Ein paar Schritte im Quartier

K800_IMG_20140120_193952Na, heute kam sie dann die kalte Dusche, es regnete zwar nicht mehr, es gab zarte Schatten und eine fahle Sonne und ich machte mittags eine schnelle Tour durchs Quartier, das Viertel, auf deutsch. Ein Sträßchen, in dem ich auch noch nie war, lockte mich. Die Rue Bernis macht ein kleines Häkchen von und zur immergleichen Avenue de Grasse, es führt von dort aber auch eine lange Treppe eine Straßenetage tiefer Weiterlesen

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Rue Marius Monti und vier Sackgassen

K800_IMG_20140119_174312Ich war trotz des ganzen Wassers, das vom Himmel fiel und dem tiefgrauen Himmel draußen, zugegeben, nur ein Stündchen und nur ganz in der Nähe, die Fortsetzung der sehr langen Avenue de Grasse harrt doch auf besseres Wetter … und ich bin so begeistert! Niemals habe ich mich bislang in die vier Sackgassen gewagt, Weiterlesen

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Cannes zu Fuß – Avenue de Grasse – Teil 1

K800_IMG_20140118_161422Komisch eigentlich, diese Straße, die ich ja nun wirklich fast täglich gehe, noch einmal mit ganz neuen Augen anzusehen. Dabei weiß ich, dass ich jedes Mal, wenn ich den Berg hochlaufe denke, „oh, diesen schönen Orangenbaum muss ich mal fotografieren“, aber ich bin immer schon zu spät, habe Einkaufstaschen in beiden Händen, das Handy ist sonstwo und ich habe keine Lust stehenzubleiben und zu suchen. Ganz vieles Weiterlesen

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Cannes zu Fuß

Kann ja sein, dass ich mal wieder zu viel will, aber ENERGIE war und ist mein Wort für 2014. Also, ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon jemals vorher ein Wort als Motto für ein Jahr gewählt hätte, aber dieses Jahr kam es einfach so an und war da, und dann lese ich plötzlich überall davon, dass Menschen sich ein Wort gewählt haben; ich bin ein unbewusster Trendsetter, vermute ich, nun denn, es ist da das Wort: ENERGIE. Ich wollte es dann kurz auch gegen ein anderes tauschen, aber es hat nicht funktioniert, Weiterlesen

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Joyeux Noel ~ Frohe Weihnachten

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Ihr Lieben, es widerstrebt mir happy holidays zu wünschen, auch wenn es das politisch Korrekteste sein mag – also – ich wünsche daher denen, die es feiern, Frohe Weihnachten Joyeux Noel oder meinetwegen Merry Christmas! Anbei vier Bildchen der splendiden Weihnachtsbeleuchtung aus Cannes und Nizza.

Monsieur und Madame sind an Weihnachten zwar getrennt (Madame wollte ja unbedingt deutsche Weihnachtsmärkte erkunden) aber dann doch treulich vereint in der Bronchitis, die uns gemeinsam schüttelt, während wir uns am Telefon die Fiebertemperaturen zuröcheln. Ganz schön also dieses Jahr das Weihnachtsfest, es duftet, nein, nicht nach Tannengrün, aber streng nach Eukalyptus und Thymian, statt Champagner sprudelt Aspirin und wir verwöhnen uns mit heißer Hühnersuppe (immerhin mit Sternchennudeln), soll ja bekanntlich gesund machen …

Verzeihen Sie mir meine momentane Unkreativität, mein Kopf ist müde, die Nase rot und die Bronchien wundgehustet, aber ich wünsche Ihnen Frohes und Frieden und, da kann ich jetzt nicht anders, Gesundheit, jawoll! Es wedelt tapfer mit Lamettafädchen, Christjann the red nosed undsoweiter … ;)

Anbei noch ein Musikgruß – habe zwar gerade gesehen, dass ich nicht die einzige bin, die sich in der virtuellen Welt für Have yourself a merry little christmas entschieden hat – aber so ist Weihnachten, manches kriegt man eben doppelt ;)

