Dies und das

Ich war versucht, den Text „Alfred, Amy, Amal und Ahrweiler“ zu übertiteln, hatte aber Angst, dass die Menschen aus anderen Hochwassergebieten sich gekränkt fühlen könnten. So, damit wissen Sie aber schon, was Sie hier heute erwartet. Bisschen Klatsch und am Ende wirds ernst.

Ich hänge allem hinterher, herrjeh. Alfred Biolek ist gestorben, das wissen Sie schon und muss ich Ihnen nicht verlinken, da gab es bestimmt in den deutschen Medien genug Rückblicke. Ich mochte ihn und vor allem seine Sendung Bios Bahnhof sehr gerne. Die Kochsendungen ging ein bisschen an mir vorbei, Sie wissen, dass ich früher nicht gerne gekocht habe. Ich erinnere mich trotzdem an ein Guiness Stew, das Heike Makatsch bei Alfredissimo gekocht hat. Ich habe Biolek fassungslos in Erinnerung, Rindfleisch mit Bier im Ofen und basta. Habs leider nicht mehr gefunden.

Amy Winehouse hatte gestern ihren zehnten Todestag, auch zu ihr gabs Nachrufe und Sendungen, auch in Frankreich, gestern Abend spät. Mein Lieblingssong. Erstmals (dank der Sendung gestern Abend) den Text verstanden. Nicht lustig.

Kommen wir zu lebendigen Stars: Amal und George haben ihr Landgut in Brignoles erworben (wir berichteten), sind erstmals dort gewesen, und sie haben den Bürgermeister zu sich eingeladen! Das ist doch nett, ich glaube, das hat bisher keiner der Stars hier unten gemacht. Entsprechend stolz hat der Bürgermeister ein Foto auf seiner Facebook-Seite gepostet. Hätte ich vermutlich auch gemacht. Brignoles ist ein Städtchen mit etwas mehr als 17.000 Einwohnern, übrigens, gerade beim Googlen erfahren, mit Groß-Gerau in Südhessen verschwistert! Bei uns hieß Groß-Gerau auch immer nur französisch angehaucht Gra(h)n-Scheroh, obwohl ich damals noch gar nichts von Brignoles wusste. Groß-Gerau ist ein eher unscheinbares Städtchen, das man vom Vorbeifahren Spargel- und Erdbeeranbau im Ried kennt, ebenso vom Zuckerrübenanbau (Südzucker) und via Rüsselsheim für Opel. Am charmantesten fand ich seinerzeit das Kino Riedcasino, für dessen alternativen Charme und das besondere Kinoprogramm ich weite Wege auf mich genommen habe, es scheint aber nicht mehr zu existieren. Womit wir immerhin den Reigen zu Clooneys geschlossen hätten. In Brignoles also. Und nun machen sich alle über den kleinen Bürgermeister mit seinem Bäuchlein und seinem stolzen FB-Foto lustig. Egal, wir erfahren, dass Amal Clooney ausgezeichnet Französisch spricht. Sehr charmant seien beide und der Bürgermeister hofft, dass die Präsenz des Ehepaars Clooney Brignoles etwas Aufschwung geben möge. Warum auch nicht. Sehen Sie nicht alle drei entzückend aus?

Ex-ex-Präsident Sarkozy wurde für zwanzig Minuten (braungebrannt und unrasiert) in Le Lavandou gesehen, wo er zu einer Restaurant-Eröffnung eingeladen war. Wie Sie vielleicht wissen, wurde Sarkozy aber zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er zwar in einer Art Luxus-Knast, nämlich im Anwesen seiner Schwiegermutter ganz in der Nähe von Le Lavandou verbringt, Hausarrest hat er aber, Restauranteröffnung hin oder her, trotzdem. Zwanzig Minuten Ausgang stand man ihm dann wohl zu, bevor ihn seine sogenannten Body-Guards wieder „nach Hause“ fuhren. Er ließ sich also nur im Restaurant sehen, gegessen hat er dort nicht.

So viel aus unserer Rubrik People.

