Im Hier und Jetzt

Seit Jahren will ich Meditation machen. Um ruhig zu werden, um Abstand zu finden, zu allem, was mich so schnell überrollt. Mir ist schnell alles zu viel. Das habe ich schon einmal erzählt. Es passiert zu viel. Zu viel Aktion. Zu viele Menschen. Zu viel Gefühl. Meine Gefühle, die Gefühle der anderen. Alles zu viel. Meditation soll da helfen. Bewusst im Hier und Jetzt sein soll außerdem glücklich machen. Seit Jahren bin ich angezogen von Meditation und seit ebenso langer Zeit wehre ich mich dagegen. Natürlich habe ich das immer mal probiert. Habe vor langer Zeit schon ein Ommmm für die Mondgöttin gesummt, später in einem buddhistischen Zentrum bei Vollmond stundenlang Mantren gesungen und noch später mit einem evangelischen Pfarrer in einer Kleingruppe versucht „Nichts“ zu denken, so lange bis mir die Füße eingeschlafen sind und ich gequält nur noch an meine Füße dachte. Das war es alles nicht. Es fühlte sich falsch für mich an. Ich hatte immer das Gefühl, das nur zu spielen.

Ich höre seit einiger Zeit regelmäßig den Podcast von Clotilde Dusoulier und sie sprach vor kurzem von Meditation und letzte Woche gab es im Abendprogramm des Fernsehens eine ganze Sendung über Meditation. Dort sprachen sie davon, dass es Meditations-Apps fürs Handy gäbe. Das brauche ich, dachte ich, eine Anleitung, jemand,  der mir sagt, dass ich ein- und ausatmen soll, sonst macht mein Hirn sich selbständig. Ich fing an zu suchen und wollte nicht glauben, wieviele selbstberufene Menschen einem geführte Meditationen anbieten. Ich hörte mich testhalber auch durch tibetanischen Mönchsgesang, den Klang tibetischer Schalen, Vogelzwitschern, Bergbachplätschern, Regendwaldregen, Elfengesang und allerhand esoterische Musik und tiefenentspannende Hirnwäsche. Irgendwie bin ich dann auf dem französischen Markt der geführten Meditationen hängengeblieben. Alle erzählen irgendwie dasselbe, aber es ist die Art, wie sie es sagen, die ich mag oder eher nicht mag. Ich bin bei aller Spiritualität nicht sehr esoterisch. Sanfte Männer, deren göttliche Erleuchtung ich schon in ihrer aufgesetzt zugewandten Stimme spüren kann, die mir außerdem liebevoll  Namasté entgegensäuseln, kann ich nicht ab. Außerdem quillt mir bei den meisten Angeboten zu viel Musik, Getön und Gezwitscher in die Ohren. Bei Jonathan Lehmann bleibe ich hängen. Er hat keine professionell sanfte Stimme, die Tonqualität ist auch eher schlecht, als habe er es zu Hause am Küchentisch aufgenommen, aber er ist nüchtern, ruhig, sachlich und außer seinen Sätzen ist es still. Ich höre ihn mir abends im Bett an und schlafe dabei ein. Genial. Jonathan spricht mich abends in den Schlaf.

