und nähme ich die Flügel der Morgenröte

Morgenstimmung

Sie haben es vielleicht, wie Eva, erraten, ich war auf der „anderen“ Insel, auf St. Honorat, im Kloster. Seit ich Schweigen und Stille kennengelernt habe, vor vielen Jahren in der Abtei Königsmünster in der Nähe von Köln, in dem wundervoll klaren, schnörkellosen Haus der Stille, bin ich davon infiziert. Ich brauche immer mal wieder Stille und Schweigen um mich herum. Ich bin wirklich froh, dass ich ein Kloster, in dem das möglich ist, fast in Laufnähe habe. Außerdem auf einer der wirklich wundervollen Iles de Lérins. Über die Inseln und das Kloster habe ich schon einmal geschrieben. Es ist nicht selbstverständlich, kurzfristig dort unterzukommen, insofern war ich dankbar, wenigstens eine Mini-Auszeit zu bekommen. Man muss nicht an den Stundengebeten teilnehmen, aber ich mache das gerne, mir geben die Gesänge der Mönche Ruhe, und die Andachten geben dem Tag eine Struktur, die mir als Zuhause-alleine-Arbeiterin oft fehlt. Ich nehme aber nicht an allen Stundengebeten teil, und an der Vigil, der ersten Andacht um 4.30h, teilzunehmen, ist für mich als Langschläferin, nicht leicht. Einmal habe ich es nur geschafft. Danach lief ich noch vor Sonnenaufgang rund um die Insel und sah die Sonne aufgehen. Das war so beglückend, dass ich mir vorgenommen habe, zukünftig sehr früh aufzustehen und dann ein Stück zügig spazierenzugehen, am Meer vorzugsweise. Bislang habe ich auch das nur einmal geschafft. Ist nicht leicht, seinen petit train train quotidien, sein eingefahrenes Alltagsleben, zu ändern. Hier ein paar Fotos von meinem frühen Inselrundgang.

Vor Sonnenaufgang

Die Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages

… und nähme ich die Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder zuäußerst am Meer …

Morgenrosa

Und es ward …

Und es ward Licht

… Licht!

Licht

andere sind auch schon da

ein Angler

das alte Kloster in der Morgensonne

altes Kloster im Morgenlicht

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8 Antworten auf und nähme ich die Flügel der Morgenröte

  1. Eva sagt:

    Guten Abend,
    gerade bin ich mit dem Buch fertig geworden und wollte nochmals die Bilder hier anschauen – siehe da, es gibt noch viel mehr davon. So wunderschön eingefangen, die Morgenstimmung!
    Danke & viele Grüße,
    Eva

  2. Micha sagt:

    Oh, sehr schöne Eindrücke. Ich kann dein Bedürfnis nach Stille und Schweigen sehr gut verstehen – und könnte mir keinen schöneren Ort dafür vorstellen als diese Burg von Kloster auf dieser malerischen Insel. Wie lange müssen sich denn *Fremde* vorher anmelden?

    • dreher sagt:

      Liebe Micha, auf der Seite der Abbaye de Lérins –> hospitalité –> hotellerie steht etwas von „Anfragen mindestens zwei Monate vorher“ – nun, so lange habe ich nie gewartet, sicher auch weil ich vor Ort und disponible bin, und mich mit dem, was man mir anbot, auch zufrieden gab. Drei Nächte in diesem Fall. Wäre gern länger geblieben, aber sie haben wirklich nur 30 Plätze zur Verfügung und eine Gruppe reiste an. In der weniger schönen Zeit, Februar, November, konnte ich, genauso kurzfristig, auch schon länger dort bleiben. Die Burg ist das ehemalige Kloster. Wenn du auf die Seite der Abbaye gehst, dort gibt es irgendwo ein schönes Foto mit der Burg und dem Kloster dahinter. Das muss aber von einem Schiff aufgenommen worden sein.

  3. Uschi sagt:

    Sonnenaufgang am Meer … wunderschöne Bilder!
    Danke, liebe Christiane, und herzliche Grüße
    Uschi

  4. Gerd Ziegler sagt:

    … und schon suchen wir in Gedanken eine ruhige Ankerbucht, da wir uns niemals in einen übervollen Hafen reinpressen würden…

    Ob uns das loi littoral wohl einen Strich durch die Rechnung machen würde? Egal. Das Interesse für diese Inselgruppe ist geweckt.

    Bon vent :-)

    • dreher sagt:

      wie schon anderswo gesagt, besser außerhalb der Saison und nicht am Wochenende …