Bébé-Boum … Filter im Oktober

Oktober 2012. Alle sind auf der Frankfurter Buchmesse und ergehen sich im Hype der Neuerscheinungen… Alle? Nein, ein paar Tapfere sind auch zu Hause geblieben… für die kommt hier ein Textchen aus meiner Filter-Kolumne:


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4 Kommentare zu Bébé-Boum … Filter im Oktober

  1. irene sagt:

    Das klingt doch wirklich ganz entspannt, wie die Französinnen das handhaben oder? Ich hab eine Freundin aus Paris, die verheiratet ist und keine Kinder wollte. Ausnahmen bestätigen die Regel … obwohl sie lebt auch schon länger nicht mehr in Frankreich…
    Wird man als kinderloses Paar in Frankreich eigentlich schief angesehen oder ist das okay? Bei den „Natur-Müttern“ , die es ja in Ö auch nicht so selten gibt, bekomme ich auch oft so ein mulmiges Gefühl, ..Nazizeit … ist vielleicht ein bisschen gar krass, aber mit Aussenblick betrachtet verständlich…
    Liebe Grüße udn danke für deine Frankreich Einsichten, die du uns gewährst
    Irene

    • dreher sagt:

      ja, ganz entspannt, oder lieblos, je nachdem wie man das sehen will… und Paris ist nicht Frankreich, so wie Wien nicht Österreich ist… ich glaube, gewollte Kinderlosigkeit wird zumindest nicht verstanden, möglich, dass man dann schief angesehen wird… ich weiss, dass wir einmal abends Kinder hüten mussten, weil ein (noch?) kinderloses Paar „ohne“ Kinder eingeladen hatte. Das wurde sehr kritisch bewertet. So etwas macht man (eher) nicht…
      die Franzosen sind ja locker im Umgang mit der Nazizeit, sie waren ja nicht betroffen und keinesfalls schuld, (waren ja alle im Widerstand, wie ich immer gern anmerke) insofern kann man hier schnell Vergleiche ziehen… :(

  2. Karin sagt:

    Deutsche und französische Mütter trennen manchmal Welten. Einmal machten wir mit einer französischen Freundin Skiurlaub, Töchterlein, gerade vier geworden, war auch dabei. Ich musste mir ein mit kritisch gehobenen Augenbrauen gehauchtes „ah bon?“ anhören, weil ich die Kleine nicht wie die französischen Elternpaare ganztags (!) in eine ihr völlig unbekannte crèche geben und doch tatsächlich wenigstens einen Teil des Tages mit meinem Kind verbringen wollte!
    Auch die Kommentare der Kolleginnen (super, Du kommst endlich zurück ins Büro) und denen der deutschen Expat-Mütter (waaas, Du musst schon wieder arbeiten gehen?) hätten nicht unterschiedlicher sein können.

    Vor einigen Jahren wurde hier Werbung gemacht für ein Kochbuch für Babynahrung. Da gab’s schon ab sechs Monaten Meeresfrüchte, Austern (!) und alles was Franzosen so gerne essen. Man wird doch nicht für’s Kind auf gehobene Küche verzichten!!!

    Liebe Grüsse aus Genf,
    Karin

    • dreher sagt:

      Ich glaube, französische Kinder sind das gewöhnt einfach irgendwo in Gruppen gesteckt zu werden… und die Mütter auch, schliesslich war es bei ihnen schon genauso… Ich sehe das bei „meinen“ Enkeln, die sind jetzt sieben und neun, die gehen schon seit Jahren sehr selbständig in Feriengruppen aller Art, das ist einfach so… letztes Jahr hatte die Kleine morgens immer ein bisschen Bammel, als ich (ich wohlgemerkt, die Mama arbeitet schon um neun Uhr morgens) sie zu einem neuen Kinder-Segelkurs brachte und klammerte sich an meiner Hand fest. ICH brachte es fast nicht übers Herz, sie dazulassen. Alle anderen Mütter waren da kurz und knackig: keine Zeit, Kuss und weg… die Oma holt dich später ab… „meine Kleine“ hatte sich erst am Ende der Woche so weit akklimatisiert, dass es ihr gefiel. Für mich war das jeden Morgen schlimm, sie dazulassen. Dieses Jahr waren die Ferienkurse überhaupt kein Problem mehr.

      ps: Hier um die Ecke macht übrigens gerade eine „micro-crèche“ auf, für Babys…