Was sonst? Das neue Frankreich Magazin kam heute gleich dreimal an! Toll! Ich bin derzeit allein zu Haus, genieße es, in meinem Rhythmus zu leben, komme aber trotzdem zu nix. Hier hat die 4. Welle begonnen, die Krankenhäuser sind schon mit Patienten der Delta-Variante voll, die sogenannten 7-Tage-Inzidenzzahlen meines Departements verrate ich Ihnen besser nicht, sie explodieren nämlich, und der Sommer mit all den Urlaubern ist noch nicht vorbei. Ich sehe mich im September schon wieder im Lockdown, dabei war ich noch gar nicht wirklich draußen. Daher haben wir jetzt den umstrittenen „Pass-Sanitaire“, mit dem man nachweist, dass man zweimal geimpft oder negativ getestet ist, wenn man irgendwo reinwill (Kino, Restaurants, Einkaufszentren). Konzerte, eben noch vollmundig angekündigt, werden wieder abgesagt, weil nun nicht mehr 1000, sondern nur noch 50 Menschen versammelt sein dürfen. Noch ist die Maskenpflicht im öffentlichen Raum nicht wieder Pflicht geworden, das wird aber möglicherweise nicht mehr lange auf sich Warten lassen.

Zum Hochwasser in Deutschland. Wie Sie sich vielleicht erinnern, waren wir seinerzeit in Cannes auch betroffen. Wir haben bestimmt 5000 verschlammte Bücher weggeworfen. Und ja, wir haben nur Bücher verloren, nicht viel mehr, ein Hobby, die Sammlung des Gatten. Es tat weh, aber wir können ohne weiterleben. In Deutschland haben so viele Menschen alles verloren, es ist erschütternd. Ich bin, aus Gründen, den Büchermenschen besonders nah und möchte hier ein paar Links teilen.

Es gibt zwei konkrete Hilfsaktionen über Gofundme.com für eine Buchhandlung in Bad Münstereifel und eine Buchhandlung in Kall. Ich bin sehr gerührt zu sehen, dass in beiden Fällen, die erhoffte Zielsumme schon überschritten wurde. Ob die wirklich reicht, um weiterzumachen und monatelang ohne Einkünfte zu überleben, sei dahingestellt. Es gibt aber noch andere Buchhandlungen, die „ertrunken“ sind, das Börsenblatt zählt sie hier auf. Man kann die Buchhandlungen direkt oder auch über das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels, Stichwort „Hochwasser 2021“ unterstützen; die Bankverbindung findet sich im verlinkten Artikel.

Über diesen Text von Friederike vom Landlebenblog habe ich von der Autorin Karin Joachim erfahren, der die Ahr das Haus durchgespült hat. Sie hat dabei alles verloren. Sie jammert nicht, bittet aber um Unterstützung durch den Kauf ihrer Bücher. Über Isabel Bogdan hörte ich von dem Antiquar und Versandbuchhändler Tobias Wimbauer in Hagen, dem das halbe Buchlager (50.000 Bände) abgesoffen ist und der dringend einen neuen Lagerraum für die restlichen Bände und vielleicht auch sonst Hilfe benötigt. Ich habe leider keinen richtigen Link gefunden, aber Tobias Wimbauer sucht derzeit über ebay nach einem Lagerraum.

Geldspenden, auch Sachspenden sind eine Sache, aber falls Sie Zeit und körperliche Kraft haben, bitte helfen Sie aktiv irgendwo. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie mühsam das Wühlen im Schlamm ist und wie die körperliche Kraft nachlässt und wie sehr die Unterstützung von HelferInnen motivieren kann, weiterzumachen. Es ist eine Scheiß-Arbeit, und man wagt nicht, jemanden damit zu behelligen. Ich werde unseren HelferInnen, vor allem denen, die auch nach mehreren Tagen noch da waren, nie vergessen, was sie getan haben. Vielleicht können Sie auch mit Kaffee oder gekochtem Essen helfen oder mit dem Belegen von Sandwiches oder was weiß ich. Ich verlinke dazu jetzt aber keinen Text, ich vermute, Ihre Zeitungen sind voll davon. Wenn nicht, suchen Sie einfach im Internet nach „Hochwasser wie kann ich helfen“. Danke.

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31 Responses to Dies und das

  1. Croco sagt:

    Der Bürgermeister darf doch stolz sein. Und dieses kleine Viereck zwischen Dir, Groß Gerau, Brignoles und Familie Clooney ist allerliebst. Kennst Du die Kleine Welt Theorie?
    Beim Schlamm habe ich auch an Euch gedacht und die vielen Bücher.
    Das mit dem Bier und Heike Makatsch ist doch witzig. Hast Du das mal ausprobiert?

