das mein Eindruck.

Es gibt auch „Partner“-Übungen, gewünscht wird, dass sich die Teilnehmerinnen gegenseitig (via Whatsapp oder FB) unterstützen (kein Zwang, ich habe es nur kurze Zeit gemacht). In der Facebookgruppe, aus der ich in der Zwischenzeit rausgegangen bin, gibt es mal gute, mal weniger gute vibrations. Zu „meiner“ Zeit waren wir dort viele Frauen in meinem Alter, der Austausch war recht klasse, später, mit überwiegend sehr jungen und sehr aufgeregten Frauen, fühlte ich mich nicht mehr wohl. Das Programm ersetzt aber keine Therapie, und es ist nicht so persönlich, dass Mareike am Ende von jeder Teilnehmerin (Männer sind mitgemeint) wüsste, wie es ihr geht (auch wenn man im Programm immer Rückmeldungen geben kann, anonym oder nicht, in der Regel wird einem geantwortet!)

Mareike hat aber nun auch ein zweites Programm entwickelt „Intupower“, (Achtung, ich verlinke das, habe aber keine Kooperation mit Mareike laufen! Und auch mit sonst niemandem) weil ihr ganz klar ist, dass das Ess-Problem nur ein Symptom ist. In Intupower versucht sie in einem Rundumpaket (im Prinzip das, was ich zusätzlich mit Style-School und auch mit der Trauma-Arbeit bei Dami Charf gemacht habe) das Selbstliebe-Problem zu bearbeiten. Ich habe mich dafür eingeschrieben, um zu sehen, wie es funktioniert, es aber nicht zu Ende gemacht. Ich hatte bei vielem den Eindruck, die Themen schon (in anderen Seminaren) „bearbeitet“ zu haben und war ein bisschen gesättigt von Therapie-Programmen; ich habe immerhin das ganze Jahr 2020 täglich die Audios gehört (ja, ich sage es nochmal, ich glaube, dass diese Berieselung des Unterbewusstseins mit positiven Gedanken etwas bewirkt!) Ich habe noch einmal ein Seminar bei Stasia gemacht und habe auch mal bei Peter Beer und seiner Achtsamkeits-Academy reingeschnuppert. Auch bei Peter Beer stört mich sein extrem kuschelbäriges Liebsein und seine (bayrisch/fränkische?) Art, Worte auszusprechen: „der Kölner“ verstand ich immer, aber nein, er meint „der Kellner“. Aber auch das kann ich irgendwann überhören und die Botschaft annehmen. Das Jammerfasten-Seminar kann ich empfehlen.

Es gibt da draußen sicher noch andere Wege und Möglichkeiten, zu sich zu finden und das mit dem Essen „hinzukriegen“, aber das war mein Weg. Und nein, ich will heute keine basische Ernährung mehr ausprobieren, kein Weglassen von x oder y und auch kein Intervallfasten mehr machen. Ich esse alles, aber eben nur so viel, so lange ich körperlich hungrig bin. Das ist gerade am Anfang ein spannendes Herumprobieren, wie lange sättigt mich ein Glas Saft und ein Keks? Habe ich morgens wirklich Hunger? Und auf was? Wenn ich mittags oder abends wirklich Hunger habe, will ich etwas Salziges essen und kein Joghurt und auch kein Stück Kuchen. Ich war gerade am Anfang begeistert davon, WIE GUT alles schmeckt! Ist das nicht superlecker? frag(t)e ich Monsieur immer wieder beim Essen. Das ist in der Tat neu. Diese Freude am guten Essen und eben jetzt auch am Kochen, weil ich Fertigessen nun nicht mehr mag. Ich bin auch beim Einkaufen viel entspannter und falle nicht über alle Sonderangebote her; ich suche das, was mir (uns) schmeckt, worauf ich wirklich Lust habe und basta. Früher habe ich wahllos sämtliche Desserts ausprobiert, jetzt weiß ich, welcher Schokopudding mich richtig schön zufrieden macht und mehr brauche ich nicht.

Voilà. So viel für eben. Ich hoffe, ich habe alles beantwortet – wenn ich etwas vergessen habe, melden Sie sich, gerne auch wie gehabt privat per Mail, Sie müssen sich hier nicht als Betroffene outen. Liebe Grüße!