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Springerle

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Ich habe auch gebacken. Schon zwei Fuhren Christstollen, der, obwohl ich ja jetzt alles haarklein vom letzten Jahr dokumentiert hatte und ihm all meine Zeit und Liebe gab, dennoch nur so halbherzig aufging und der sich dieses Jahr trotz gleichem Ofen und gleicher Backtemperatur doch nicht als richtig durchgebacken erwies. Ich werde ihn trotzdem am Samstag zum kleinen Weihnachtsmarkt in den Bergen mitnehmen, Weiterlesen

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Cachou

Cachou, sprich Kaschuh, mein freundlicher großer schwarzer Kater, benannt nach klitzekleinen Lakritzbonbons, ist tot. Er wurde überfahren. Fast direkt vor dem Haus auf der viel befahrenen Straße. Ich weiß nicht, wieso er auf der Straße war, er hatte einen Heidenrespekt vor ihr, als ehemaliger Landkater hatte er sich an die Autos hier nie so richtig gewöhnt, und er hatte eigentlich genug Gelände neben und hinter dem Haus im angrenzenden Park Weiterlesen

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Kleines Dorf ganz groß

„Mein“ kleines Dorf war in dieser Woche an vier Abenden ganz groß in den Nachrichten auf France 3 zu sehen: Au bout du monde, „am Ende der Welt“ heißt diese kleine Serie des Regionalsenders, die immer mal wieder kleine Orte im Hinterland vorstellt. Die Journalisten waren anscheinend tombé sous le charme du village, verzaubert vom Charme und von dem Leben, das sie in diesem kleinen abgelegenen Dörfchen vorgefunden haben, denn sie haben nicht nur einen kleinen Film gedreht, sondern vier. Natürlich ist alles in französisch, aber Sie werden schon verstehen, um was es geht. Im ersten Filmchen wird das Dorf, der selbst Hand anlegende Bürgermeister und die kleine Auberge vorgestellt, die in einem anderen Leben mal „meine“ war und jetzt von Christine geführt wird. Ich wünsche ihr wirklich, dass sie die Auberge, die in den letzten Jahren ein trauriges Schicksal erlitten hatte und von einer Besitzerin zu anderen wechselte und letztlich wieder leer stand, wieder in eine glücklichere Zukunft führen und dass auch sie dort glücklich werden möge. Am Ende sieht man Anne-Marie, die Kräuterfrau, die nicht nur Tees, Tinkturen und Salben herstellt sondern auch ein kleines Heimatmuseum führt.

Der zweite Film zeigt die Solidarität der Bewohner, die, wenn sie einkaufen fahren, vorher die Tour durchs Dorf machen, um bei jedem zu fragen, ob er etwas von „unten“ aus Guillaumes oder aus der Stadt braucht. Maria, die älteste Einwohnerin, ehemalige Schäferin, erzählt von früher als es noch belebter war in Chateauneuf mit Menschen, die „die Erde bearbeiteten“. Hundert Einwohner lebten früher hier und es gab damals sogar drei (einfache) Gasthäuser. Landwirtschaft gibt es so nicht mehr, aber fast jeder hat einen Gemüsegarten dort oben, ein paar Hühner oder Kaninchen.

Der dritte Film spricht von den „Events“, die es dort oben natürlich auch gibt. Le brame du cerf , das dramatische Röhren der Hirsche in ihrer Brunftzeit zieht alljährlich eine große Zahl Menschen an. Bei 2 Minuten 22 sieht man für eine Sekunde den Weiler oberhalb von Chateauneuf, in dem ich meine anstrengende Sommerfrische verbrachte.

Und der vierte kleine Film ist eine reine Liebeserklärung an Damian, den l’homme à tout faire den da Vinci du village, einen Bastler und Alleskönner, der charmant von sich sagt „ich bin der beste, denn ich bin der einzige“. Das alles ist keine Arbeit für ihn, sondern sein Leben, sein Vergnügen am Tun, und so arbeitet er nicht, er frickelt, er bastelt, er schnitzt und er schmiedet (wunderbare originelle Messer übrigens!) er macht und tut, und er findet für alles ein Schräubchen und eine Lösung in seinem nur scheinbar ungeordneten Chaos.

Schön, oder?!