    • dreher sagt:

      Stimmt, ich bin ganz nah dran an George Clooney ;-) ist es das? Dass man über drei, vier Personen mit Präsident Obama verknüpft sein kann?
      Ich habe gerade nochmal „unsere“ Hochwassergeschichte nachgelesen, wie schwer die Schlepperei dieser nassen schmierig verschlammten Bücher war, tagelang … wie lange die Stadt nach Feuchtigkeit und Müll stank … kein Vergleich mit dem Hinterland letztes Jahr oder jetzt mit Deutschland, aber man hat doch eine Ahnung, wie es sich anfühlt.
      Nee, Heike Makatsch und ihr Bier-Braten bei Biolek sind mir tatsächlich erst gestern wieder eingefallen (was das Hirn so alles abspeichert); und ich habe ja nicht gekocht früher.

  2. Six Degrees of Separation“ nannte der amerikanische Psychologe Stanley Milgram dieses Phänomen – erstaunlicher Weise schon vor fünfzig Jahren. Damals erfolgte der oben beschriebene Versuch rein auf postalischem Weg. die Versuchsanordnung noch postalisch – ich glaube, es wurden Pakete verschickt und geschaut, wie lange es dauert, bis sie bei ihrem richtigen Empfängern ankamen, obwohl sie falsch adressiert waren. Neueren Studien zufolge hat sich durch soziale Netzwerke die indirekte Verbindung von zwei beliebigen Personen noch weiter reduziert. 2011 analysierte ein amerikanisch-italienisches Forscherteam 69 Milliarden Verbindungen von Facebook-Nutzern und ermittelte eine durchschnittliche Entfernung zwischen zwei willkürlichen Mitgliedern von 4,74 Kontakten.

    Viel witziger für mich als Filmenthusiastin und eigener „Topfkino“-Rubrik auf dem Blog ist aber die Bacon-Zahl und ich muss ganz unbedingt in meinem nächsten Monatsrückblick endlich mal darüber schreiben, das will ich schon seit Jahren, danke für den Anstoß! :)
    Die Bacon-Zahl oder auch Kevin-Bacon-Zahl ist die Länge der kürzesten Kette von Schauspielern, die gemeinsam in einem Film spielen, zu Kevin Bacon. Sie stellt eine Veranschaulichung des von Stanley Milgram entdeckten Kleine-Welt-Phänomens dar.

    Eine meiner liebsten Alfredissimo-Folgen ist die mit Ulrich Wickert, der glaube ich zu der Zeit gerade von seiner Tätigkeit aus Frankreich zurückgekehrt ist, das weiß ich nicht mehr genau, aber er erzählt ohne Ende von Frankreich und wie man richtig Käse ist etc. Und währenddessen betrinken die beiden sich, dass es eine große Freude ist. Am Ende der Sendung sind sie sichtlich betrunken … ähhh … beschwingt.
    Auch wenn sie die ganze Zeit Rotwein trinken, da rollen sich mir die Füße auf, das macht ja heute kein Mensch mehr, wenn er etwas kulinarische Bildung hat. Jedenfalls macht diese Folge sehr großen Spaß:
    https://youtu.be/I0_osq_GBKc

    Liebe Grüße aus den Weinbergen nach Frankreich! <3

    • dreher sagt:

      Lieben Dank für die Erläuterung; damals hatte man noch engagierte Postboten! Ein Päckchen an meine Mutter irrte einmal wochenlang herum, weil die Hausnummer nicht ganz richtig geschrieben war (Hausnummer und Wohnungsnummer versehentlich zusammen), ich hatte aber handschriftlich den Namen des großen institutionellen Gebäudes ergänzt, in dieser nicht wahnsinnig langen Straße, aber es erforderte wohl zu viel Nachdenken, dazu fehlt es heute wohl an Zeit und was weiß ich …

      Ganz lieben Dank fürs Verlinken dieser netten Biolek-Sendung! Man merkt, dass Wickert aus Frankreich kommt, schon dieser Blick und das Nachfragen bei den Oliven, ich habe die beim Zuschauen hier genauso kritisch betrachtet, sind das etwa Nullachtfünfzehn Dosenoliven? Und diese blassen Tomaten … man wird so kritisch hier! Sehr schöne Käseauswahl, perfekt geschnitten – für meinen Geschmack etwas zu viel Chichi beim Wein, aber das liegt sicher daran, dass ich keinen mehr trinke.

      Schöne Grüße von der Küste!