Heute Mittag Sieste. Im Haus ist es unruhig, der Nachbar von oben werkelt im Treppenhaus, er baut einen automatischen Türöffner ein. Das ist toll, aber der Lärm machte mich schon den ganzen Morgen zappelig, so kann ich nicht arbeiten und suchte den hintersten Winkel in der Wohnung. Von dort höre ich weniger das Werkeln im Treppenhaus, dafür aber heitere Bläsermusik aus dem benachbarten Altenheim. Mein angespanntes Nervenkostüm verlangt geradezu nach einer geführten Meditation. Einatmen. Ausatmen. Ich fange mit Jonathan an, aber da ist mir heute zu viel Stille, ich höre trotz Kopfhörer in den langen stillen Momenten die Tür im Treppenhaus knallen. Jetzt hätte ich gern einen dieser Namasté-Jünger, deren Meditation mit Musik unterlegt ist. Ich finde keinen, der mir genehm ist und klicke eher zufällig auf Xavier, einen weiteren in der Stille sprechenden Herrn, aber er ist etwas ausführlicher als Jonathan, das brauche ich heute. Nehmen wir den. Brille ab. Augenmaske auf, Ohrstöpsel des Kopfhörers in die Ohren und ich installiere mich comfortablement. So lange er spricht, höre ich nichts anderes. Einatmen. Ausatmen. Bewusst in diesem Moment, hier und jetzt, Einatmen und Ausatmen. Nach vier Minuten schweigt Xavier. Er schweigt lange. Hallo denke ich, wo ist er denn? Kommt da noch was? Ich reiße die Maske von den Augen, um zu sehen, ob ich aus Versehen die Meditation angehalten habe. Aber nein, jetzt spricht Xavier auch weiter. „Sie haben vielleicht bemerkt, dass Sie nicht mehr auf ihre Atmung konzentriert sind“, sagt er. Ja, denke ich. Du warst zu lange weg. „Ihre Gedanken sind weit weg vom Hier und Jetzt … es ist normal und nicht schlimm, in dem Moment, wo Sie es bemerken, sind Sie wieder hier, mitten in der Meditation.“ Sehr tröstlich. Ich weiß das eigentlich auch schon von Jonathan. „Ich atme ein und nähre meinen Körper, ich atme aus und reinige meinen Körper.“ Es klingelt. Es klingelt wie mein Handy. Es ist mein Handy. Irgendjemand ruft mich an. Ich reiße die Augenmaske von den Augen und starre kurzsichtig auf das Smartphone,  es ist Cathy. Ich schaffe es, den Anruf anzunehmen, aber Xavier spricht immer weiter. Ich reiße mir die Kopfhörerohrstöpsel aus den Ohren und höre jetzt alles wie von Ferne, auch Cathy. „Christjann?“ ruft sie von sehr weit. „Christjann?“ „Ja“, flüstere ich, denn ich will Monsieur, der neben mir unbehelligt von den Geräuschen und ohne jegliche Meditation schläft, nicht aufwecken. „Christjann?“ Herrgott, ich suche die Brille und springe mit dem Smartphone in der Hand aus dem Bett nach nebenan. Ich höre Cathy und Xavier aus den herunterhängenden Ohrstöpseln und reiße den Stecker raus. Jetzt höre ich endlich Cathy laut und deutlich. Uff. „Hast du geschlafen?“, fragt sie laut. Nein, sage ich ebenso laut und versuche zu erklären, dass ich eine Meditation gemacht habe und bei ihrem Anruf mit den Stimmen und dem Kopfhörer durcheinander gekommen bin. An ihrer Reaktion merke ich, dass ich besser gesagt hätte, ich hätte geschlafen. Eigentlich will sie Monsieur sprechen. Der ist durch all das Gehampel sowieso wach geworden und telefoniert jetzt mit meinem Smartphone mit Cathy. Dann werde ich beauftragt noch eine SMS zu schicken und Monsieur schließt schon wieder die Augen. Ich installiere mich wieder comfortablement und fange erneut an, mit Xavier ein- und auszuatmen. Dann schweigt er wieder. Ich höre die Tür im Treppenaus rummsen. Xavier schweigt. Ich atme. Monsieur wirft sich auf die Seite. Ein Scooter quäkt laut vor dem Haus vorbei. Die Tür rummst nochmal. Bei jedem Rumms wackelt das Haus. Muss er ausgerechnet heute diesen blöden Türöffner einbauen? Es ist totale Stille in den Kopfhörern. Bei Jonathan glaubte ich in der Stille, die bei ihm vorbeifahrenden Autos zu hören. „Wenn ihr Verstand herumvagabundiert und versucht, Sie weit weg zu führen, erinnern Sie sich an ihren Atem, der da ist, jederzeit, hier und jetzt.“ Xavier spricht und ich höre Monsieur, der laut in meine Richtung atmet. Die Tür rummst. Die Tochter des Nachbarn hüpft durchs Treppenhaus und ihr helles Stimmchen übertönt Xavier. Einatmen. Ausatmen. Monsieur hat bedauerlicherweise einen anderen Atemrhythmus und ich bin beinahe geneigt, mich seinem Rhythmus anzupassen. Und schon wieder schweigt Xavier lange. Zu lange für mich. Als er mir zum dritten Mal sagt, dass ich nicht auf meine Atmung konzentriert bin, werde ich sauer. Natürlich nicht. Du schweigst. Monsieur atmet. Die Tür rummst. Ich denke, dass ich trotz allem ziemlich im Hier und Jetzt bin, mit all den Geräuschen, die ich höre. Allerdings meilenweit entfernt vom meditativen Glück. Monsieur wälzt sich zur Seite und steht auf. Gut. Ich versuche die letzten Minuten alleine mit Xavier noch einmal konzentriert ein- und auszuatmen. Ich erschrecke, als etwas Schweres auf mich fällt. Die Katze tritt schnurrend auf meinem Bauch herum und arbeitet sich langsam balancierend über meine Oberschenkel nach unten. Dann quetscht sie sich zwischen meine leicht auseinanderliegenden Unterschenkel. Sie sucht Körperkontakt und beginnt dann energisch sich zu putzen. Ich bin im Hier und Jetzt. Aber sowas von.