Nachtrag, als Antwort auf Utes Kommentar (dort würde es sicher zu lang):

Monsieur stand und steht meiner Veränderung positiv gegenüber, das muss auch erwähnt werden, weil aus vielen Frauen, die ihre Lebens- oder Beziehungs-Unzufriedenheit nicht mehr länger mit Essen runterdrücken, plötzlich freiere, kritischere Frauen werden. Die nicht mehr alles „schlucken“, was man ihnen „vorsetzt“. Das kann die Beziehungen zum Partner-, zur Familie, zu KollegInnen- und ChefInnen verändern. Nicht immer sind die Menschen, mit denen wir bisher „so“ gelebt haben, mit unserer Veränderung einverstanden („es geht nur noch um dich!“ hörte eine Frau, als sie ihrem Mann erstmals widersprach – so etwas liest man in den zugehörigen Facebookgruppen, das ist manchmal erhellend, oft auch erschütternd). Monsieur steht dem also positiv gegenüber, muss aber auch manchmal lange etwas erklärt bekommen. Monsieur ist, nebenbei bemerkt, der intuitivste Esser, den ich mir als Beispiel wünschen könnte. Aber er isst wahnsinnig schnell. Zu Beginn des intuitiven Essens, sollen wir ganz langsam essen, um zu spüren, wann der körperliche Hunger weg ist. Es ist so, als müssten wir das alles ganz neu lernen (aber keine Angst, es ist intuitiv immer noch da! Es ist eigentlich nur verschüttet). Dieses langsame Essen irritierte ihn, denn vorher schlang ich mein Essen genauso schnell runter wie er. („Isst du das nicht mehr?“ fragte er zum Beispiel und hatte schon die Gabel ausgestreckt, um etwas von meinem Teller zu picken, „ich weiß es noch nicht“, war meine Antwort ;-) ). Das ist das eine, das andere war, auszuprobieren was ICH WIRKLICH essen will. Dadurch, dass ich schon immer koche, habe ich glücklicherweise einen gewissen „Fundus“ und muss nicht Essen und Essenzubereiten und das Wie-schmeckt-was? an Nahrungsmitteln überhaupt erst wieder lernen. Ich kochte also in der Regel einfach so weiter, aber oft habe ich keine Lust auf Fleisch, oder ich lasse es nach den ersten ein-, zwei Bissen liegen. Häufig mache ich jetzt überhaupt nur noch ein Stück Fleich und lasse mir von Monsieur ein kleines Stück abschneiden. Abends esse ich jetzt manchmal „german Abendbrot“, also „kaltes“ Abendessen, Brot mit Schinken, während Monsieur Suppe oder Omelette isst. Die festen Essenszeiten wurden kurzzeitig problematisch, weil ich vielleicht ohne Hunger nichts gefrühstückt habe (das ist überhaupt neu, dass ich morgens vielleicht keinen Hunger haben könnte, sondern nur Durst auf ein Glas Wasser) sondern wir (ich ungefrühstückt) am Strand liefen und schwammen und ich dann, als wir wieder zurück waren, gegen halb elf einen Bärenhunger bekam und zwar auf Porridge mit Früchten, und dann entsprechend gegen Mittag absolut KEINEN Hunger hatte und dann konsequenterweise nichts zu mittag aß, aber natürlich trotzdem kochte und mit am Tisch saß. Dieses konsequent intuitive (und damit vielleicht antizyklische) Essen kann man also nur machen, wenn man alleine ist ODER man sucht sich einen Mittelweg. Um mittags mit Monsieur normal zu essen, darf ich es nicht um halb elf zu einem riesen Hunger kommen lassen. Das muss man ein bisschen ausjonglieren, wie gesagt, vielleicht tut es, statt einer riesen Schüssel Porridge um halb elf, ein Glas Saft und ein Keks gegen zehn Uhr, wie lange komme ich damit aus? Anfangs schleppte ich immer Kekse und Wasser mit mir herum, damit ich beim „kleinen Hunger“, (endlich, weiß ich, was das bedeutet ;-) ) , etwas zu Essen dabei habe. Ich will den Hunger spüren, will meinen Körper aber nähren und ihn nie mehr „verhungern“ lassen. Das war, gerade zu Anfang, ein ziemliches Herumprobieren. Habe ich Hunger? Wieviel? Auf was? Wie lange hält das vor, was ich gegessen habe? (Ein zweiter Milchkaffee gegen halb elf ist oft fatal sättigend!) Da ich gerne einen Nachtisch will, höre ich mit dem Essen so auf, dass da noch etwas Hunger für ein Dessert ist. Manchmal esse ich das Dessert dann nicht auf. Auch da war es interessant, zu schauen, auf was ich WIRKLICH Lust habe. Ich habe für mich diesen Schokopudding gefunden, der mich sooo zufrieden macht! Manchmal habe ich aber auch Lust auf ein Vanillejoghurt. Oder auf eine frische Mango. Am spannendsten war es für mich im Restaurant (Sie wissen noch, was das ist? haha, schlechter Scherz). Da funktioniert es aber auch am besten für mich. Die Distanz zum Essen ist wohl größer, als wenn ich selbst koche. Auch da gilt, ich darf nicht noch um halb elf etwas gegessen haben, sonst ist das schöne Essen im Restaurant für mich schon beim Entrée zu Ende. Es geht nichts mehr! Das ist neu und spannend. Und ärgerlich, wenn ich alles liegen lasse, weil ich nicht mehr kann! Wo es doch so teuer und so lecker war! Aber dieses INTUITIVE Essen und dann das Zusammenschieben des Bestecks, weil ich SATT bin, und nicht, weil ich denke, ich sollte aufhören, erlebe ich so wirklich nur im Restaurant und das ist jedes Mal erhebend.