  3. Elisabeth sagt:

    Zeitweise waren so viele Helfer da, dass sie (v.a. ihre Autos) sich gegenseitig und auch die Einsatzfahrzeuge behindert haben. Die Hilfsorganisationen bitten darum, dass niemand mehr persönlich zum Helfen kommt; Spenden seien sinnvoller.

    • dreher sagt:

      Dankeschön! Das ist sicherlich richtig. Hier im Hinterland war es letztes Jahr auch ein Chaos mit den weggebrochenen Straßen und den zu vielen Menschen, die helfen, aber auch immer noch irgendwie ernährt oder untergebracht werden wollten (was ein bisschen an Katastrophen-Tourismus grenzt), und niemand, der alles koordiniert. Ich rufe auch niemanden auf, einfach loszufahren, sondern sich vorher zu erkundigen, wer, was und wo gebraucht wird. Wenn es derzeit besser ist, zu spenden, dann ist das so.
      Es wird noch Monate, Jahre dauern (zumindest sehe ich das hier im Hinterland) und es wird auch weiterhin und immer wieder (andere) Hilfe benötigt werden. Wäre schön, wenn dann auch noch Menschen dazu bereit sind.

  4. Marion sagt:

    Die Eltern meines Physiotherapeuten, der mich seit einem Jahr behandelt und die den gleichen Nachnamen tragen wie ich, sind auch betroffen, sehe ich gerade. Hotel Dahmen in Gemünd in der Eifel. Ich bin fassungslos. Bei der letzten Behandlung habe ich ihm noch gesagt, dass ich so gerne diesen Sommer noch einen Ausflug dorthin machen würde. Erst Covid, jetzt das… Bad Neuenahr und Remagen habe ich letztes Jahr noch besucht und an die Buchhandlung in Bad Münstereifel kann ich mich auch erinnern.
    Bin auch traurig über Bio’s Tod und schaue die Rückblicke an. Die zu Amy Winehouse habe ich auch gesehen. Es gibt übrigens einen empfehlenswerten Dokumentar-Kinofilm (AMY) über ihr Leben, der sehr berührt.
    Das Frankreich-Magazin liegt nicht mehr in der versteckten Ecke im Supermarkt, so müsste ich es nun kaufen…😉
    An eure persönliche „Schlammschlacht“ kann ich mich noch gut erinnern.
    Fahrt ihr nicht in die Berge dieses Jahr? Ein bisschen Erholung sollte man sich doch gönnen! LG

    • dreher sagt:

      Ja, so ging es mir mit St. Martin Vesubie und der sehr netten Buchhandlung dort. Gerade entdeckt, hingefahren, gedacht, dass man im Ort und in der Buchhandlung öfter sein könnte, schon kam das Hochwasser und alles ist futsch.
      Der Gatte ist derzeit in den Bergen, kommt heute aber mit einer Fuhre Johannisbeeren zurück, damit ich die Freude habe, Gelee zu kochen. Ich arbeite hier (der näxte Krimi, immer im Sommer) und kann leider nicht gut gehen, und schon gar nicht auf unwegsamen Gelände und auf den langen und ultrasteilen Treppen; bekomme außerdem ab morgen meine Spritzen in die Knie. So viel zur Erholung.
      Liebe Grüße! (die haben das gemerkt, dass du heimlich darin liest! So war das früher mit der Bravo auch ;-) )

  5. Sunni sagt:

    Alle guten Wünsche für die Wirkung der Spritzen!
    Ja, Bio, was haben wir an seinen Lippen, respektive Sendungen, gehangen. Pure Lust am Reden, Kochen, Fabulieren.
    Das Hochwasser ist eine Macht, die keiner bremst, ist sie im Rollen. Ganz furchtbar. Wir haben eine uns bekannte Familie in Ahrweiler, der wir (3 kleine Kinder, eine kranke Mutter, ein im Sterben liegender Großvater) schon 2 Transporte bringen konnten, ganz zu Anfang sofort mit viel Trinkwasser, Babynahrung, Medikamenten, Kleidung – vor allem Unterwäsche. Dazu sanitäre Hilfsmittel, Gummistiefel, Reinigungsmittel…Bekannte sind persönlich über viele Umwege hingefahren und kamen entsetzt zurück. Unvorstellbar, die Zerstörung.
    Die Klatschnachrichten finde ich sehr lieb, besonders das Foto mit Bürgermeister und seinen zwei neuen Anwohnern. Nein, und das macht sicher nicht jeder der Stars…Wie gut, dass es immer auch die andere Sorte Menschen gibt, überall. Alles Liebe und gutes Entsaften der Beeren(dafür muss man sie im Entsafter nicht entstielen :-)) Sunni

    • dreher sagt:

      Dankeschön!