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25 Kommentare zu Im Hier und Jetzt

  1. Marion sagt:

    Bin ja auch so lärmempfindlich und wohne ja auch in einem hellhörigen Haus und sehr zentral im Ort, wo ständig Halligalli ist, auch an Feiertagen. Diese Woche habe ich endlich mal bei der Stadtverwaltung angerufen und mich beschwert. Jedenfalls „fliehe“ ich dann immer. Gestern wollte ich also ins Kino in einen frz. Film. Es fand aber ein Festival nebenan statt, so dass dort WIEDER nur Lärm angesagt war. Im dunklen Kinosaal hatte ich dann zwar mal 1,5 Std. meine Ruhe, aber als ich raus kam, hatte ich dafür eine Knolle am Auto. Na toll! Der ganze Eso-Kram schlägt bei mir auch nicht so an. Ich suche mir halt ein ruhiges Plätzchen. Habe z.B. einen Lieblingspark. Dort herrscht i.d.R. Ruhe. Der ist aber leider etwas weiter weg. Dir noch einen geruhsamen und hoffentlich RUHIGEN Sonntag!

    • dreher sagt:

      Ach ja, seufz. Ein „ruhiges Plätzchen“ ist in Cannes ja illusorisch, es sei denn ich gehe ins Kloster, und ich kann ja nicht irgendwo draußen arbeiten, bin schon darauf angewiesen, hier und in mir ausreichend Ruhe zu finden. Unser Sonntag war heute recht ruhig (es ist Muttertag, alle sind zu ihren Müttern ausgeflogen). Hoffe, deiner auch!

  2. Trulla sagt:

    Tja, ich gehöre zu denen, die sich von esoterisch veranlagten Menschen lieber fern halten wegen Unvereinbarkeit. Wobei….nichts gegen Meditation an sich.
    Zur Ruhe kommen kann man aber ganz ohne ideologischen Überbau auch mit autogenem Training – wie wärs mit einem Versuch?

    • dreher sagt:

      Stimmt! Danke, das habe ich zu Examenszeiten schonmal gemacht und das hat gut funktioniert damals. Nur „reinkommen“ muss ich wieder, aber vielleicht gibt es ja auch angeleitetes AT im Internet?! Werde ich suchen!

  3. Ute sagt:

    Liebe Christiane,
    ich musste sooo lachen, als Du vom liebevoll Namasté entgegensäuselnden sanften Mann geschrieben hast…kommt mir alles so bekannt vor…
    Mein Yogalehrer sagt immer, es genügt völlig, sich einfach jeden Morgen für 10 Minuten „zu setzen“, er verwendet schon gar nicht das Wort Meditation, und da zu sein…ohne große Erwartung, ohne meditieren zu wollen. Aber selbst das fällt mir schwer „durchzuziehen“ und ich springe auch auf alle Geräusche an…Der Schlüssel ist wohl wirklich, gar nichts erwarten zu wollen, weder, dass es ruhig ist, noch dass man selbst zur Ruhe kommt oder „nichts denkt“…
    Und falls Du noch nicht genug ausprobiert hast, ich hätte da noch zwei Tips ;-),
    CDs, die ich NICHT direkt wieder weggegeben habe, weil ich mit Gesäusel, Gezwitscher, Geplätscher, Befehlston nicht klargekommen bin
    Jack Kornfield, Meditation für Anfänger und
    Jeru Kabbal, QLB 2 (Quantum Light Breath), hier wird allerdings empfohlen, die beim ersten Mal nicht allein zu machen, hab ich auch nicht, kann das aber trotzdem nicht wirklich beurteilen…
    Vielleicht möchtest Du aber auch „einfach nur sitzen“, ohne Erfolgsdruck o.ä.
    Genieße den Tag!

