Orangen und Mimosen

OrangenernteIch mache heute etwas Blogrecycling (mit aktuellen Bildern immerhin!) und teile in diesen düsteren Zeiten etwas hoffnungsvolles Gelb: Orangen und Mimosen in unserem Vorgärtchen, alles schon reif oder erblüht vor der Zeit … der Winter ist auch hier noch milder als sonst, auch wenn es heute gerade ziemlich frisch ist. Die in den Gärten mit Orangen und Zitronen üppig vollhängenden Bäume mitten im Winter sind für mich immer noch ein kleines Wunder. Unsere Bäumchen tragen zwar weniger viele Früchte, und das eine über das andere Jahr noch weniger, aber dieses Jahr sind die Orangen immerhin schön groß geworden (so groß wie Mandarinen in etwa). Jedes Jahr aufs Neue wird erzählt, dass die Bäumchen 1956 in einem erbärmlich kalten Winter mit 30 cm Schnee (und das an der Côte d’Azur!) erfroren sind und sich davon nie erholt haben, weshalb sie a) nicht richtig groß geworden seien und b) ihre Ernte auch immer mickrig ausfällt. Ich kletterte auf ziemlich abenteuerliche Art um das stachelige Bäumchen herum und hinauf, um auch die letzte der Orangen abzuknipsen. Keine soll verloren gehen, und geteilt durch Vier werden es gerade mal so viele, dass sie für eine Fuhre Orangenmarmelade für jede von uns reichen. Ich freue mich, wenn der Duft der Orangenmarmelade bald durch die Wohnung ziehen wird … anbei das Rezept für bittere Orangenmarmelade, mehrjährig erprobt und immer gelungen!

MimosenOrangen im KorbMimosenOrangenernte

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten auf Orangen und Mimosen

  1. Birgit sagt:

    Vielen Dank für den Ausflug in die Sonne des Lebens, aber woher bekomme ich Bitterorangen in dem winterlichen Dresden?
    Trotzdem schöne Fotos. LG Birgit

    • dreher sagt:

      Liebe Birgit, das hatten wir uns ja schonmal gefragt, als ich das Rezept zum ersten Mal veröffentlicht hatte. Idee war, dass ein gut sortierter Obst- und Gemüsehändler Bitterorangen vorrätig haben könnte oder sie eventuell auch auf dem Großmarkt besorgen kann. Das ist dann vielleicht eine größere Menge und über den Preis von Bitterorangen in Deutschland bin ich auch nicht im Bilde. Aber man kann sich vielleicht mit mehreren (Freundinnen) zusammentun?

  2. Eva sagt:

    Liebe Christiane,
    heute habe ich schon an Sie gedacht, als ich mir in Tübingen bei meinem Lieblingsblumenladen einen Strauß gekauft habe (unter anderem mit Mimosen drin).
    Bei dem vielen Dunkel der Welt braucht man halt manchmal ein bisschen Licht!
    Herzliche Grüße, einen guten Start ins neue Jahr,
    Eva
    PS: unsere Konzerte mit dem Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns waren sehr schön! Danke, dass ich es durch Sie schon früher kennengelernt hatte!

    • dreher sagt:

      Liebe Eva, wie schön! Ich habe heute auch an Sie gedacht und hatte kurz überlegt „Mimosen für Eva“ zu titeln, fand ich dann aber doch übertrieben, ausserdem sind sie ja noch nicht soooo aufgeblüht, kommen vielleicht noch schönere Fotos mit blauem Himmel und Sonne – heute wars trüb und windig.
      Viel Licht nach Tübingen wünsche ich!

  3. Buchfink sagt:

    Hier in Oberbayern bekomme ich die Bitteren Orangen im Biomarkt ganz normal wie die anderen Orangen auch, offen nach gewünschtem Gewicht. Ungefähr schon seit 3 Jahren, sogar mit ausgedrucktem Rezept, übrigens ganz ähnlich wie Ihres. Gelingt sehr gut, aber letztes Jahr hatte ich Pech, als der Teebeutel vollgepackt mit den Kernen platzte. Ich bin immer noch auf der Suche nach Stoffwindeln, konnte noch keine finden.
    Leider habe ich keine Babys in der Bekanntschaft!