      Und ja, ich glaube, die Clooneys sind ganz nett.

      Ich sehe hier ja immer nur ein paar der spektakulären Zerstörungs-Fotos, das ist schon schlimm, aber das, was die Menschen erlebt haben oder gerade leben, ist erschütternd. (Die betagten Eltern eines Internet-Freundes, deren Haus auch einmal durchgespült wurde, wurden zwar glücklicherweise rechtzeitig evakuiert, aber die Mutter ist dement, und das ist trotz Unterbringung im Hotel, nicht ganz einfach für alle.)

      Toll, Ihre Aktion, und toll, wenn es man weiß (oder sich erkundigt), was (sonst) gebraucht wird. Das ändert sich je nach Situation auch. Ohne Wasser ist Einweggeschirr plötzlich ein Segen. Arbeitshandschuhe sind bestimmt hilfreich. Manchmal sind es auch Babywindeln, Katzenfutter oder Heu für Pferde und Esel. Nicht jede(r) kann und muss alles, aber alles hilft.

      Ich ging ja lang in die harte Schule der Schwiegermutter, hier wird entstielt! Thierry pflückt aber schon sehr diszipliniert und zumeist ohne Stiele. Ich bin gespannt!

      LG, Christiane

      • Sunni sagt:

        Oh weh, entstielt sogar für den Entsafter? Das ist echt hart :-)))
        Ja, gute, festes Arbeitshandschuhe waren und sind in Ahrweiler und den anderen Orten wichtig, damit die kaputten Hände nicht noch Infektionen bekommen, denn Matsch, Nässe und ständiges Schippen greifen die Haut doch unendlich an. GlG

        • dreher sagt:

          Entsafter haben wir gar nicht. Hier wird das noch auf altmodische Art zubereitet. Wir kochen die Beeren auf, bis sie zerplatzen, den Beerenbrei rühren wir per Hand (ächz) durch eine sogenannte Flotte Lotte, der Saft, der so entsteht, wird mit 800g Zucker/Liter Saft aufgekocht. Fertig. Naja, dauert etwas das Prozedere, aber im Prinzip ist es einfach.

  6. Kathrin sagt:

    Das Photo von Amal und George mit dem stolzen Bürgermeister ist wirklich herrlich.Eigentlich ist mir George Clooney egal, aber es ging auch nicht an mir vorbei, welche Aufregung es verursacht hat, dass George und Amal nach Brignoles ziehen. Ob dafür das Anwesen am Comer See verkauft werden musste? Ich frage mich sowieso, warum all die Amerikaner und auch Australier den langen Flug auf sich nehmen und sich in Südfrankreich Anwesen zu legen. Sonne und Meer gibt es auch in den USA und in Australien, sogar ohne Jet Lag! Für den Bürgermeister in Brignoles freut es mich natürlich!! Sei es natürlich auch Amal und George gegönnt!

    Johannisbeeren lassen sich gut einfrieren. Ich verarbeite sie dann peu a peu ! .

    Das Hochwasser hat mich absolut erschüttert. Ich kann nur hoffen, dass all die Spenden auch wirklich bei den Betroffenen ankommen. Eigentlich müsste bei diese Beträgen schon recht vielen geholfen werden können und es dürfte keiner gänzlich auf der Strecke bleiben.

    Ich wünsche alles Gute für das Knie!

    • dreher sagt:

      Danke für den Hinweis, dass man Johannisbeeren einfrieren kann, das rettet mir ein bisschen das Leben. Eine Fuhre habe ich heute Abend gemacht, aber zwei schaffe ich nicht.
      Ich zitiere mich mal selbst „wenn Sie aber glauben, dass Angelina und Brad sich für Frankreich oder für ihre Gemeinde interessiert hätten oder sich von den umliegenden Erzeugern hätten beliefern lassen oder gar, dass Angelina ihren Ziegenkäse und die Tomaten für ihre reizende Kinderschar auf dem Markt selbst eingekauft hätte, dann haben sie sich getäuscht. Man lebte den american way of life, und Frankreich liegt einfach nur in der Mitte von Europa und ist daher ein zentraler Wohnort, um schnell mal hierhin oder dorthin zu jetten.“ schrieb ich im Zusammenhang mit Clooneys am 5. Mai 2021. Ich hatte mal ein Interview mit Angelina Jolie diesbezüglich gelesen, weiß aber nicht mehr wo es war. Ich vermute für Clooneys ist es ähnlich.

