12 von 12 im Mai 2024

Heute gibts wieder 12 Fotos von meinem Tag. Sie kennen es schon. Wenn nicht, finden Sie die Erklärung hier.

Es ist Sonntag und es ist Muttertag, zumindest in Deutschland, in Frankreich wird er erst am 26. Mai gefeiert. Ich denke daran, weil ich Mirja von (klick –>) @seiten.verkehrt auf Instagram folge, die mit großem Eifer die verschiedenen Werbeanzeigen für Veranstaltungen und Geschenke sammelt, die zum Vatertag versus Muttertag vorgeschlagen werden Ich sage nur Hornhautcreme. Das kann man auch lustig, schräg und vor allem schrecklich finden, wenn man keine Mutter ist.

Der Tag beginnt mit dem obligatorischen Blick aus dem Fenster. Blauer Himmel und eine beschnittene Mimose.

Kaffee in der Küche. Seit dem großartigen Fest, zu dem wir kürzlich eingeladen waren und dort mit der wunderbaren Corinne Douarre auch sangen, liegt dieser Liedtext dort. Er ist schon voller Kaffee- und Fettflecken, aber ich summe jeden Tag, wenn ich in der Küche bin “und später sagte ich noch, ich möcht’ nicht allein sein und doch frei sein” oder eine andere Liedzeile.

Ich freue mich an meinen schmetterlingsgleich aussehenden Blumen, deren Namen ich lange im Internet gesucht habe, ich vermute, sie sind eine Variante der Nachtkerze, onagre, auf Französisch. Falls Sie es besser wissen, nur her mit den Informationen!

Ich will heute eigentlich schwimmen gehen, falls ich es aber doch nicht schaffe, dann trete ich vorsichtshalber zwanzig Minuten in die Pedale …

… und höre das zweite Kapitel von Yport zu Ende. Ein dankenswerter Tipp von Rainer W.

Mittagessen, es gab eine Mini-Artischocke für mich, es war ein bisschen wie Puppen-Mittagessen. Danach (nicht im Bild) normal große Fish and Chips, grüner Salat, Erdbeeren mit Vanilleeis. Die Eissaison ist eröffnet.

Das Handy ploppt auf, ich lese den Blogeintrag von Croco. Dann höre ich mir im Internet erstmals Slimane an, der Frankreich beim Eurovision Song Contest vertreten hat, der mit schöner Regelmäßigkeit ungegehört und ungesehen an mir vorbeigeht. Etwas später läuft jemand hinter unserer Hofmauer vorbei und singt ebenfalls Slimanes “je t’aiiiihaiiiihaiiiime”. Was ich auch mit Neid und Staunen sehe sind die Polarlichter, die in Deutschland und sogar in Frankreich zu sehen waren.

Sieste. Ohne Foto.

Später gehe ich Schwimmen.

Danach ein Kaffee in der Nachmittagssonne gegenüber der Tennisplätze. Die Tennissbälle machen ein friedliches Ploppgeräusch.

Müde vom Schwimmen hänge ich zuhause auf dem Sofa. Zunächst höre ich den dritten Teil von Yport. Ich komme ebenso zu dem Schluss, dass Guy de Maupassant ein Kotzbrocken war. Ich höre auch noch das interessante Gespräch mit Stefanie Jacobs, der kompetent und sympathisch rüberkommenden Übersetzerin von Lauren Groff. Dann verbringe ich einen Moment mit Simona auf Kreta.

Ich raffe mich auf und pflanze das Basilikum in mehrere Töpfe um. Vereinzelung soll ihm gut tun! Es geht überraschend schnell.

Nebenbei entdecke ich, dass der seit Monaten tot aussehende Ast des kleinen Olivenbaums ausschlägt und Blättchen bekommt! Das macht mich sehr glücklich!

Von den abgeschnittenen Basilikumblättern mache ich Pesto. Seitdem ich meine zwanzig Jahre alte Küchenmaschine durch einen Stabmixer ersetzt habe, der tut, was sein Name besagt, ist es eine Freude, Dinge zu mixen: Zum Abendessen gibt es dann auch Spaghetti mit Pesto. Hmmm.

Das 12. Foto ist ein bisschen gemogelt und wird ein Video. Allen Müttern und Nichtmüttern zum Muttertag und allen, denen dieser Tag weh tut oder die aus irgendeinem Grund mit dem Muttertag nichts anfangen können, hier ein paar Rosen!

Kleine Info-Zugabe: The Zweiflers, Sie erinnern sich, diese Serie, die ich kürzlich bei Cannes Series gesehen habe, die hier mit Preisen überhäuft und in den deutschen Feuilletons gefeiert wird, kamen heimlich, still und leise im Spätprogramm der ARD, wir wollen ja niemanden schockieren. Sie können sie, falls Sie sie verpasst haben, zumindest in Ihrem Land auch in der ARD Mediathek bis nächstes Jahr um diese Zeit anschauen, nicht aber in meinem Land, das betrübt mich wirklich sehr.

