Hinter dem Mond … oder davor

Kaum war ich aus den Pyrenäen zurück, ging es, zumindest für mich, in unser Bergdorf. Atmen und Schreiben. Beides war sehr dringlich. An der Küste ist es immer noch so heiß, aber das Gejammer über den südfranzösischen Sommer in der Stadt wollen Sie vermutlich nicht schon wieder hören (falls doch dann lesen Sie hier ; alter Text, immer wieder aktuell). Schon beim Einfahren in die ersten Schluchten kurz hinter Nizza sind es gleich zehn Grad weniger. Oben, auf 1700 Metern, ist es so kühl, dass ich sofort Halsweh bekomme. Es regnet. Ich mache Feuer und ziehe Socken und einen Fleecepullover an. Es ist still und die aufgeregte Welt ist wohltuend weit weg. Es gibt kein Internet und kein Mobilfunknetz und auch keinen Fernseher. Ich atme, schreibe und lese (Christoph Hein „Glückskind mit Vater“ (sehr gemocht!) Juli Zeh „Unterleuten“ (anders, aber auch sehr gemocht!). Und ich schaue viel aus dem Fenster, tags und nachts, und ich koche hin und wieder.

Alles sehr wohltuend, aber dann muss man doch wieder runter ans Meer … aus Gründen …

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2 Kommentare zu Hinter dem Mond … oder davor

  1. Mumbai sagt:

    ja, hier ist die Welt NOCH in Ordnung aber was Ihnen heute am Strand geschehen ist,
    vermiest einem wieder in die „grosse“ Welt zurueckzukehren. Ich wuensche Ihnen, dass
    ihre Sachen doch noch irgendwo gefunden werden, denn ausser dem handy kann man
    ja nichts damit anfangen.