      Danke für die Wünsche!

  7. Wendy sagt:

    Warum sollte der Bürgermeister denn kein Bild machen – wenn man schon prominente Ortsbewohner hat – und die Clooneys sich bereit gerklärt haben – ich finds nicht übergriffig. Auf gute Nachbarschaft sozusagen. Familie Clooney hat vermutlich im Hinterkopf, daß eventuell die ein oder andere Belästigung durch Fans oder Fotografen nicht ausbleibt – da ist es vermutlich vernünftig, einen guten Draht zu den lokalen Behörden zu haben statt. Und sympathisch wirken sie doch. Amal Clooney ist doch im Libanon geboren – und aus „guter Familie“ – da spricht man doch französisch. Zumindest in der Generation (ich hatte einen Kollegen aus dem Libanon – geflüchteter Journalist, der war auch bilingual und hat später meine französische Kollegin geheiratet. Der bestand auch auf der französischen Aussprache seines Vornamens. )

    • dreher sagt:

      Danke Wendy, es war die lokale Presse, die sich über ihn lustig machte, und viele der FB-Kommentatoren ließen gehässige Kommentare da – aber das ist ja überall so. Der Neid vermutlich ;-)

  8. Reiner Wadel sagt:

    Wer hätte gedacht, dass es Grah-Scheroh in diesen Blog schafft. Aber wenn man so eine prominente Partnerstadt hat! Ich war dort die meiste Zeit meines Berufslebens verankert, an der Prälat-Diehl-Schule, kurz PDS genannt. (Man kann diese Abkürzung heute ja wieder benutzen.) Südzucker gibt es nicht mehr dort. Aber das Kino! https://www.kino-gross-gerau.de/
    Gruß und weiterhin gute Besserung!

    • dreher sagt:

      Die Welt ist klein 😂 Das Riedcasino war in Nauheim (bei GG) und ich bin von Seeheim (Bergstr.) bis dahin gefahren, um kultige Filme zu sehen.
      Mehr kenne ich tatsächlich nicht von Grahn-Scheroh. Auch nicht Ihre Schule 🤷
      Danke für die Wünsche!

  9. Egon B. sagt:

    Mmm, na ja, der Bio und die Winehus – sind nie in meinen Interessenraster geraten… zu kurios oder irregulär… Ach, die Cloouns wieder, schön schön!! :-) Der Schorsch steht irgendwie schüchtern, nicht? Aber der Didier – der Maire – ist doch ganz solide, paßt :-) Ja, OK, von einer Libanesin darf man schon ein gutes Französisch erwarten, n’est pas ? Ich hoffe es auch – es geht jetzt bergauf in Brignoles, bestimmt! Nur die steigenden Inzidenzwerte und besonders – die Belegung der Intensivbetten – bei den F-Nachbarn machen mir langsam echte Sorgen. Will mal in einigen Wochen endlich dahin… Oh oui, c’est vrai, ernst, Ahrweiler, Bad-Münstereifel und Erftstadt – sehr schwieriges und leidiges Thema bei uns gerade… Dazu kann ich nur eins kurz sagen, zu der Entwicklung der letzten 30-40 Jahre: Deutsch(en)land gibt es nicht mehr, es funktioniert nichts mehr richtig bei uns… c’est ca, c’est la vie… Wünsche Dir Chris weniger Leiden bei dem appareil locomoteur demnächst! :-) Salutations !

  10. Andrea Koch sagt:

    „Gran-Scheroh“ war mir gleich vertraut, so sagt man im Ried heute noch. Ich bin sehr häufig in Groß Gerau, finde es ein schönes Städtchen mit erstaunlich gut sortiertem Einzelhandel und vielfältiger Gastronomie. Wenn ich das nächste Mal die Brignoler Straße entlangfahre (an der es ein „Restaurant Sonnenschein“ gibt mit mediterraner Küche! da schließt sich ein Kreis), denke ich bestimmt an die Clooneys.