 

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Auch an blauen Tagen bricht das Herz : Exil in Sanary sur Mer

51EpdK-e0oL._SY445_Gerade habe ich ein(e) berührende(s) BD (sprich „behdeh“, meint: bande dessinée), einen literarischen Erwachsenen-Comic, Graphic Novel ist das neudeutsche Wort dafür, über die letzten Tage von Stefan Zweig gelesen. Stefan Zweig, der auf seiner Flucht aus Nazi-Deutschland bis nach Brasilien gekommen ist und sich dort im Februar 1942 zusammen mit seiner zweiten Frau Lotte das Leben nahm. Ich bin immer wieder erstaunt, welch sperrige Themen die Franzosen in Comicform veröffentlichen Weiterlesen

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La rentrée

Es ist soweit: Der Strand gehört am frühen Morgen wieder den Möwen, den Tauben und uns. Es ist la rentrée, alle sind zurückgekehrt an ihren Wohn- und Arbeitsort und fangen wieder an zu arbeiten, so die Firmen zwischenzeitlich nicht pleite gemacht haben. Wie ich gerade der Süddeutschen entnehme, soll das in Italien zumindest vorgekommen sein. Die Schulen aber sind noch da, ein paar Lehrer gibt es auch noch … Weiterlesen

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Sommerfreuden oder Lob der Begonie

Warum schreibt sie denn nicht, wenn sie doch sogar Internet da oben hat, haben Sie sich vielleicht gefragt. Erst hat sie das so vollmundig angekündigt und dann …?! Ich sags Ihnen, die Ferien waren anstrengend. „Ferien!“ Dass ich nicht lache. Weiterlesen

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Von Bienen, Blumen und Schafen

tanzende LaerchenMurmeltier 1QuelleMurmeltier 2

Bingo! Ich habe Internet auf 1700 Metern. Und es ist fast so schnell wie in Cannes. Was für ein Glück! Allerdings hat es genauso problembeladen angefangen wie alle Internet-Geschichten bei mir so anfangen. Ich kürze die Geschichte mal ab. Sie kennen das, man ruft an, ein Techniker wird angekündigt und er kommt nicht. Man muss wissen, dass wir wirklich sehr abgelegen sommerfrischen. Von dem bereits sehr abgelegenen Dorf Chateauneuf folgt man auf 7 Kilometern einer unbefestigten Straße, piste heißt das hier, Weiterlesen

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Zwischenruf

Da bin ich wieder – lang ist’s her, ich weiß, und es wird auch nur kurz heute, bin quasi schon auf dem Weg in die Berge. Wir haben hier eine ätzende Baustelle direkt nebenan, es röhrt und brüllt und unser Haus vibriert, sodass wir dieses Jahr früher fahren und länger bleiben, den gesamten Juli und August vermutlich … Monsieur ist bereits vorgefahren und stand heute auch nur zwei Stunden fest auf der Autobahn, weil hier ja die Tour de France … Weiterlesen

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Blau ist eine warme Farbe

Eigentlich sind sich alle einig. Also zumindest in der Presse gibt es nur positive Stimmen für den Film, der die goldene Palme erhielt: La vie d’Adèle, dessen englischer Titel mir besser gefällt, da der Film programmatisch von der Farbe Blau durchzogen ist: Blue is the warmest colour. Der Film wurde bei seiner Uraufführung von den anwesenden Journalisten und Filmschaffenden mit stehenden Ovationen gefeiert. Und die Entscheidung der Jury, einen Film zu prämieren, der eine Liebesgeschichte zweier junger Frauen zeigt,

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Cannes zu Zeiten des Festivals

Regen. Jedes Jahr zum Filmfestival regnet es. Deswegen haben sie dieses Jahr auch ein riesiges transparentes Tonnendach vor die Stufen gebaut. Damit die kunstvoll zurechtfrisierten Abendfrisuren von Audrey, Cate, Marion oder Nicole nicht zu schlaffen verwässerten Wellen einsinken. Dieses Jahr hat es bislang an dem einen oder anderen Tag geradezu sintflutartig geregnet. Vermutlich hätte man an so einem Tag prima Karten erschnorren können, … Weiterlesen