Herzlichen Dank fürs Lesen und Schauen! Jetzt reihe ich mich bei Caro Kännchen und den anderen 12von12ern ein.

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9 Responses to 12 von 12 im Mai 2024

  1. Marion sagt:

    Ich hatte bei den “Zweiflers” reingeguckt, aber dann weiter gezappt, genau wie beim ESC, so dass ich den frz. Beitrag gar nicht gesehen habe, genauso wenig wie die Polarlichter. Diese Ungeduld! Mir wurde gestern zum Muttertag von einem vorbeifahrenden Jugendlichen zum Muttertag gratuliert; als ich rief, dass ich keine Mutter bin, rief er “trotzdem”. Ich habe gestern vor allem an einen netten Gitarrenspieler gedacht, den ich am Muttertag vor 3 Jahren beim Radfahren getroffen habe. Er schlug ein Date vor und ich habe mich feige verdrückt. Eigentlich wollte ich zu der Stelle unseres Kennenlernens, aber die letzten 2 Jahre war er auch nicht da (kein Wunder 🤔) Ansonsten werden Vater- und Muttertag von mir nicht begangen, da Vater und Mutter um diese Zeit herum auch Geburtstag haben. Man muss es ja nicht übertreiben. Das Lied von der Knef ist einfach toll! Und nein, ich war wieder nicht schwimmen, dafür aber spazieren.

    • dreher sagt:

      Lieben Dank für deinen so persönlichen Kommentar 🙏💕
      Ich musste mich zum Schwimmen selbst in den Hintern treten, aber danach bin ich immer zufrieden!
      Frühling und good vibes zu dir!

  2. Karin sagt:

    Jaja Muttertag, hier in der Schweiz am gleichen Tag wie in Deutschland. Töchterchen hat jedoch andere Pläne, kommt am Wochenende nicht nach Hause und schickt erst als sie im Familienchat sieht, dass Muttertag ist, noch eine kleine Whatsapp. Ich bin’s schon gewöhnt. Wir sind uns nicht ähnlich, muss ich sagen. Den Muttertag habe ich dann unerwarteterweise doch noch “versüsst” bekommen. Blumen von einer Freundin, mit der ich danach eine lange Wanderung am Fluss Arve gemacht habe. Welch schöne Ueberraschung!
    Hast Du übrigens noch deine alte gmail-Adresse oder mittlerweile eine neue? Wegen SZ

    • Karin Penteker sagt:

      Asche auf mein Haupt! Gestern Abend erwarteten mich Blumen vor meiner Tür. Der Lieferdienst hatte nurTöchterchens Auftrag für Sonntag nicht geschafft. :)

      • dreher sagt:

        Oh! Wie schön und was für ein Glück nach der Enttäuschung! Und wie enttäuscht muss sie erst gewesen sein, dass es nicht geklappt hat!

  3. Croco sagt:

    Das ist ja lustig mit dem Strassensänger und der fast gleichzeitigen Entdeckung des Liedes. Danke fürs Verlinken.
    Ich glaube, das Lied wird seinen Weg machen, es geht zu Herzen.
    Wie die Rosen von Frau Knef. Viele Jahre war das mein Lebenslied.
    Muss mal überlegen, welches ich nun habe.

    • dreher sagt:

      Ja, lustig, und jetzt hört man das Lied ständig und überall :D
      Ein Lebenslied! Wie schön. Ich habe allenfalls Lebensabschnittslieder … und da auch schon lange keins mehr.
      Liebe Grüße!

  4. Riki sagt:

    Grüß Gott – Schönen guten Tag!

    S’ist zwar kein Kommentar im herkömmlichen Sinne, – (obgleich seit Bergdorfzeiten hier sehr gerne (mit)lesend) – aber eventuell eine kleine Hilfe in der Form, als daß es eine hilfreich- u. kostenfreie App gibt, die (einem selbst unbekannte) Pflanzen recht gut erkennt. (Flora incognita).
    Ohne diese nun deshalb bemüht zu haben, würde ich meinen daß Ihre Blütenpracht zu einer der vielen Azaleen (oder Rhododendren)arten gehört. (Nachtkerzen haben u. hätten einen anderen Blütenblattrand/Kelch).

    Servus

    Riki

    • dreher sagt:

      Lieben Dank, vor allem für die Mitles-Treue!
      Und großartig die App! Super!
      Wir haben beide Recht: Es ist die Godetie, auch Sommerazalee aus der Gattung der Nachtkerzengewächse :D

      Liebe Grüße!

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