    • dreher sagt:

      Danke Ute! Die CD’s werde ich mir anhören, wenn ich sie finde. „Nur sitzen“ krieg ich nicht hin. Deswegen suche ich ja „geführte“ Meditation. Ich glaube, ich bin gar nicht so weit weg vom erfolgreichen „Hier und Jetzt“, auch wenn es gestern nicht geklappt hat. Yoga ist auch wohltuend und im Prinzip hat mir das Anfangs-Entspannen beim Yoga immer sehr gefallen und angeleitetes Yoga auch. Hatte nur eine sehr autoritäre Lehrerin, die ich irgendwann nicht mehr ertrug und habe keinen Ersatz gesucht. Ist aber vielleicht auch eine Idee. Alleine mache ich das alles nicht.

      • Ute sagt:

        ja, vllt ist es ein Yoga-Kurs oder AT.
        Bin auch eine, die das nur schwer bis gar nicht alleine macht und auch wenn man ergaenzend taeglich ein bisschen alleine praktizieren sollte…ach, was solte man nicht alles…habe ich das Gefuehl, dass das jahrelange Yoga 1x pro Woche unmerklich schon ganz viel im Alltag veraendert hat…Nur nicht aufgeben und die Geduld verlieren :-)

        • dreher sagt:

          Habe heute Nachmittag viel rumgesucht und zumindest für den Anfang etwas gefunden (siehe anderen Kommentar) –
          Jack Kornfield gefällt mir, aber das Englische ist mir zu fremd geworden.
          QLB geht gar nicht. Das schnelle Atmen erinnert mich an absurde Seminare, die ich in den Achtziger Jahren gemacht habe – da kamen ganz viele schlechte Erinnerungen hoch (traumatisierend, hatte ich alles vergessen :o )

          • Ute sagt:

            Oh Christiane, das tut mir leid, dass ich da ein altes Trauma von Dir aufgeweckt habe…:-(
            Ich habe die QLB in ganz und gar nicht absurden Seminaren kennengelernt…und die „Schnappatmung“ spielte da gar keine Rolle…Ich mochte und mag die humorvolle Art bei dieser Meditation…
            Dann vergiss es ganz schnell wieder :-)))
            Jack Kornfield gibt es doch auf deutsch…
            Aber wenn Du was gefunden hast, umso besser.
            Wünsche Dir schöne Momente der Ruhe

          • dreher sagt:

            Alles gut, Ute, keine Sorge!
            Viel amüsanter ist, dass der Lebensgefährte aus der damaligen (schwierigen) Zeit, sich gerade heute manifestiert. Was wieder beweist, wir sind alle in der gleichen Energie ;) ommmm

    • Mumbai sagt:

      liebe Ute, Ihr Yogalehrer lehrt es richtig. Anfangs muessen es aber keine 10 min
      sein…ziemlich lang. Wenn man merkt es geht nicht weiter, Namaste und aufhoeren. Alles Gute.

