Sommerszenen

Ich bin wirklich zerknirscht, das wollte ich jetzt doch nicht. Fürst Albert Deux und Mademoiselle Charlene haben sich gestern öffentlich gezeigt, um zu demonstrieren, dass an den bösen Gerüchten über ihre kriselige Beziehung nichts dran ist… 

Natürlich lieben sie sich. Natürlich werden sie heiraten, keine Frage. Es gab Gerüchte, dass Mademoiselle Charlene lieber alles absagen würde um nach Südafrika zurück zu kehren. Ich hoffe, l’Express hat sich nicht von meinen Spekulationen verleiten lassen, diese Gerüchte zu veröffentlichen. Das wäre mir extrem unangenehm. Natürlich wurde alles vom Fürstenhof dementiert und l’Express musste eine Gegendarstellung veröffentlichen. Ich sage hier öffentlich, dass ich natürlich auch nie irgendetwas in Frage gestellt habe. Wo kämen wir da hin. Ich zeige Ihnen daher hier Nice Matin von heute, auf dem Titel das natürlich sehr glückliche Brautpaar. Jetzt alles abzusagen, wäre auch wirklich ein bisschen spät, wo Monsieur Armani bereits letzte Hand an das Hochzeitskleid angelegt hat… und Jean Michel Jarre hat nicht nur eine „pharaonische Installation“ aufbauen lassen, sondern extra noch ein paar Musikstücke für Charlene komponiert. Die beiden zeigten sich gestern verliebt, lachend, Hand in Hand. Wirkte ein bisschen sehr demonstrativ für meinen Geschmack… äh, nein, ich wollte ja nicht mehr unken… sie werden bestimmt sehr, sehr glücklich, bekommen drei blonde sportliche Kindelein und es wird alles ganz wunderbar! Den Besuch der beiden glücklichen Turteltauben auf dem Konzertgelände von Jean Michel Jarre, die Hochzeitstorte und alles andere Wichtige und Aktuelle diesbezüglich können Sie schnell noch auf auf der Homepage von Monaco Matin erfahren.

Ansonsten ist es hier heiß, feucht, schwül… der Schweiß fließt, die Moskitos beißen, die Zikaden zirpen tags, die Frösche im Nachbarpark quaken hingegen nachts zum Steinerweichen und die Katzen liegen erschöpft auf den kühlen Fließen und bewegen sich nur, um die bereits angewärmten gegen kühlere auszutauschen. Glücklicherweise liegen sie nicht mehr mit uns im Bett, ächz, Moskitonetz sei Dank, wobei Pepita uns die Netzinstallation sehr übel genommen hat. Entweder man kommt nicht rein in dieses Ding, oder man ist darin gefangen, Löcher darf man auch nicht reißen, das alles ist entschieden gegen die Katzenfreiheit, dann sollen sie doch allein schlafen… zur Strafe hat sie über uns bis auf weiteres Streichelverbot verhängt. Kein noch so kleiner Streichler ist erlaubt, sie knurrt unwirsch, entwindet sich und entflieht. Pfffh! Da seht ihr mal, was ihr davon habt!

Wir werden in nächster Zeit ein bisschen unterwegs sein: in den Bergen, in Marseille, in Avignon. In Avignon ist Theaterfestival. Da war ich vor fünf Jahren schon einmal, damals haben wir mit einer kleinen Laientheatergruppe „l’Illustre Troupeau“ auf einem Hausboot ein selbst geschriebenes Stück aufgeführt. Das müsste ich eigentlich auch noch mal erzählen… aber es ist gerade so heiß… ächz… für eben schlappes Winken von hier! À bientôt!

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