    Südzucker gibt’s nicht mehr, statt dessen entwickelt sich gerade ein Gewerbegebiet auf dem Gelände.

    Übrigens, das Riedcasino war das Kino im Nachbarort Nauheim und das gibt es tatsächlich seit Jahren nicht mehr. Aber Groß Gerau selbst hat ein wunderbares Kino, das „Lichtspielhaus und Cine-Bar“, eins der wenigen, die noch als Familienbetrieb existieren. Meine Lieblings-Filmhöhle!

    Schön, wenn sich so ein Bogen schlägt für dich von der neuen in die alte Heimat.

    • dreher sagt:

      Liebe Andrea, danke dir!
      Ich schäme mich heute ein bisschen für die Ignoranz, mit der die „Groß“-Städterin aus Darmstadt das kleine „Gran-Scheroh“ seinerzeit missachtet hat. Ich kenne Groß-Gerau wirklich gar nicht, wie gesagt, nur vom Vorbeifahren, auf dem Weg von Darmstadt, später Seeheim (Bergstraße) zur Uni nach Mainz.
      Stimmt, es war das Riedcasino in Nauheim BEI Groß-Gerau. Aber schön, wenn es in Groß-Gerau noch ein Kino im Familienbetrieb gibt. Und ein mediterranes Restaurant in der Brignoler Straße! Vielleicht schaffe ich es, mir das beim nächsten Deutschlandbesuch anzuschauen!

      • Andrea Koch sagt:

        Sag mir Bescheid, wenn du kommst, dann gehen wir zusammen mediterran essen ;)

        • dreher sagt:

          Mache ich! Wobei ich „zuhause“ gern wieder „deutsch“ esse ;-)

          • Marion sagt:

            Ach Leute, als wäre es etwas Besonderes, in Deutschland mediterran zu essen…😆

          • dreher sagt:

            Ach, ich glaube, Andrea und ich verstehen uns da schon ;-)

          • Egon B. sagt:

            Meiner Vorschlag für den D-Besuch, deutsche Küche: Basaltfeuer – als Apero, Lammnieren mit Marillen kalt – als Vorspeise, Lammkoteletts mit Schwarte und (richtigen schwäbischen) Kartoffelsalat, dazu – der Cabernet vom Ahrtal oder … Fortsetzung folgt :-)

          • dreher sagt:

            Haha, „Basaltfeuer“ – musste ich erstmal googeln. Klingt wie „Küstennebel“, mit dem haben wir seinerzeit Feuerspucken gemacht :-D
            Danke für den Menüvorschlag, bis auf den Alkohol klingt es ganz gut. Nicht gegen den Cabernet aus dem Ahrtal, der ist bestimmt hervorragend, aber ich trinke keinen Alkohol mehr.

          • Egon B. sagt:

            Sehr gerne! Oh, Küstennebel brennt? Wußte ich bis jetzt noch nicht :-) Muß beim nächsten Mal auf Rügen probieren… Na ja, Basaltfeuer ist wesentlich bekömmlicher als ein echter 51er Pastis, nur macht eben mehr – Umdrehungen, um den eigenen Körper, geprüft ;-) Und, Cabernet – ist doch nicht nur Alk – eher eine reine Medizin! Gerad‘ die Franzosen – die wissen das… Bleib g’scheit und g’sund!

          • dreher sagt:

            Naja, man muss schon etwas forcieren, damit ein bemerkenswerter Flammenschweif draus wird 🤣😅
            Alkohol ist vorbei. Auch wenn es Medizin ist.

          • Egon B. sagt:

            D-Menü Teil 2: Um den Genuß zu erleben muß man nach Göhren auf Rügen reisen – „Zur Muschelbar“. Also, geht’s los: Vortrunk – was sollte es sein? Ein ordentlicher Küstennebel-Cocktail und Vorspeise – ein paar frische Garnelen. Dann – der eigentlich höchste Punkt der Tischsitzung – eine einmalige Fischsuppe, die mal sogar mit der echten Bouillabaisse sehr gut mithalten kann! Danach – der typische Ostseedorsch (gebraten oder gedünstet – je nach Vorliebe) mit einer paßenden Beilage. Alles in Begleitung (wenn die gerade zu erwischen sind) Mecklenburger Weißweine, oder – auch des vollmundigen deutschen Rieslings. Und wenn einer, immer noch :-), keinen Fisch essen kann, findet dort auch seine Wonne bei den üblichen Fleischgerichten, sicher.