  4. Sunni sagt:

    Danke für den Bericht. Er hätte durchaus auch von mir stammen können. Es fällt mir vermehrt auf, wie viele Menschen doch lärmempfindlich sind in unserer ständig Geräusche verursachenden Welt. Mir fällt es nach der 20. oder 40. Unterbrechung eines Gedankens wirklich schwer, noch ruhig und freundlich zu bleiben (auch mal nach der 3.!). Autogenes Training habe ich vor 20 Jahren einmal sehr gut beherrscht, aber jetzt will es nicht mehr klappen. Für Yoga bin ich zu ungelenkig. CDs habe ich einige, das geht alles nicht, weil die Stimme nicht stimmt, der Stil nicht passt, ich nörgelig bin…Aber es tröstet mich sehr zu wissen, dass ich nicht allein bin mit dem Problem. (Und sogar das Anpassen an die andere Atemgeschwindigkeit kenne ich und ertappe mich dabei, ganz grantig darüber zu werden…:-) ) Liebe Grüße und hoffentlich etwas Stille!Sunni

    • dreher sagt:

      Ich habe mir gerade (zum ersten Mal) zwei Playlists auf dem Handy eingerichtet, ich habe zwei Anleitungen für Autogenes Training gefunden, die mir gefallen (deutsch, BodyMindPower); habe den Nachmittag damit verbracht im Internet Stimmen und Stimmungen anzuhören, und vier Meditationen (Abend/Morgen) auf französisch. Mit denen versuche ich es jetzt mal einen Moment.
      Solidarische Grüße, wir sind viele!

      • Ute sagt:

        Scheint mir auch so, dass wir viele sind :-)
        Meine Erfahrung ist uebrigens , dass man nicht unbedingt gelenkig sein muss fuer Yoga, wenn man nur den richtigen Kurs findet…dazu brauchts vllt ein bisschen Glueck, das wuensch ich Euch

  5. Karin sagt:

    Hallo Christiane,

    Ich kann am besten meditieren, wenn ich im Garten arbeite oder wenn ich alleine wandere. Beides kommt leider nicht mehr oft vor, denn erstens hat meine Stadtwohnung keinen Garten und zweitens gehe ich seit Töchterchens Geburt kaum mehr wandern, heul. Ich bin mir auch nicht sicher, ob dieser Zustand, den ich so entspannend finde, überhaupt etwas mit Meditation zu tun hat. Es ist so dieses Gefühl, das man bekommt, wenn man merkt einem fehlen gerade so einige Minuten. Man weiss und fühlt, dass man in Bewegung war, kann aber beim besten Willen nicht sagen, was man gedacht hat – weil man wahrscheinlich nichts gedacht hat. Ich weiss nicht, ob das jetzt so verständlich ist… Ich finde diesen Zustand jedenfalls unglaublich befreiend und entspannend. Ich muss wirklich unbedingt im Garten arbeiten, wenn ich das nächste Mal in meinem Elternhaus bin! Danke für die Anregung! :)

    Karin

    • dreher sagt:

      Gartenarbeit ist doch toll! Mache ich auch gerne. Aber meistens mache ich es prokrastinierend (anstatt zu schreiben), insofern ist es weniger meditiativ-erholsam. Dass einem plötzlich ein paar Minuten fehlen, kenne ich vom Mantra-Singen, einmal hatte ich da dieses Gefühl und war wirklich wie in Trance und total enttäuscht, dass das Singen schon vorbei war. Aber es war trotzdem nicht die richtige Form für mich (und der Buddhismus ist es auch nicht).

    • Mumbai sagt:

      und genau das ist der Zustand liebe Karin.

  6. Mumbai sagt:

    26 Mio. t Plastikmuell/p.a. in unseren Ozeanen. Aber das wollte ich eigentlich schon
    gestern schreiben. Es war aber nicht moeglich einen Kommentar zu hinterlassen. Ausserdem hoere ich jedesmal Radio/TV? wenn ich Ihren blog lese. Was kann das sein?
    Aber nun zur Sache, dem heutigen Thema. Vielleicht sollten Sie mal Monsieur fragen,
    wie er es macht? Nein, im Ernst. Ich denke er macht sich nicht so viele Gedanken
    waehrend er beschliesst im „Hier und Jetzt“ zu sein, wie immer es auch ist. Persoenlich
    wuerde ich Ihnen abraten mit Anweisungen zu meditieren. Auch nicht in liegender
    Position, denn Prana soll durch den aufrechten Koerper fliessen, waehrend Sie meditieren. Versuchen Sie die „Buddhastellung“ zu unterlassen und setzen Sie sich bequem aber aufrecht auf einen Stuhl. Dann haben Sie keine Beinschmerzen.
    Lassen Sie Ihre Augen halbgesenkt, also nicht
    geschlossen und atmen Sie wie immer. Vielleicht hilft es Ihnen auch in den Himmel oder
    auf den Boden zu starren. Ja starren, nicht schauen und wenn Gedanken kommen, nicht
    daran haften, sie unangestrengt wieder gehen lassen.
    Nach wenigen Minuten kommen Sie sicher in einen stillen Modus
    und Nebengeraeusche hoeren Sie zwar aber sie stoeren nicht. Leider wird die Meditationstechnik im Westen viel zu hochgespielt und verkompliziert, dabei ist es
    ziemlich einfach.!? In der Hoffnung, Ihnen ein wenig Inspiration ……..