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Land-Art

Und schon geht’s weiter … auf einer der kleinen Inseln vor Cannes, der Ile St. Marguerite, ist zur Zeit eine (kleine) Land-Art-Ausstellung. Französische und lappländische Künstler haben dort ephemere Natur-Kunst installiert. Ich bin ein großer Fan von Andy Goldsworthy (googeln Sie mal seinen Namen unter Bilder, wenn Sie ihn nicht kennen, großartig!) und war gespannt darauf, was ich zu sehen bekäme. Hmpf. Nennen wir es mal médiocre, mittelmäßig, um freundlich zu sein. Ganz ehrlich, die Natur auf der Insel schafft, ohne sich groß anzustrengen, eindrucksvollere Kunst, als das, was dort geschaffen wurde. Ist natürlich nur meine unmaßgebliche Meinung. Anbei ein paar Fotos zur Dokumentation.

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Komm lieber Mai …

Hallo Ihr Lieben,

nur ein kurzer Eintrag, um zu sagen, dass ich noch oder wieder lebe, und um das Osterbild mal gegen ein Mai-Foto auszutauschen. Hier wünscht man sich im Mai Glück und verschenkt insbesondere am ersten Mai Maiglöckchensträuße oder wenigstens virtuelle Maiglöckchenkarten. Die Sträußchen werden schon ein paar Tage vorher von Blumenhändlern und auf dem Markt verkauft, aber am ersten Mai auch von Privatleuten, die mit kleinen Sträußchen an allen Straßenecken stehen, und die den Erlös (manchmal) einem guten Zweck zukommen lassen, und ganz oft laufen Kinder mit Rotkäppchenkörben herum und verkaufen selbst konfektionierte kleine Sträußchen für einen Euro. Es gehört auf jeden Fall zum guten Ton den Kindern Sträußchen abzukaufen.

Pepita war fasziniert vom intensiven Duft und hatte für ein paar Tage ihren Lieblingsplatz neben den Sträußchen auf dem Tisch. So richtig Frühling ist es hier noch immer nicht, aber hin und wieder strahlt die Sonne scheu durchs Fenster. Voilà, ein Stilleben mit Maiglöckchen, Pepita und Nachmittagssonne.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und viel Frühling! Bald mehr! Danke für Ihre Treue und all die lieben besorgten Mails, auch hinter den Kulissen. Und un gros bisou an Steffi und Chris, danke Mädels, hat mich sehr gerührt! :)

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Joyeuses Paques ~ Frohe Ostern

Das Altarbild „Christus mit fünf Wunden“ (1524) zugeschrieben Francois Bréa, in der Kirche St. Nicolas in Chateauneuf d’Entraunes (Foto: Jean-Claude  CHARLES)

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Tarte au citron : la recette

Also, Sie warten drauf, merke ich, here we go: Tarte au citron. Eigentlich ist es eine Tarte au citron meringueé, ich hatte mich lange nicht an die Meringue-Masse getraut, die Tarte ist auch lecker ohne, perfekter aber natürlich mit der Meringue. Ist auch nicht so schwierig. Nur eben noch ein Arbeitsgang mehr. Wenn man wie ich, die pate brisée auch noch selbst macht, Weiterlesen

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Limoncello: Das Rezept

Gut, hier zumindest schon mal für Elke das Limoncello-Rezept, weil es schnell geht. In Zitronengelb, auch wenn’s schlecht lesbar ist. Muss so. Ergibt 2-2,5 l Limoncello, und reicht knapp einen Sommer lang ;)

Das Rezept für die Tarte folgt die Tage…

Limoncello

9 Zitronen (unbehandelt)

1 l Alkohol

1 kg Zucker

1,5 l Wasser

– die Zesten (nur die Zesten!) der Zitronen 9 Tage in Alkohol einlegen

– durch ein Sieb gießen, Zesten entfernen

– 1,5 l Wasser mit 1 kg Zucker aufkochen, abkühlen lassen

– diesen Sirup zu dem Zitronen-Alkohol geben (in eine große Flasche), mit einem Korken verschließen und 1 Monat ziehen lassen

– den Limoncello am besten im Gefrierfach aufbewahren und (nach dem Essen) eiskalt genießen

ps: die abgeschabten Zitronen kann man gut einfrieren und irgendwann für Fischrezepte oder Limonade wieder beleben

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