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14 Responses to Über das Essen

  1. Kitty Koma sagt:

    Eigentlich ist das ein Kommentar zum 2018er Text.
    „Du musst dein Leben ändern!“ ist die letzte Zeile von Rilkes Apollo-Sonett. Diese Zeile kommt so unvermittelt, der Dichter betrachtet den Apollo-Torso im Louvre, denkt über diesen nackten Körper nach. Und plötzlich spricht etwas: „Du musst dein Leben ändern!“
    Ein großartiges Gedicht.

    • dreher sagt:

      Oh Danke! Ich werde es nachlesen.
      Ich glaube, Süskind, in seinem absolut lesenwerten Text Amnesie in Litteris, löst es am Ende auch nicht auf. Stehen bleibt der Satz: Du musst dein Leben ändern!
      Gutes Schlusswort! :-)

  2. Ute sagt:

    Liebe Christiane,
    ja, eeeendlich hat sie über das Essen geschrieben! :-)))
    Vielen herzlichen Dank dafür, dass Du uns so viel von Dir erzählt hast und ja, gerade was das angeht werde ich mir noch mal Dein Buch schnappen. Dass Du all das für uns aufgeschrieben hast, obwohl es doch gar nicht mehr Dein Thema war und Du verständlicherweise auch gar nicht mehr mit Deinen Gedanken dorthin zurückreisen willst…
    Wie Du vielleicht noch weißt, bin ich direkt um Intueat herumgeschlichen und war erstmal ordentlich abgeschreckt, weil sie mir so nervig und süß vorkommen, die „Meeedels“ (sorry ;-)) dort…Habe mich auch bis heute noch nicht angemeldet, schleiche aber bis heute drum herum…
    Und witzigerweise kam gerade gestern auch die erste Infomail von Mareike zu Intupower bei mir an…
    Keine Sucht…ja, das ist ja immer was man denkt: Sucht und ich kann gar nicht anders…grummel…
    Darf ich Dich noch was fragen zum Thema?
    Wie bekommst Du das intuitive Essen mit den gemeinsamen Mahlzeiten mit Monsieur hin? Das planst Du ja schon ein bisschen vorher und vielleicht mögt Ihr dann nicht immer das gleiche und vor allem zur gleichen Zeit essen?
    Vielleicht ist die Lösung ja ganz einfach…aber ich sehe sie für mich noch nicht…vielleicht auch eine Form der Selbstsabotage, das nicht zu sehen…
    Sooo schön zu lesen, wie leicht es Dir jetzt mit dem Essen geht, dass Dich das gar nicht mehr betrifft…:-)
    Ganz liebe Grüße

    • dreher sagt:

      Danke liebe Ute,
      ich habe meine Antwort als Nachtrag an das Ende des Textes gesetzt, es wäre mir hier zu lang geworden. Es ist ein Herumprobieren und Herumjonglieren. Trial and error. Auch das muss man sagen. Nicht immer gelingt es auf Anhieb.
      Vielleicht ist das Programm nichts für dich – wenn dich zu viel stört – für mich passte es trotzdem. Ich wüsste bislang keine Alternative. Aber das Programm unterstützt uns auf dem Weg, gehen und machen, sich Unangenehmen stellen, müssen wir selbst!
      Liebe Grüße!