    • dreher sagt:

      Danke Danke! Gerade gesehen, dass ich unter dem letzten Artikel vergessen habe die Kommentarfunktion zu aktivieren. Jetzt gehts.
      Das mit dem „Radio“ habe ich jetzt auch abgestellt, es war ein Arte-Film im Lyon-Beitrag, der sich immer von selbst abspielte.
      Danke für Ihre Meditations-Anleitung. Klingt so, als wüssten Sie von was Sie reden. Gleichzeitig klingt es auch so, als seien Sie ein bisschen genervt von meiner Art der Suche. Dass ich mir zu viele Gedanken mache, sagen Sie mir immer mal wieder. Ich bin wie ich bin. Und ich bin an dem Punkt, an dem ich nunmal bin.
      Der Gatte übrigens, der macht sich ganz schön viele Gedanken, vielleicht nicht unbedingt über das Gleiche, aber er leidet an Schlafapnoe, was heißt leiden, hat er einfach. Insofern schläft er ohne Probleme tagsüber ein. Manchmal auch ungewollt. Kann er gar nichts gegen machen. Es gab hier schon Versuche mit Masken etc. Kennen wir alles. Haben wir wieder abgeschafft. Es ist ein bisschen besser seither. Aber kaum schließt der Gatte die Augen, dann schläft er.

      • Mumbai sagt:

        nein, ich bin nicht genervt. Jeder ist wie er ist aber
        ich moechte Ihnen nur helfen, denn vor zu viel an Gedanken kommt man immer tiefer in eine Ausweglosigkeit und sich gar nicht mehr auskennt. Und mit diesem Gedankenkarussell kann
        man nicht in die von Ihnen gewuenschte Ruhe beim meditieren
        kommen.
        Denken (kontemplieren) also ueber ein Thema nachdenken, ist anders als sich Gedanken (Sorgen) machen.
        In diesem Sinne alles Gute und weiter versuchen

  7. pitdieerste sagt:

    zur Meditation gabs denke ich genug Hinweise, aber zum arbeiten trotz Lärm sollen Noisecanclling-Kopfhörer super sein. Leider keine eigene Erfahrung, aber schon mehrmals drüber gelesen dass Menschen in großraumbüros u.ä. davon völlig begeistert schwärmten.
    Da wird der Umgebungslärm wohl durch weißes rauschen ausgeblendet, vielelicht lesen sie mal nach und testen aus?

    • dreher sagt:

      Dankeschön, aber das Thema hatten wir vor ein paar Monaten schon durch – habe ich vielleicht nicht so explizit auf dem Blog erklärt, ich war bereit für mehrere hundert Euro das letzte SuperduperModel von Bose zu erwerben, aber Noise Cancelling Kopfhörer funktionieren prima, so lange man Musik damit hört. Dann hört man die Musik kristallklar ohne Nebengeräusche (getestet, klasse!) Ich will beim Arbeiten aber keine Musik hören, sondern Stille. Das funktioniert nicht, mit keinem Kopfhörer. Ich hatte so etwas mal in einem Film gesehen (und wünschte mir so etwas seither) – als ich das dem Kopfhörer-Spezialisten erzählte, lachte er: das war ein Film! Sowas gibts nicht :( War deshalb sogar beim Ohrenarzt, der hat mir von allem Abschotten abgeraten und mich auf den „Einatmen-Ausatmen-Weg“ geschickt –> http://aufildesmots.biz/2018/02/bohnen-in-die-ohrn/

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