      • Ute sagt:

        Liebe Christiane,
        tausend Dank, dass Du noch mal sooo viel mehr dazu schreibst, wie das mit dem gemeinsamen Essen bei Euch funktioniert :-)
        Das finde ich wirklich sehr motivierend!
        Hihi, endlich weißt Du, was der kleine Hunger bedeutet, ist schön :-)
        Und ja, Du hast so recht, gehen muss man selbst…und am besten erstmal geradeaus und nicht drumrum…
        Ich glaube nicht mal, dass das nichts für mich ist…so ganz sicher bin ich mir nur noch nicht, das kann ich aber erst sein, wenn ich es ausprobiere…also losgehe…und aufhöre, darüber zu meditieren :-)
        Also, noch einmal, vielen herzlichen Dank für einen so ausführlichen Nachtrag!

  3. Manuela sagt:

    Wie schön, dass Sie den Beitrag über das Ess-Thema geschrieben haben! Ich freue mich sehr (und habe gleichzeitig ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich auch gedrängelt habe). Da ich selbst betroffen bin, bedeutet es mir sehr viel, die Erfahrungen aus erster Hand von jemanden zu hören, der das auch alles durchgemacht hat. Im Buch habe ich ja schon viel dazu gelesen, aber jede weitere Info ist hilfreich. Toll, wie Sie das hingekriegt haben, da können Sie echt stolz drauf sein!
    Ich danke Ihnen ganz herzlich für den Beitrag, ich melde mich in den nächsten Tagen nochmal per Mail dazu!
    Herzliche Grüße nach Cannes
    Manuela

    • dreher sagt:

      Danke Manuela!
      Kein schlechtes Gewissen, alles gut!
      Ich bin auch stolz, dass ich es hingekriegt habe. Das Programm unterstützt einen, aber machen müssen wir es selbst.
      Ich freue mich auf Ihre Mail!
      Liebe Grüße!

  4. Ursula Weber sagt:

    🌷Weiterhin alles Gute liebe Christiane💕🍀🍀🍀

  5. Mumbai sagt:

    gleich vorweg…alles keine Kritik, kein Ratschlag und vor allem nicht boese gemeint.
    Schon bei der Antwort auf Utes Kommentar ist mir aufgefallen, was Sie essen und wie
    Sie essen. Zwei sehr entscheidende Faktoren fuer ein 1. gesundes Essverhalten und 2. eine gute Verdauung.
    Beim Lesen hatte ich auch das Gefuehl, dass Sie eine Frustesserin sind und Sie sich den Essgewohnheiten und Essenszeiten Monsieur’s anpassen anstatt ihre eigenen zu entwickeln. Manchmal geht es eben nicht anders und sich immer anzupassen fuehrt nie
    zum gewuenschten Ergebnis. Ausserdem findet alles im Kopf statt….ja, eine sehr sehr harte Arbeit die man aber nur allein bewaeltigen kann und muss. Niemand, auch der beste Coach kann dabei helfen sondern nur Tipps geben, die vielleicht anspornen. Dies
    gilt nicht nur fuer Essensgewohnheiten sondern fuer alle problematischen Situationen die einem das Leben aufbuerdet. Wenn Sie es wirklich wollen, dann schaffen Sie es und dabei wuensche ich Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

    • dreher sagt:

      Herzlichen Dank wie immer für Ihre Anteilnahme – Sie haben sicherlich Recht mit der Frustesserin, die ich die längste Zeit meines Lebens WAR. Ich war auch Angstesserin, Stressesserin, Langeweileesserin – ich habe aus allen möglichen Gründen gegessen, nur nicht, weil und wenn ich Hunger hatte. Das Besondere aber ist, dass es vorbei ist – auch wenn Sie das anders gelesen haben. Es war (und ist) eine sehr harte Arbeit, damit haben Sie ebenso Recht. Und ich habe es geschafft!
      Vielen Dank für Ihre Wünsche!

      • Mumbai sagt:

        Habe es offensichtlich missverstanden…tut mir leid und ich freue mich, dass Sie die „Durststrecke“ oder wie immer man diese
        harte Arbeit nennen moege, ueberstanden habe. Liebe aber auch zu kochen und noch mehr gut zu essen, vor allem in Restaurants.
        xx

  6. Ute sagt:

    Darf ich da auch meine 5 ct dazu geben?
    Ich habe mich für mich selbst auch gefragt, ob es richtig oder falsch ist, sich den Essgewohnheiten seines Liebsten anzupassen, oder ob es überhaupt darum geht…
    Für mich ist aber klar, dass gemeinsame Mahlzeiten zu einem Gewissen Grad auch zum gemeonsamem Leben dazugehören…und glücklich machen…😍
    Liebe Grüße
    Ute